Emmy-Ranking 2025/26

Heute Nacht ist es soweit und die Emmys für die Saison 2025/26 werden verliehen – oder besser gesagt die „wichtigsten“ für die besten Drama, Comedy und Limitierte Serien. Einen Großteil der diesjährigen Emmys gab es nämlich bereits letztes Wochenende.

Die letzten Jahre habe ich es zeitlich nicht hinbekommen, dieses Mal hingegen schon: nämlich alle nominierten Serien zu sehen. Also erneut für die „wichtigsten“ Kategorien, was so viel heißt wie:

– alle „Beste“ Drama/Comedy/Limitierte Serien, TV/Streaming Movies sowie Variety Shows
– alle Drama/Comedy/Limitierte Serien sowie Variety Shows, die für Drehbuch, Regie oder Casting nominiert sind
– alle Serien, die für einen oder mehrere Schauspieler nominiert sind

Wobei ich „fast alle“ schreiben müsste, denn in drei Fällen habe ich keine legale Möglichkeit gefunden, mir die Sachen anzuschauen: die 78ste Tony-Verleihung, die 68ste Grammy-Verleihung (beide nominiert für diverse Variety-Special-Preise) und die fünfte Staffel der Ms. Pat Show (die für die beste Regie einer Comedy-Serie nominiert ist).

Zudem habe ich die meisten Variety-Serien (genauer gesagt Last Week Tonight with John Oliver, The Late Show with Stephen Colbert, Jimmy Kimmel Live und The Daily Show) nur auszugsweise bzw. sporadisch Clips auf Youtube gesehen.

Insgesamt kam dabei folgendes Ranking heraus, das meine persönliche Meinung widerspiegelt. Ganz am Ende folgt dann noch mein persönlicher Tipp für die Emmy-Verleihung bzw. die bereits am letzten Wochenende vergebenen Preise, die für mich bzw. meinen Emmy-Marathon von Belang sind.

56. Monster: The Ed Gein Story (Limited)

Nichts gegen künstlerische Freiheiten und der Dramatisierung wahrer Begebenheiten – aber wie hier die reale Geschichte des Serienkillers Ed Gein mit abenteuerlich falschen Fakten in eine völlig andere, teilweise arg romantisierende Richtung gedreht wird – das ist schon bemerkenswert frech. Einziger Lichtblick: Laurie Metcalf als „Mutter“ ist fantastisch.

55. Wicked: One Wonderful Night (Variety)

Ich liebe die Filme, aber diese anderthalb stündige Selbstbeweihräucherung ist stellenweise unerträglich und sehr fremdschämig.

54. All Her Fault (Limited)

Hat für mich nicht funktioniert, weil der Plot abenteuerlich konstruiert ist und die Schauspieler speziell gegen Ende hin immer unglaubwürdiger agieren.

53. Heads of State (Movie)

Nette Action-Komödie, die im Kino völlig untergegangen wäre und als reiner TV-Film zumindest unterhaltsam genug ist. Natürlich frei von jedweder Überraschung und dafür mit einer arg gezwungen wirkenden Love-Story, die von ihrer Tiefe her an die 1980er Jahre erinnert.

52. Wanda Sykes: Legacy (Variety)

Hier muss ich leider die Karte zücken: Die Frau trifft einfach nicht meinen Humor.

51. Tom Clancy’s Jack Ryan Ghost War (Movie)

So sieht die B-Movie-Variante von Mission Impossible aus. Zeigt genau wie Heads of State rein gar nichts Neues, ist aber durchweg grundsolide gedreht und für Fans solcher Actionfilme sicherlich gut genug.

50. Chris Fleming: Live At The Palace (Variety)

Flemings Humor hat bei mir etwas besser gezündet als der von Wanda Sykes, aber dafür ist mir der Junge eine Spur zu überdreht.

49. Dave Chappelle: The Unstoppable (Variety)

Noch bin ich ein Fan von Dave Chappelle, aber seine Comedy-Specials werden derzeit leider immer schwächer und blutleerer.

48. Miss You, Love You (Movie)

Gutes Drehbuch, gute Schauspieler, aber insgesamt zu viel Dialoge auf dem Niveau eines Kammerspiels.

47. 83rd Annual Golden Globes (Variety)

Yo, die Golden Globes halt – wie gewohnt ohne große Höhepunkte, aber auch ohne sichtbare Schwächen.

46. Black Rabbit (Limited)

Eigentlich gut inszeniert und ein interessanter Plot, aber je näher es in Richtung Ende ging, desto mühsamer fühlte sich die Mini-Serie an.

45. The Four Seasons: Staffel 2 (Comedy)

Eine seichte Netflix-Comedy-Serie, die manchmal etwas lustiger und dafür weniger dramatisch sein sollte.

44. The Oscars (Variety)

Siehe Golden Globes, nur eine halbe Klasse besser. Und bezüglich der Oscars gab es schon durchaus bessere, lustigere, spannendere Verleihungen.

43. The Beast in Me (Limited)

Nicht ganz so konstruiert wie All Her Fault und die Schauspieler sind durch die Bank weg besser, neigen aber stellenweise zum Overacting.

42. Wonder Man: Staffel 1 (Comedy)

Fängt höchst vielversprechend an und fühlt sich am Ende irgendwie gestreckt an, obwohl die Folgen nur je eine halbe Stunde andauern. Aber die Nominierung für Yahya Abdul-Mateen II als bester Hauptdarsteller eine Comedy-Serie ist mehr als berechtigt.

41. People We Meet on Vacation (Movie)

Eine sehr charmante Rom-Com, die zwar auch ein wenig in den 1990er Jahren stecken geblieben ist, aber unterm Strich doch einen eigenen Charakter und ein paar hübsche Ideen hat.

40. Rooster: Staffel 1 (Comedy)

Überkomplexe Charaktere, die sich am Ende doch irgendwie alle lieb haben… klingt nach Shrinking? Yup, ist auch vom gleichen Showrunner. Und deshalb hat die Serie auf Dauer Potenzial für eine höhere Platzierung, wenn man vielleicht ein wenig Rampenlicht vom (großartigen) Steve Carell abrückt.

39. The Comeback: Staffel 3 (Comedy)

Für mich als Lisa-Kudrow-Fan eine kleine Enttäuschung – ich hatte jedenfalls die ersten beiden Staffeln als besser in Erinnerung und finde diesmal Kudrow als zu überdreht bzw. empfinde ihre eigene Karikatur als zu Überzogen. Aber es ist durchaus clever (und auch ein wenig mutig), ein Comedy-Drehbuch rund um eine fiktive Comedy-Serie zu schreiben, die laut Plot mittels generativer K.I. entsteht.

38. The Diplomat: Staffel 3 (Drama)

Die erste Staffel war in meinen Augen höchst unspannend, die zweite wurde gegen Ende hin immer besser und die dritte liegt irgendwo dazwischen. Nach jeder Folge dachte ich mir jedenfalls: Das ist schon gut gemacht, aber „Beste Drama-Serie“? Ich weiß nicht… während die weltpolitischen Ereignisse durchaus spannend in Szene gesetzt sind, interessieren mich die charakterspezifischen Entwicklungen eher mäßig – besonders was die On/Off-Beziehung zwischen Keri Russell und ihrem „Ehemann“ anbelangt.

37. Nobody Wants This: Staffel 2 (Comedy)

Die erste Staffel war für mich eines der Highlights des letzten Jahres – und die zweite ist leider deutlich schwächer. Witz und Humor sind immer noch topp, aber die Spannung und die Frische sind spürbar kleiner, die Charakterentwicklung tritt auf der Stelle und weshalb es kaum verwunderlich ist, dass das Staffelfinale fast identisch mit dem vorhergehenden ist.

36. Your Friends & Neighbors: Staffel 2 (Drama)

Die Emmy-Nominierung, die aus dem NICHTS kam: Die erste Staffel hatte eine einzige Nominierung für das Titelthema und die zweite eben nur diese eine für „Beste Drama-Serie“. Darüber hinaus hat Your Friends & Neighbors bei weitem nicht den Bekanntheitsgrad wie andere Serie, die auf ähnliche Weise eine solche Emmy-Nominierung erhalten haben (z.B. True Blood, Big Love oder The Boys).

Aber gerade bei Nominierungen wie dieser hier schaue ich doppelt genau hin und ja, die Serie hat meine Sympathien. Der Plotaufhänger ist sehr gut, Jon Hamm die perfekte Besetzung und gleichwohl ich die erste Staffel sogar noch für besser/runder erachte, so habe ich die zweite gerne bis zum Finale geschaut – und möchte zudem wissen, wie es weiter geht. Nur die Beziehungskisten zwischen all den Charakteren werden langsam etwas anstrengend.

35. Jimmy Kimmel Live (Variety)

Die Krux an diesen ganzen Variety Serien rund um Jimmy Kimmel, John Oliver & Co. für mich ist: Es ändert sich kaum etwas. Und das gilt auch für Kimmel, gleichwohl sein Monolog, kurz nachdem er für ein paar Tage suspendiert wurde, ganz klar zu seinen stärksten gehört.

34. The Bear: Staffel 4 (Comedy)

Lange Zeit habe ich mich gegen The Bear gesträubt, jetzt habe ich endlich die ersten vier Staffeln in einem Rutsch gesehen. Und gehöre ganz klar zum Lager: Das hier ist KEINE Comedy-Serie. Absolut gar nicht, sorry, nein, never-ever. Zudem waren die Highlight-Episoden der ersten beiden (und insbesondere der zweiten!) Staffeln abartig besser als alles, was in der vierten vorkommt.

Ungeachtet dessen ist selbst ein „schwacher Bär“ immer noch eine verdammt gut geschriebene sowie exzellent geschauspielerte Serie.

33. Beef: Staffel 2 (Limited)

Ich mag das Wort „überbewertet“ nicht, aber wenn es für mich auf etwas zutrifft, dann auf die zweite Staffel von Beef. Die Schauspieler sind absolut fantastisch (besonders Oscar Isaac!), aber die Drehbücher bzw. der Plot im Gesamten riecht für mich zu sehr nach Auftragsarbeit und weniger wie ein Passionsprojekt (so wie es die erste Staffel gewesen ist).

32. Only Murders in the Building: Staffel 5 (Comedy)

Bis zur dritten Staffel gehörte Only Murders in the Building zu meinen Lieblings-Comedy-Serien der letzten zehn Jahre – aber seit der vierten ist etwas die Luft raus. Und Steve Martin verkommt fast schon zu einer Randfigur.

31. Abbott Elementary: Staffel 5 (Comedy)

Ähnliches Phänomen wie bei Only Murders in the Building, nur etwas abgeschwächter.

30. Saturday Night Live (Variety)

Der Cast von Saturday Night Live ist nach wie vor sehr stark, aber aktuell fehlt jemand wirklich hervorstechendes – also jemand wie Kate McKinnon oder Bill Hader. Wirklich auffallend ist IMHO derzeit nur James Austin Johnson (und zwar nicht nur wegen seiner Trump-Darstellung). Zudem sind einige der Sketche in dieser Saison erfreulich mutig & derb gewesen (mein Highlight: Ariana Grande in einer extrem blutigen Parodie von Kevin Allein zu Hause).

29. Shrinking: Staffel 3 (Comedy)

Die Serie überhaupt für all jene, die auch ungeachtet der größten Streitigkeiten und Mind-Fuck-Vorfälle einfach mit allen Menschen gut befreundet sein möchten – die Glaubwürdigkeit begeht entsprechend eine zunehmend gefährlichere Gratwanderung. Aber von diesem „Problem“ abgesehen funktioniert die Serie vor allem dank Jason Segal und Harrison Ford, der doch jetzt endlich mal so etwas einen Emmy gewinnen sollte.

28. Jury Duty Presents: Company Retreat (Comedy)

Ein Zeitarbeiter heuert bei einer Firma just zum jährlichen Betriebsausflug an und wird dort Zeuge von abenteuerlich-peinlichen Zwischenfälle sowie fremdschämig-zwischenmenschlichen Beziehungen. Allerdings weiß der Arbeiter nicht, dass er in Wahrheit der Hauptdarsteller einer Fernsehserie ist und all seine Mitarbeiter Schauspieler sind.

Die Idee ist witzig und liebt vor allem von Anthony, dem einzig Nichteingeweihten – weil der einfach herrlich charismatisch ist und sich wunderbar über all die skurrilen Ereignissen kaputt lacht.

27. Remarkably Bright Creatures (Movie)

Oha, ein ernsthaft guter Film, der rein für Fernseh/Streamingdienste gedreht wurde und in keinem amerikanischen Kino lief: Das gibt es noch? Ja, klar – hin und wieder gibt es solche positiven Ausreißer.

Remarkably Bright Creatures punktet zum einen dank Sally Fields, die wirklich großartig spielt und durch und durch liebenswürdig ist, und zum anderen dank eines erstaunlich originellen Drehbuchs. Nur der finale Plottwist ist… nun ja… doch SEHR (!) vorhersehbar. Aber schwamm drüber, der Rest ist empfehlenswert und lässt darauf hoffen, dass die Kategorie „Best TV-Movie“ doch noch seine Daseinsberechtigung hat.

26. The Gilded Age: Staffel 3 (Drama)

Dritte Staffel des Kostümdramas von Julian Fellowes – also der Mann, der schon mit Gosford Park einen Oscar und Downton Abbey drölfzig Emmeys gewonnen hat. The Gilded Age spielt nicht ganz in dieser Oberliga mit und fühlt sich einfach zu sehr nach etwas an, was es schon tausendmal zuvor gegeben hat – aber wer auf solche prunkvoll inszenierten Serien mit viel Glanz und Drama steht, der macht mit The Gilded Age nichts falsch.

25. Bait (Limited)

ARGH: Warum ist diese Mini-Serie nur drei Stunden lang??? Eine wundervolle wie liebenswerte Komödie rund um Riz Ahmed, der als potenzieller neuer James Bond gecastet werden soll – also trotz oder vielleicht gar genau wegen seiner pakistanischen Wurzeln.

Die Prämisse ist mega, die Folgen vollgepackt mit Story und am Ende ist genau da das Problem von Bait begraben, nämlich weil die Serie zu viel in zu wenig Zeit erzählen möchte. Dabei hätte ich gerne mehr von seiner Familie, seiner Ex-Partnerin oder seiner Odyssee rund um Pigtrick gesehen – einem leblosen, abgetrennten Schweinekopf, der mit der Stimme von Patrick Stewart (!) ständig Dialoge mir Riz Ahmed abhält.

24. The Morning Show: Staffel 4 (Drama)

Die Qualitätskurve von The Morning Show gleicht einer Achterbahnfahrt – und während die dritte Staffel bislang das Highlight gewesen sein dürfte, fängt die vierte erschreckend schwach an und entwickelt sich zu einem der packendsten und emotionalsten Serienfinals der Saison 2025/26. Und gleichwohl diesmal nur Billy Crudup als Bester Nebendarsteller nominiert ist: Der Junge hat IMHO durchaus Chancen, seinen dritten Emmy zu erhalten.

23. Super Bowl LX Halftime Show (Variety)

Von der ersten Sekunde an wusste ich: Hui, mit dieser Choreographie und vor allem dieser Kulisse hat Bad Bunnys Super Bowl Halbzeitshow hat ernsthafte Chancen, den Emmy zu gewinnen. Und das hat sie auch bereits letztes Wochenende geschafft, inklusive weiteren Siegen wie beispielsweise für die Beste Regie einer Live-Variety-Sendung.

22. Margo’s Got Money Troubles: Staffel 1 (Comedy)

Erstaunlich mutige wie moderne Comedy-Serie rund um eine junge Frau, die nach einer Affäre mit ihrem Professor schwanger und von ihm fallen gelassen wurde, weshalb sie nun mit OnlyFans ihr Geld verdienen „muss“.

Nach einer Staffel ist es noch etwas kniffelig zu beurteilen, ob die Serienmacher diese OnlyFans-Karriere letztlich befürworten oder hinterfragen – Fakt ist, dass Margo’s Got Money Troubles bislang hervorragend funktioniert. Dank Elle Fanning als junge Frau sowie Michelle Pfeiffer und besonders Nick Offerman als ihre (sehr kaputten) Eltern.

21. The Testaments: Staffel 1 (Drama)

Zunächst dachte ich, The Testaments wird ein Spinoff zu The Handmaid’s Tale – aber nach der ersten Staffel würde ich eher von einer waschechten Fortsetzung reden – nur eben mit neuen/anderen Charakteren als zentraler Plot.

Und ähnlich wie bei den finalen Staffeln von The Handmaid’s Tale verstehe ich nicht, wieso diese Serie so sehr untergegangen ist – nach wie vor ist das Setting gleichermaßen faszinierend wie erschreckend, die Schauspieler sind durch die Bank weg hervorragend und die Atmosphäre unvergleichlich. Und Chase Infiniti als neue Hauptdarstellerin ist absolute Perfektion – d.h. dieses Jahr hat sie keine Chance auf einen Emmy-Sieg, aber ihre Rolle hat genügend Potenzial für einige Leistungssteigerungen.

20. Nikki Glaser: Good Girl (Variety)

Normalerweise machen wir die Emmy-nominierten Variety-Specials von renomierten Standup-Comedians großen Spaß – diese Saison war dem leider nicht so – mit einer Ausnahme: Nikki Glaser. Wobei ich auch hier am Anfang eher irritiert von ihrem Humor und ihrer sehr derben Sprache war – nur irgendwann, so ungefähr zur Halbzeit hin, „hatte“ sie mich und ich kam aus dem Lachen nicht heraus. Ganz klar ein Special, dass sich von Minute zu Minute steigert.

19. Love Story John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette (Limited)

Ich könnte meinen Absatz von eben wiederholen und auf Limitierte Serien umschreiben – die mich ebenfalls in diesem Jahr eher enttäuscht haben. Und auch bei Love Story John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette brauchte ich einige Folgen, bis ich mich in all das Drama und in die tragische Liebesbeziehung der beiden Protagonisten hineinfühlen konnte.

Das es am Ende funktioniert hat, zeigte mir das überaus tragische Finale und vor allem die Reaktion von Constance Zimmer als trauernde Mutter. Zudem ich das Casting als überragend empfinde – vor allem Sarah Pidgeon als Carolyn Bessette.

18. Last Week Tonight with John Oliver (Variety)

Tja, es ist eben Last Week Tonight with John Oliver – und natürlich ist der Mann nach wie vor eine Legende. Der Hauptgrund, warum er so weit „unten“ im Ranking liegt: Er erfindet sich nicht mehr neu. Was er auch nicht muss. Ich stehe einfach mehr auf etwas „Neues“ als auf das ständig „Altbekannte“.

17. The Daily Show (Variety)

Die Daily Show eben – aber hier steckt in der Tat derzeit etwas Frische drin, dank der unterschiedlichen Moderatoren. Deshalb einen Platz besser bewertet als John Oliver.

16. Slow Horses: Staffel 5 (Drama)

Ähnlich wie The Bear hat es etwas gebraucht, bis ich mit Slow Horses „warm“ geworden bin. Und ja, die Serie ist super – d.h. es ist eine dieser Serien, bei denen es richtig schwierig ist etwas „Negatives“ zu finden. Vor allem gefällt mir einerseits die Abgeschlossenheit der Staffeln und andererseits die subtile Weiterentwicklung der Protagonisten. Weshalb da glaube ich noch so einiges auf uns zukommen wird.

15. Death By Lightning (Limited)

Warum wurde diese Serie nicht als „Beste Limitierte Serie“ nominiert? Der Plot ist interessant, die Schauspieler exzellent, es wird nicht groß rumgelabert, es gibt keinerlei Glaubwürdigkeitsproblem, die Inszenierung ist stimmig. Kurz: Death By Lightning hat alles, was „All Her Fault“ gerne hätte und noch viel mehr.

14. Chair Company: Staffel 1 (Comedy)

Ich bin so gespannt, wie sich diese Serie in den nächsten Jahren entwickelt. Die erste Staffel ist jedenfalls so mit das Absurdeste, was ich in dieser Saison gesehen habe. Was besonders für die erste und die letzte Folge gilt. Die Emmy-Nominierung für das Beste Drehbuch ist allein für den herrlich behämmerten Plotaufhänger gerechtfertigt.

13. The Taylor Swift | Eras Tour | Final Show (Variety)

Ich war nie ein Fan von Taylor Swift und habe nicht ein einziges Lied (bewusst) von ihr gehört. Ungeachtet dessen ziehe ich all meine Hüte vor dieser brillanten Show – dreieinhalb Stunden, voller fantastischer Choreographie und dem Glenn, dem Weiss, dem Glenn Weiss bzw. dem Gott unter den Variety-Special-Regisseuren, der schon hundertzwölf Emmys für seine Arbeit als langjähriger Director der Oscar-Verleihung verdient hat.

Und im Gegensatz zu dem grässlichen Wicked-Special gibt es hier keine Fremschaminszenierung, sondern eine wahrlich enthusiastische Taylor Swift und ein wirklich, wirklich, wirklich (!) toll eingefangenes, jubelndes Publikum.

12. Half Man (Limited)

Hui, ui, holla, die, Wald, Fee! Die ersten Folgen von Half Man hatten mich noch nicht ganz überzeugt – abseits von Richard Gadd als psychisch äußerst labilen Bruder. Aber dann entwickelte sich ein Konfliktpotenzial nach dem anderen, Jamie Bells Charakter wird zunehmend vielschichtiger und gemeinsam mit den zunächst sehr verwirrenden Parallelmontagen entsteht eine ungewöhnlich hohe Spannung.

Und dann kommt das Ende – also DIESES Ende – was mich sprachlos gemacht hat. Und wütend. Und irritiert. Und gleichwohl ich dieses Ende eigentlich hasse – ich glaube sogar, dass dies von den Showrunnern so gewollt ist. Und weshalb dieses Ende eines der mutigsten ist, die ich je gesehen habe.

Ach ja, auch diese Serie ist nicht für „Beste Limiterte Serie“ nominiert, sondern nur Richard Gadd als Bester Nebendarsteller. Was einfach nur absurd ist, gerade in Anbetracht der bereits von mir mehrfach monierten „Qualität“ der nominierten Serien.

11. Late Show with Stephen Colbert (Variety)

Das Finale macht den Unterschied: Stephen Colberts Abschied aus der Welt der Late-Night-Talker ist eine 10 von 10, weshalb er mit großer Wahrscheinlichkeit auch dafür noch einen weiteren Emmy einkassieren wird. Wobei er jeweils einen für Regie und Drehbuch bereits letztes Wochenende erhalten hat.

10. Task: Staffel 1 (Drama)

Es ist einerseits sehr seltsam, dass eine Serie wie Your Friends & Neighbors keine einzige Emmy-Nominierung abseits für „Beste Drama-Serie“ erhalten hat. Aber was in dem Zusammenhang noch viel kurioser ist: Task hat keine erhalten – obwohl man im Vorfeld fest damit gerechnet hatte und es darüber hinaus Nominierungen für Regie, Drehbuch, Hauptdarsteller und Nebendarsteller gab.

Meine Fragezeichen bezüglich dieses Snubs sind umso größer, nachdem ich mir Task selbst angeschaut habe: Ein klassisches Drama, hervorragend besetzt, von vorne bis hinten sehr gut durchdacht, mit zahlreichen Highlight-Szenen gespickt, überraschende Plottwists inklusive unerwarteter Todesfälle… ich frage mich ernsthaft, was da bei der Nominierung schief gegangen ist.

09. Euphoria: Staffel 3 (Drama)

So viele andere Serien mich 2025/26 enttäuscht haben und für mich die Qualität im Allgemeinen zu den klar schwächeren Jahrgängen gehört, so gibt es doch einen persönlichen Favoriten, dessen Faszination bei mir trotz aller Kritik nahezu ungebrochen ist: Euphoria.

Ja, die beiden anderen Staffel sind besser. Ja, der Anfang dieser Staffel wirkt zäh. Ja, die Atmosphäre ist eine andere. Aber trotzdem ist Euphoria erneut vollgepackt mit Szenen und Momenten, bei denen ich den Mund nicht mehr zubekommen habe.

Einige Szenen sind wirklich extrem hart an der Grenze des Erträglichen (Stichwort „Begräbnis“) und das Schicksal einiger liebgewonnener Charaktere schmerzt ungemein. Aber ganz zum Schluss gibt es auch so etwas wie einen inneren Frieden, bei dem Showrunner Sam Levinson mit einer Tarantino-ähnlichen Schonungslosigkeit etwas schafft, was bei mir kaum möglich ist: mich mit überzogener Gewaltdarstellung zu fesseln anstatt abzuschrecken.

08. A Knight of the Seven Kingdoms: Staffel 1 (Drama)

Game of Thrones, nur anders und… besser? Nun, nach einer Staffel mag ich das noch nicht beurteilen können. Aber mir gefällt ungemein, dass hier eine ähnliche Atmosphäre herrscht und man sich gleichzeitig nur auf ein paar Protagonisten konzentrieren muss. So muss ich nicht jede Folge dreißig neue Namen lernen und kann mich dafür in den Verlauf EINER Geschichte hineinfühlen.

07. Pluribus: Staffel 1 (Drama)

Der Grund für die hohe Platzierung von Pluribus hat einen Namen: Rhea Seehorn. Ohne sie würde diese Serie nicht funktionierten. Punkt.

Die Prämisse ist extrem stark, aber auch sehr mutig und in den Händen weniger talentierter Autoren/Regisseure/Schauspieler zum Scheitern verurteilt. Ich hoffe jedenfalls Vince Gilligan hat einen „Plan“, wohin die Reise geht – dann könnte Pluribus auf Dauer so groß werden wie Breaking Bad. Nur anders. Weil absurder.

06. DTF St. Louis (Limited)

Für mich DIE Überraschung des Jahres. Im Grunde ist DTF St. Louis ein Beziehungsdrama rund um zwei Männer und eine Frau, die Dinge tun, die „wir“ uns im realen Leben kaum trauen würden – aber der/die eine oder andere es sich insgeheim wünscht. Die drei zentralen Charaktere geben sich jedenfalls gegenseitig den Mut, sich immer weiter zu entwickeln und trotz ihres Midlife-Alters nicht stehen zu bleiben.

Das Einzige, was mich gestört hat: Der „Murder Mystery Plot“ – der am Ende auch gar kein so richtiger ist. Gott sei Dank. Aber er erzeugt eine Spannung, die ich bei all der anderen Dramatik gar nicht gebraucht hätte.

Im Übrigen galt bis vor kurzem Beef als Favorit für den Emmy der „Besten Limiterten Serie“ – doch nachdem DTF St. Louis letztes Wochenende praktisch jeden anderen Preis gekriegt hat, den die Serie hätte kriegen konnte (nämlich Regie, Drehbuch, Nebendarsteller und Nebendarstellerin), hat sich dieser Wind ganz klar gedreht.

05. The Pitt: Staffel 2 (Drama)

The Pitt wird dieses Jahr erneut den Emmy für die Beste Drama Serie erhalten – das zweifelt nahezu niemand an. D.h. letztes Jahr war es ein knappes Rennen gegen Severance und diesmal ist a) kein echter Konkurrent in Sicht und b) die Anzahl der Nominierungen ging steil durch die Decke.

Und gleichwohl es nicht ganz mein persönlicher Favorit ist bzw. ich die erste Staffel für minimal besser erachte: Es ist aktuell DIE Krankenhausserie schlechthin, die von einer enorm hohen Glaubwürdigkeit und einem makellosen Cast lebt. Das einzig Spannende dürfte also eher sein, welcher der hundert Millionen nominierten Schauspieler aus The Pitt am Ende einen Emmy mit nach Hause nehmen darf.

04. Paradise: Staffel 2 (Drama)

Ich liebe diese Serie. Oh mein Gott, was liebe ich DIESE Serie!

Mich hat schon die erste Staffel ungemein fasziniert – denn ich stehe total auf Dystopien, die mir eine Aussicht auf Hoffnung für etwas Besseres geben. Und die zweite Staffel hat das getoppt – dank fantastischer Nebenplots und einem Storyverlauf, mit dem ich so nicht gerechnet habe. Oder diese Musik – die ist einfach traumhaft schön.

Shailene Woodley hat bereits ihren Emmy als Beste Gastdarstellerin und bei Gott, was hat sie den verdient – ihre Leistung in der ersten Folge ist IMHO die beste Schauspielkunst der Saison 2025/26 und das mit Abstand.

Und was mir allen Ernstes am besten gefällt: Es soll noch eine Staffel kommen und danach ist Schluss – ergo haben die Showrunner einen RICHTIGEN Plan und ziehen den konsequent durch.

03. The Muppet Show (Variety)

Das einzige Problem dieser Show: Sie ist nur eine halbe Stunde lang – und ich glaube so gut wie jeder, der dieses Special gesehen hat, schreit nach mehr.

Denn im Grunde ist The Muppet Show ein Revival, wie eine neue Folge mitsamt dem alten Geist der kultigen Puppen und neuen, frischen Gaststars. Mit fantastischen Sketchen und viel Liebe in der Produktion. Ernsthaft: Warum ist noch nicht mehr geplant?

02. Hacks: Staffel 5 (Comedy)

Das beste kommt zum Schluss: Hacks hat fünf Staffeln durchgehalten und ist zunehmend besser geworden. Der Plot rund um eine alternde Comedian-Frau, die sich mit einer deutlich jüngeren Comedy-Schreiberein zusammentut, ist von A bis Z gelungen, geschniegelt und ohne eine einzige Schwäche geschrieben.

Jean Smart wird ihren fünften Emmy für Hacks einstreichen und somit für jede Staffel gewonnen haben. Das Drehbuch hat auch exzellente Chancen auf einen Sieg, weil allein das Finale so wundervoll witzig wie rührend konzipiert ist. Überhaupt ist Hacks einer dieser seltenen Glücksfälle, in denen Drama und Comedy zusammen kommen und letzteres ganz klar Übergewicht hat.

Zusammen mit den meisten Nominierungen des Jahres sollte es eigentlich auch für „Best Comedy Serie“ reichen – es wäre der zweite Sieg in dieser Kategorie, nachdem man überraschenderweise schon für die dritten Staffel gewonnen hatte. Aber es gibt da ein kleines Problem, womit bis vor ein paar Monaten niemand gerechnet hat…

01. Widow’s Bay: Staffel 1 (Comedy)

Ich habe mir Widow’s Bay bewusst für meinen Emmy-Marathon bis zum Schluss aufgehoben. Weil ich nach allem, was ich davon gehört hatte, mir bereits dachte: „Oha… das könnte das Serienhighlight 2025/26 sein“. Und tja… nun… ähm… es steht halt jetzt hier mal so nebenbei auf Platz 1 und dafür musste ich auch nicht lange überlegen.

Das Konzept von Widow’s Bay ist so simpel wie bescheuert: Nehmt eine ganz „normale“ Horrorserie oder einen ganz „normalen“ Horrorfilm, die/der mit den üblichen Klischees hantiert. Eine neblige Insel, die kein dort Geborener verlassen darf… ein tödlicher Nebel, der jeden zu einer Zombier-artigen Kreatur verwandelt… mysteriöse Gestalten Unterwasser, die dich sofort in den Tod reißen.
Das alles klassisch inszeniert mit leicht wackeliger Kameraführung, neblig-trostloser Kulisse und einer gesunden Portion Jump-Scares.

Und jetzt nehmt als Protagonist den Bürgermeister dieser Insel, der gleichzeitig so mit der größte Angsthase auf Gottes weiter Erde zu sein scheint. Der zunächst all den Aberglauben und die Warnungen der Alteingesessenen nicht für voll nimmt – aber eben nur, weil er all das nicht wahr haben will.

Dazu kommen weitere Charaktere, die vom Humor her eigentlich überhaupt nicht in ein solches Setting passen. Die verdammt schlagfertig und gleichzeitig befremdliche wie traumatisierte Außenseiter sind – und die jedes Mal genau zum richtigen Zeitpunkt erscheinen, entweder um eine Heldentat zu vollbringen oder einen der anderen Charaktere zu trollen. Und sich dabei jedes Mal treu bleiben und genau deswegen eine irrwitzige Situation nach der anderen verursachen.

Matthew Rhys und Kate O’Flynn werden beide Emmys als Hauptdarsteller und Nebendarstellerin erhalten – ansonsten schalte ich die Verleihung ab. Auch für die Regie der Pilotfolge wird es mit großer Wahrscheinlichkeit einen Emmy geben, allein wegen der besten Jumpscares die ich je gesehen habe. Und zwar nicht, weil sie den Zuschauer mit irgendwelchen entstellten Kreaturen erschrecken – sondern den Protagonisten beispielsweise in jedem (un-)erdenklichen Moment mit dem plötzlichen (und fast immer völlig unnötigen) Öffnen einer Tür einen halben Herzinfarkt erleiden lassen. Egal wie oft das passiert ist: Mein Lachen wurde immer lauter, weil die Showrunner die Jumpscares zu einem der besten Running-Gags machen, die ich je gesehen habe.

Gerade bei Horror-Stories mag ich es, wenn sich ein Film, ein Spiel oder (wie in diesem Falle) eine Serie nicht allzu ernst nimmt. Widow’s Bay treibt all das auf die Spitze und sprüht deshalb nur so vor geschickt gesetzten Pointen. Gleichzeitig ist genügend Horror drin und der finale Plottwist der ersten Staffel hat mich laut „Ach du scheiße!“ rufen lassen.

Das passiert wahrlich alle Jubeljahre und deshalb ist Widow’s Bay meine Nummer 1 der besten Emmy-nominierten Seien 2025/26.

Comedy

Outstanding Comedy Series

Frontrunner: Widow’s Bay
Spoiler: Hacks

My Ranking:

1.Widow’s Bay
2.Hacks
3.Margo’s Got Money Troubles
4.Shrinking
5.Abbott Elementary
6.Only Murders in the Building
7.The Bear
8.Nobody Wants This

Outstanding Directing

Frontrunner: Widow’s Bay: Welcome the Widow’s Bay!
Spoiler: Hacks: Hacks

My Ranking:

1.Widow’s Bay: Welcome the Widow’s Bay!
2.The Chair Company: Life goes by too f**king fast, it really does
3.Hacks: Hacks
4.The Bear: Bears
5.Abbott Elementary: Ballgame
Nicht gesehen: The Ms Pat Show: Give It Arrest

Outstanding Writing

Frontrunner: Hacks: Hacks
Spoiler: Widow’s Bay: Welcome to Widow’s Bay

My Ranking:

1.Hacks: Hacks
2.Widow’s Bay: Welcome to Widow’s Bay
3.The Chair Company: Life goes by too f**king fast, it really does
4.Jury Duty Presents: Company Retreat: Mergers & Acquisitions
5.The Comeback: Valerie Does It All
6.Abbott Elementary: Team Building

Outstanding Casting

Winner: Widow’s Bay

My Ranking:

1.Widow’s Bay
2.Hacks
3.Only Murders in the Building
4.Shrinking
5.Abbott Elementary

Outstanding Lead Actor

Frontunner: Matthew Rhys (Widow’s Bay: The Inaugural Swim)
Spoiler: Martin Short (Only Murders in the Building: Flatbush)

My Ranking:

1.Matthew Rhys (Widow’s Bay: The Inaugural Swim)
2.Jason Segel (Shrinking: The Bodyguard of Sadness)
3.Steve Carell (Rooster: Angry, Like an Angry Person)
4.Martin Short (Only Murders in the Building: Flatbush)
5.Yahya Abdul-Mateen II (Wonder Man: Matinee)

Outstanding Lead Actress

Frontunner: Jean Smart (Hacks: Hacks (Finale)
Spoiler:

My Ranking:

1.Jean Smart (Hacks: Hacks (Finale)
2.Quinta Brunson (Abbott Elementary: Trip)
3.Elle Fanning (Margo’s Got Money Troubles: Lock and Load)
4.Ayo Edebiri (The Bear: Worms)
5.Lisa Kudrow (The Comeback: Valerie Faces Reality)

Outstanding Supporting Actor

Frontunner: Stephen Root (Widow’s Bay: Seasickness)
Spoiler: Harrison Ford (Shrinking: And That’s Our Time)

My Ranking:

1.Nick Offerman (Margo’s Got Money Troubles: Lariat Takedown)
2.Stephen Root (Widow’s Bay: Seasickness)
3.Harrison Ford (Shrinking: And That’s Our Time)
4.Tyler James Williams (Abbott Elementary: Trip)
5.Colman Domingo (The Four Seasons: Big Thanksgiving)
6.Paul W. Downs (Hacks: QuickScribbl)
7.Michael Urie (Shrinking: D-Day)

Outstanding Supporting Actress

Frontunner: Kate O’Flynn (Widow’s Bay: Beach Reads)
Spoiler: Hannah Einbinder (Hacks: Hacks (Finale))

My Ranking:

1.Kate O’Flynn (Widow’s Bay: Beach Reads)
2.Hannah Einbinder (Hacks: Hacks (Finale))
3.Michelle Pfeiffer (Margo’s Got Money Troubles: Flamingos)
4.Jessica Williams (Shrinking: Depression Diet)
5.Janelle James (Abbott Elementary: No Homework)
6.Dale Dickey (Widow’s Bay: Beach Reads)
7.Megan Stalter (Hacks: QuickScribbl)

Guest Actor

Winner: Rob Reiner (The Bear: Tonnato)

My Ranking:

1.Hamish Linklater (Widow’s Bay: Seasickness)
2.Michael J. Fox (Shrinking: The Field)
3.Brett Golfstein (Shrinking: Happiness Mission)
4.Rob Reiner (The Bear: Tonnato)
5.Christopher McDonald (Hacks: No New Tricks)
6.Connor Storrie (Saturday Night Live: Host Connor Storrie)

Guest Actress

Winner: Betty Gilpin (Widow’s Bay: Our History)

My Ranking:

1.Kaitlin Olson (Hacks: D’Amazing Race)
2.Betty Gilpin (Widow’s Bay: Our History)
3.Jamie Lee Curtis (The Bear: Tonnato)
4.Laurie Metcalf (Hacks: The Garden)
5.Cherry Jones (Hacks: Montecito)
6.Leslie Bibb (Hacks: Montecito)
7.Lauren Weedman (Hacks: The Cube)

Drama

Outstanding Drama Series

Frontunner: The Pitt
Spoiler: Pluribus

My Ranking:

1.Paradise
2.The Pitt
3.Pluribus
4.A Knight of the Seven Kingdoms
5.Slow Horses
6.The Gilded Age
7.Your Friends & Neighbors
8.The Diplomat

Outstanding Directing

Frontunner: Pluribus: We Is Us
Spoiler: Task: Out beyond ideas of wrongdoing and rightdoing, there is a river

My Ranking:

1.Pluribus: We Is Us
2.Paradise: Exodus
3.Task: Out beyond ideas of wrongdoing and rightdoing, there is a river
4.The Pitt: 12:00 P.M.
5.Slow Horses: Scars
6.The Gilded Age: My Mind Is Made Up

Outstanding Writing

Frontunner: Pluribus: We Is Us
Spoiler: Slow Horses: Scars

My Ranking:

1.Pluribus: We Is Us
2.The Pitt: 12:00 P.M.
3.The Pitt: 1:00 P.M.
4.Task: A Still Small Voice
5.Slow Horses: Scars
6.The Diplomat: Amagansett

Outstanding Casting

Winner: The Pitt

My Ranking:

1.The Pitt
2.Paradise
3.Pluribus
4.Slow Horses
5.The Diplomat

Outstanding Lead Actor

Frontunner: Noah Wyle (The Pitt: 9:00 P.M.)
Spoiler: Mark Ruffalo (Task: A Still Small Voice)

My Ranking:

1.Mark Ruffalo (Task: A Still Small Voice)
2.Noah Wyle (The Pitt: 9:00 P.M.)
3.Gary Oldman (Slow Horses: Tall Tales)
4.Sterling K. Brown (Paradise: A Holy Charge)
5.Rufus Sewell (The Diplomat: Schrodinger’s Wife)

Outstanding Lead Actress

Frontunner: Rhea Seehorn (Pluribus: We Is Us)
Spoiler: Keri Russell (The Diplomat: Schrodinger’s Wife)

My Ranking:

1.Rhea Seehorn (Pluribus: We Is Us)
2.Zendaya (Euphoria: In God We Trust)
3.Chase Infiniti (The Testaments: Secateurs)
4.Keri Russell (The Diplomat: Schrodinger’s Wife)
5.Carrie Coon (The Gilded Age: My Mind Is Made Up)

Outstanding Supporting Actor

Frontunner: Tom Pelphrey (Task: Vagrants)
Spoiler: Billy Crudup (The Morning Show: The Parent Trap)

My Ranking:

1.Tom Pelphrey (Task: Vagrants)
2.Patrick Ball (The Pitt: 8:00 P.M.)
3.Billy Crudup (The Morning Show: The Parent Trap)
4.Carlos Manuel Vesga (Pluribus: The Gap)
5.Shawn Hatosy (The Pitt: 9:00 P.M.)
6.Gerran Howell (The Pitt: 7:00 P.M.)
7.Jack Lowden (Slow Horses: Circus)

Outstanding Supporting Actress

Frontunner: Katherine LaNasa (The Pitt: 1:00 P.M.)
Spoiler: Sepideh Moafi (The Pitt: 9:00 P.M.)

My Ranking:

1.Taylor Dearden (The Pitt: 5:00 P.M.)
2.Julianne Nicholson (Paradise: Exodus)
3.Fiona Dourif (The Pitt: 5:00 P.M.)
4.Allison Janney (The Diplomat)
5.Sepideh Moafi (The Pitt: 9:00 P.M.)
6.Katherine LaNasa (The Pitt: 1:00 P.M.)
7.Karolina Wydra (Pluribus: Charm Offensive)

Outstanding Guest Actor

Winner: Ernest Harden Jr. (The Pitt: 7:00 A.M.)

My Ranking:

1.Colman Domingo (Euphoria: In God We Trust)
2.Bradley Whitford (The Diplomat: Amagansett)
3.Jonathan Pryce (Slow Horses: Scars)
4.Jeff Kober (The Pitt: 8:00 P.M.)
5.Ernest Harden Jr. (The Pitt: 7:00 A.M.)
6.Jeff Hiller (Pluribus: Please, Carol)

Outstanding Guest Actress

Winner: Shailene Woodley (Paradise: Graceland)

My Ranking:

1.Shailene Woodley (Paradise: Graceland)
2.Brittany Allen (The Pitt: 3:00 P.M.)
3.Tina Ivlev (The Pitt: 1:00 P.M.)
4.Miriam Shor (Pluribus: We Is Us)
5.Tal Anderson (The Pitt: 5:00 P.M.)
6.Merritt Wever (The Gilded Age: Marrage Is a Gamble)

Limited/Anthology/TV Movie

Outstanding Limited or Anthology Series

Frontunner: DTF St. Louis
Spoiler: Beef

My Ranking:

1.DTF St. Louis
2.Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette
3.Beef
4.The Beast in Me
5.All Her Fault

Outstanding Movie

Winner: Remarkably Bright Creatures

My Ranking:

1.Remarkably Bright Creatures
2.People We Meet On Vacation
3.Miss You, Love You
4.Tom Clancy’s Jack Ryan: Ghost War
5.Heads of State

Outstanding Directing

Winner: DTF St. Louis

My Ranking:

1.Beef: Oh, the Comfort, the Inexpressible Comfort
2.DTF St. Louis
3.Beef: It Will Stay This Way and You Will Obey
4.Black Rabbit: The Black Rabbits

Outstanding Writing

Winner: DTF St. Louis

My Ranking:

1.DTF St. Louis
2.Beef: All the Things We’re Never Going to Have
3.The Beast in Me: Sick Puppy
4.Death by Lightning
5.All Her Fault: Episode 8

Outstanding Casting

Winner: Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette

My Ranking:

1.Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette
2.Beef
3.DTF St. Louis
4.The Beast in Me
5.All Her Fault

Outstanding Lead Actor

Frontunner: Oscar Isaac (Beef)
Spoiler: Matthew Rhys (The Beast in Me)

My Ranking:

1.Oscar Isaac (Beef)
2.Riz Ahmed (Bait)
3.Matthew Rhys (The Beast in Me)
4.Jason Bateman (Black Rabbit)
5.Charlie Hunnam (Monster: The Ed Gein Story)

Outstanding Lead Actress

Frontunner: Carey Mulligan (Beef)
Spoiler: Sally Field (Remarkably Bright Creatures)

My Ranking:

1.Sarah Pidgeon (Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette)
2.Sally Field (Remarkably Bright Creatures)
3.Carey Mulligan (Beef)
4.Claire Danes (The Beast in Me)
5.Sarah Snook (All Her Fault)

Outstanding Supporting Actor

Winner: David Harbour (DTF St. Louis: Amphezyne)

My Ranking:

1.David Harbour (DTF St. Louis: Amphezyne)
2.Richard Gadd (Half Man)
3.Nick Offerman (Death by Lightning: Destiny of the Republic)
4.Jason Bateman (DTF St. Louis: No One’s Normal. It Just Looks That Way from Across the Street)
5.Charles Melton (Beef: It Will Stay This Way and You Will Obey)
6.Richard Jenkins (DTF St. Louis: No One’s Normal. It Just Looks That Way from Across the Street)

Outstanding Supporting Actress

Winner: Linda Cardellini (DTF St. Louis: Missouri Mutual Life & Health Insurance Company)

My Ranking:

1.Laurie Metcalf (Monster: The Ed Gein Story: Mother)
2.Constance Zimmer (Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette: Search and Recovery)
3.Linda Cardellini (DTF St. Louis: Missouri Mutual Life & Health Insurance Company)
4.Youn Yuh-jung (Beef: It Will Stay This Way and You Will Obey)
5.Joy Sunday (DTF St. Louis: No One’s Normal. It Just Looks That Way from Across the Street)
6.Dakota Fanning (All Her Fault: Episode 6)

Variety

Outstanding Variety Series

Frontunner: The Late Show with Stephen Colbert
Spoiler: Jimmy Kimmel Live!

My Ranking:

1.The Late Show with Stephen Colbert
2.The Daily Show
3.Last Week Tonight with John Oliver
4.Saturday Night Live
5.Jimmy Kimmel Live!

Outstanding Variety Special (Live)

Winner: The Apple Music Super Bowl LX Halftime Show Starring Bad Bunny

My Ranking:

1.The Apple Music Super Bowl LX Halftime Show Starring Bad Bunny
2.The Oscars
3.83rd Annual Golden Globes
Nicht gesehen: 68th Annual Grammy Awards
Nicht gesehen: 78th Annual Tony Awards

Outstanding Variety Special (Pre-Recorded)

Winner: The Muppet Show

My Ranking:

1.The Muppet Show
2.Taylor Swift | The Eras Tour | The Final Show
3.Nikki Glaser: Good Girl
4.Dave Chappelle: The Unstoppable
5.Wicked: One Wunderful Night

Outstanding Directing (Variety Series)

Winner: The Late Show with Stephen Colbert: The Late Show with Stephen Colbert Finale

My Ranking:

1.The Late Show with Stephen Colbert: The Late Show with Stephen Colbert Finale
2.Saturday Night Live: Host Oliva Rodrigo
3.Jimmy Kimmel Live: Guests Robert de Niro as the New FCC Chair…

Outstanding Directing (Variety Special)

Winner: The Apple Music Super Bowl LX Halftime Show Starring Bad Bunny

My Ranking:

1.Taylor Swift | The Eras Tour | The Final Show
2.The Apple Music Super Bowl LX Halftime Show Starring Bad Bunny
3.Wanda Sykes: Legacy
4.Dave Chappelle: The Unstoppable
Nicht gesehen: 78th Annual Tony Awards

Outstanding Writing (Variety Series)

Winner: The Late Show with Stephen Colbert

My Ranking:

1.Last Week Tonight with John Oliver
2.The Late Show with Stephen Colbert
3.Jimmy Kimmel Live!

Outstanding Writing (Variety Special)

Winner: The Muppet Show

My Ranking:

1.Nikki Glaser: Good Girl
2.The Muppet Show
3.Chris Fleming: Live at the Palace
4.The Oscars
5.Wanda Sykes: Legacy