2014 war kein gutes Jahr für Videospiele – ich möchte da nichts beschönigen. Fast jeder auf Hochglanz polierte Triple-A Titel hat in irgendeiner Weise enttäuscht. In manchen Fällen waren vielleicht die Erwartungen zu hoch gesteckt (Destiny), in anderen vergraulte ein Publisher mit zu viel Masse anstatt Klasse (Assassins Creed Unity, Far Cry 4). Kaum ein Spiel ging nennenswerte Experimente ein und die Anzahl der klassischen 90-Punkte-Kandidaten (die ich langfristig oft als All-Time-Classics bezeichne) ist so niedrig wie in den frühen 1980er Jahren, wo bedeutend weniger Titel erschienen sind.
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The Awardian: Best Game Soundtracks 2014
Das Jahr 2014 ist längst rum, doch trotzdem braucht es etwas Zeit, um es auch richtig „sacken“ zu lassen. Und passend zur GDC, die gestern ihre GOTY-Riege präsentierte, starte ich nun auch hier auf Awardian eine kleine Serie von Artikeln, die meine persönlichen Highlights würdigen soll.
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GDC Award 2014/2015: Gewinner
Der bisweilen renomierteste Award der Spielebranche, der sich am ehesten als Oscar-Äquivalent bezeichnen darf, hat auf der Gamer Developers Conference die besten Spiele des Jahres 2014 gekürt. Und nach dem Scherbenhaufen, der bei den Nominierungen zustande kam (dazu gleich mehr), schwankt die Siegerliste immerhin zwischen wenig überraschen und eigentlich ganz ordentlich.
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Selma
Wann ist es notwendig, uns auf die Vergangenheit aufmerksam zu machen? Haben wir solch Themen wie Holocaust oder Rassenhass nicht zur Genüge aufgearbeitet? Müssten sie nicht längst in all unseren Köpfen manifestiert sein? Und wozu brauchen wir dann noch mehr Filme, die uns auf die Ungerechtigkeiten der letzten Jahrzehnte aufmerksam machen, wenn wir es doch nach all der Scheiße, die in der Geschichte der Menschheit passiert ist, besser wissen MÜSSTEN?
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American Sniper
Eines der größten Probleme, die ein guter Kritiker in meinen Augen bewältigen muss, ist die Akzeptanz von Meinungen, die er in seinem Privatleben nicht tolerieren kann – dies betrifft vorrangig solch heikle Themen wie Religion oder Politik. Denn auch wenn der überzeugte Atheist nicht mit der Botschaft von Cecil B. DeMilles Die zehn Gebote klar kommt, so sollte er in seiner Rolle als Kritiker den Film an sich trotzdem für seine Leistungen würdigen können.
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Oscar-Gewinner 2014/2015: Birdman über alles
Bis zum Schluss habe ich hin und her überlegt – also nicht, wer den Oscar gewinnt… sondern wem ich es am meisten wünsche. Unmittelbar davor habe ich mir extra noch einmal Birdman und Boyhood angeschaut. Ich entschied mich letztlich für letzteren Film… und nach der Verleihung habe ich die traurige Gewissheit, dass er für mich die „richtige“ Wahl gewesen wäre.
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Oscar-Tippschein 2014/2015
Rien ne va plus, nichts geht mehr, morgen Nacht sind die Oscars – und in diesem Jahr habe ich einen neuen Rekord geschafft, was das Anschauen der nominierten Filmen anbelangt: Mir fehlen gerade mal fünf Stück, die in irgendeiner Form nominiert sind – darunter zwei, die „nur“ in der Kategorie „Bester Song“ dabei sind. Die anderen drei lauten Song of the Sea, Still Alice und (leider) American Sniper. Aber davon abgesehen standen diesmal sogar alle Dokumentarkurzfilme für Normalsterbliche wie mich zur Verfügung, die mit ihren beiden Füßen in Deutschland geblieben sind. Und bevor einer fragt: Ja, alles in legaler Form… iTunes, Vimeo und Netflix machen es möglich.
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Oscar-Analyse: Bester fremdsprachiger Film
Viele Cineasten beschweren sich alle Jahre wieder, die Oscar-Verleihung sei zu amerikanisch ausgerichtet – und würde allenfalls mal einen Briten zu Wort kommen lassen. Dabei ist man sich dieser Problematik durchaus bewusst, weshalb es eben die Kategorie des fremdsprachigen Filmes gibt. Dort erhalten eben jene Werke eine echte Chance auf Gold, die den Academy-Wähler trotz ihrer “befremdlichen“ Art allein mit ihrer Qualität überzeugen können.
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Oscar-Analyse: Bester animierter Kurzfilm
Die dritte Kategorie der Kurzfilme ist speziell für animierte Kleinmeisterwerke gedacht. Im Gegensatz zu den “großen“ Brüdern verlassen sich die Regisseure selten auf Computertechnologie und sind eher bekannt für ihre ausgefallene Form der Trickumsetzung.
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Oscar-Analyse: Bester Dokumentarkurzfilm
Yeah, eine Premiere: Zum ersten Mal konnte ich alle fünf für einen Oscar nominierten Dokumentarkurzfilme sehen! Jubel! Trubel! Heiterkeit! … Ey, aufwachen, da hinten!