{"id":6163,"date":"2017-02-26T09:15:07","date_gmt":"2017-02-26T07:15:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theawardian.de\/?p=6163"},"modified":"2017-02-26T09:22:09","modified_gmt":"2017-02-26T07:22:09","slug":"oscar-tippschein-20162017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theawardian.de\/?p=6163","title":{"rendered":"Oscar-Tippschein 2016\/2017"},"content":{"rendered":"<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Film<\/span><\/h2>\n<p>Das Rennen um den besten Film des Jahres 2016 war eigentlich bereits nach dem ersten Trailer von <b>La La Land<\/b> gelaufen: Der Film ist thematisch genau das \u201eDing\u201c der Academy, wundervoll in Szene gesetzt und mit einem absolut fantastischen Ende gekr\u00f6nt. Vieles erinnert vom Erfolgsrezept her an <b>The Artist<\/b>, ebenfalls ein Film mit vielen Hommagen an alte Klassiker und trotzdem gen\u00fcgend Eigenst\u00e4ndigkeit.<\/p>\n<p><!--more-->Statistisch gesehen sieht es dank der 14 Nominierungen auch mehr als exzellent aus und nur die fehlende Ensemblenominierung beim SAG Award l\u00e4sst den einen oder anderen Oscar-Experten zweifeln. Das Problem ist jedoch, dass es keinen klaren Konkurrenten gibt. Schlie\u00dflich wurden <b>Moonlight, Manchester by the Sea, Hidden Figures<\/b> und <b>Lion<\/b> allesamt als glaubw\u00fcrdige Herausforderer benannt. Zudem hilft das Preferential Voting System, weshalb in dieser Kategorie kein einzelner Gewinner getippt sondern von jedem W\u00e4hler eine Rangliste verlangt wird. Wer beispielsweise den Golden-Globe-Rekordgewinn bem\u00e4ngelt, den <b>La La Land<\/b> vor \u00fcber einem Monat eingefahren hat, der wird sicherlich nicht deswegen den Film auf den letzten Platz setzen&#8230;.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> La La Land<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Moonlight<br \/>\n<b>My vote:<\/b> La La Land<br \/>\n<b>Missing:<\/b> The Salesman<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. La La Land<br \/>\n2. Arrival<br \/>\n3. Lion<br \/>\n4. Moonlight<br \/>\n5. Manchester by the Sea<br \/>\n6. Hacksaw Ridge<br \/>\n7. Fences<br \/>\n8. Hell or High Water<br \/>\n9. Hidden Figures<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Regie<\/span><\/h2>\n<p>Er hat den DGA gewinnen und er wird auch den Oscar kassieren: Damien Chazelle ist drauf und dran, der j\u00fcngste \u201eBest Director\u201c-Gewinner in der Geschichte der Academy Awards zu werden. Und das auch v\u00f6llig zurecht, denn es ist seine Vision und seine Liebe zur Filmkunst, die <b>La La Land<\/b> so stark machen. Nahezu jede Szene wirkt perfekt und der stetig dynamische Tempowechsel ist wegweisend wie atemberaubend.<\/p>\n<p>Sollte es einen Schocker geben, dann einzig und allein in Form von Barry Jenkins \u2013 als potenziell erster schwarzer Preistr\u00e4ger dieser Kategorie.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> Damien Chazelle (La La Land)<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Barry Jenkins (Moonlight)<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Damien Chazelle (La La Land)<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Gareth Davis (Lion)<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Damien Chazelle (La La Land)<br \/>\n2. Barry Jenkins (Moonlight)<br \/>\n3. Denis Villeneuve (Arrival)<br \/>\n4. Mel Gibson (Hacksaw Ridge)<br \/>\n5. Kenneth Lonergan (Manchster by the Sea)<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Hauptdarsteller<\/span><\/h2>\n<p>Dieses Rennen ist derart eng, dass ich selbst mit meiner pers\u00f6nlichen Rangliste f\u00fcrchterliche Probleme hatte. Casey Affleck ist dem Rest einen Hauch \u00fcberlegen, eine Nuance authentischer, als der ganz klar auf die Theaterb\u00fchne, aber daf\u00fcr umso emotionaler abgestimmte Denzel Washington.<\/p>\n<p>Affleck hat zahlreiche Preise und den Golden Globe kassiert, jedoch sich aufgrund eines aufkeimenden Vorwurfs der sexuellen N\u00f6tigung keinen Gefallen getan. Washington hingegen gewann halb \u00fcberraschend den Screen Actor Award \u2013 die Frage ist nur: Rein wegen der Performance oder mehr weil ihm dieser Preis noch in seiner Sammlung fehlte? Bei den Oscars w\u00e4re es jedenfalls sein dritter, was sehr selten ist.<\/p>\n<p>Doch passt mir auf Ryan Gosling auf: Wenn sich Affleck und Washington gegenseitig die Stimmen stehlen und gen\u00fcgend <b>La-La-Land<\/b>-Fanboys den Film \u00fcberall ankreuzen, wo er vertreten ist, dann k\u00f6nnte dies die \u00dcberraschung des Abends sein.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> Denzel Washington (Fences)<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Casey Affleck (Manchester by the Sea)<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Casey Affleck (Manchester by the Sea)<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Sunny Pawar (Lion)<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Casey Affleck (Manchester by the Sea)<br \/>\n2. Denzel Washington (Fences)<br \/>\n3. Ryan Gosling (La La Land)<br \/>\n4. Andrew Garfield (Hacksaw Ridge)<br \/>\n5. Viggo Mortenson (Captain Fantastic)<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Hauptdarstellerin<\/span><\/h2>\n<p>Warum zum Geier hat die Academy ausgerechnet Amy Adams in ihrer besten Rolle ihres Lebens nicht nominiert? Sie h\u00e4tte zwar keine Chance gegen den <b>La-La-Land<\/b>-Zug gehabt, aber meine Stimme sicher gehabt.<\/p>\n<p>So mancher Oscarwatcher m\u00f6chte jedenfalls Isabelle Huppert gewinnen sehen, deren Leistung f\u00fcr mich jedoch zu sehr \u201eHit or Miss\u201c riecht \u2013 was bei einem Film von Paul Verhoeven auch nicht verwundern sollte. Und die gute Natalie Portman wirkt zwar einerseits \u201eperfekt\u201c, aber andererseits \u201egezwungen\u201c. Deshalb ist mein pers\u00f6nlicher Underog Meryl Streep, zum einen wegen ihrer furiosen Golden-Globe-Rede (ja, das kann ein Z\u00fcnglein an der Waage sein) und zum anderen weil niemand absichtlich so schei\u00dfe singen kann, wie sie.<\/p>\n<p>Doch seien wir ehrlich: Gegen Emma Stones brillantes Minenspiel hat dieses Jahr keiner eine Chance. Ihre Rolle ist auch genau von dem Kaliber, den die Academy in j\u00fcngster Zeit am liebsten ausgezeichnet hat.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> Emma Stone (La La Land)<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Meryl Streep (Florence Foster Jenkins)<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Emma Stone (La La Land)<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Amy Adams (Arrival)<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Emma Stone (La La Land)<br \/>\n2. Meryl Streep (Florence Foster Jenkins)<br \/>\n3. Natalie Portman (Jackie)<br \/>\n4. Isabelle Huppert (Elle)<br \/>\n5. Ruth Negga (Loving)<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Nebendarsteller<\/span><\/h2>\n<p>F\u00fcr das Protokoll: Liebend gerne h\u00e4tte ich unter \u201eMissing\u201c Hugh Grant f\u00fcr seine grenzgeniale Vorstellung in <b>Florence Foster Jenkins<\/b> erw\u00e4hnt. Aber seien wir ehrlich: Er ist der Hauptdarsteller, durch und durch.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte man auch \u00fcber Dev Patel sagen, aber seine Rolle in <b>Lion<\/b> betrachte ich als Grenzfall. Schlie\u00dflich erscheint er erst in der zweiten H\u00e4lfte des Filmes und dominiert die Leinwand. Was mich \u00fcberaus freut, denn bereits bei <b>Slumdog Million\u00e4r<\/b> wusste ich, dass der Junge mehr als nur naiv gucken kann.<\/p>\n<p>Doch aus irgendwelchen Gr\u00fcnden gilt <b>Mahershala Ali<\/b> als der Frontrunner unter den Oscar-Experten&#8230; und in der Tat hat er auch den wichtigsten Preis, n\u00e4mlich den Screen Actor, eingeheimst. Mir selbst ist seine Leistung etwas zu gew\u00f6hnlich \u2013 doch tippe ich bewusst auf ihn anstatt auf Patel, weil mir sonst meine lieben Leser ein \u201eWishful Thinking\u201c vorwerfen&#8230;<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> Mahershala Ali (Moonlight)<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Dev Patel (Lion)<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Dev Patel (Lion)<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Trevante Rhodes (Moonlight)<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Dev Patel (Lion)<br \/>\n2. Jeff Bridges (Hell or High Water)<br \/>\n3. Mahershala Ali (Moonlight)<br \/>\n4. Nocturnal Animals (Nocturnal Animals)<br \/>\n5. Lucas Hedges (Manchester by the Sea)<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Nebendarstellerin<\/span><\/h2>\n<p>Viola Davis ist ebenfalls ein Grenzfall, ein noch h\u00e4rterer als Dev Patel um genau zu sein. Aber soll ich ehrlich sein? Alicia Vikander f\u00fcr <b>The Danish Girl<\/b> oder Rooney Mara f\u00fcr <b>Carol<\/b> waren im letzten noch viel mehr Haupt- anstatt Nebendarsteller. In der Tat kann Davis Entscheidung nachvollziehen, warum sie sich in <b>Fences<\/b> als Supporting betrachtet \u2013 denn im Grunde ist das St\u00fcck von August Wilson eine One-Man-Show f\u00fcr Denzel Washington.<\/p>\n<p>Das macht sie in dieser Kategorie zur haushohen Favoritin, zudem die gute Frau bereits vor f\u00fcnf Jahren f\u00fcr <b>The Help<\/b> gewinnen sollte.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> Viola Davis<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> &#8211;<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Viola Davis<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Viola Davis (Fences)<br \/>\n2. Nicole Kidman (Lion)<br \/>\n3. Michelle Williams (Manchester by the Sea)<br \/>\n4. Naomie Harris (Moonlight)<br \/>\n5. Octavia Spencer (Hidden Figures)<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Filmschnitt<\/span><\/h2>\n<p>Der Filmschnitt von <b>La La Land<\/b> ist zwar nicht so stark wie jener in Chazelles Erstlingswerk <b>Whiplash<\/b>, der vom gleichen Cutter stammt \u2013 aber daf\u00fcr ist die Konkurrenz in diesem Jahr auch deutlich schw\u00e4cher. Abseits von <b>Arrival<\/b>, dessen Schnitt mehr aufgrund der Erz\u00e4hlstruktur auff\u00e4llt, konnte ich keine weitere, besonders starke Leistung in diesem Jahr entdecken. Einzig das nicht nominierte <b>Fences<\/b> ist mir aus nicht ganz erkl\u00e4rbaren Gr\u00fcnden positiv aufgefallen.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> La La Land<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Arrival<br \/>\n<b>My vote:<\/b> La La Land<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Fences<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. La La Land<br \/>\n2. Arrival<br \/>\n3. Hacksaw Ridge<br \/>\n4. Hell or High water<br \/>\n5. Moonlight<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bestes Originaldrehbuch<\/span><\/h2>\n<p>Ja, ich mag das Drehbuch von <b>La La Land<\/b> lieber als das von <b>Manchester by the Sea<\/b>. Dies ist ein klassischer Fall von \u201egeile Idee\u201c versus \u201etiefgr\u00fcndig-glaubw\u00fcrdige Dialoge\u201c. W\u00e4hrend <b>La La LandManchester by the Sea<\/b> eine bemerkenswerte Charaktertiefe.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> Manchester by the Sea<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> La La Land<br \/>\n<b>My vote:<\/b> La La Land<br \/>\n<b>Missing:<\/b> The Salesman<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. La La Land<br \/>\n2. Manchester by the Sea<br \/>\n3. The Lobster<br \/>\n4. Hell or High Water<br \/>\nNot Seen: 20th Century Women<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bestes adaptiertes Drehbuch<\/span><\/h2>\n<p>Es ist die Chance des Abends, Barry Jenkins f\u00fcr sein fabelhaftes <b>Moonlight<\/b> zu honorieren \u2013 auch wenn ich als Sci-Fi-Fan die Cleverness von <b>Arrival<\/b> bevorzuge. Interessanterweise haben BEIDE Filme den Writer Guild Award abger\u00e4umt \u2013 weil dort <b>Moonlight<\/b> unter \u201eOriginal Screenplay\u201c z\u00e4hlte. Allein aus diesem Grunde sind beide Drehbuchoscars alles ander als in Stein gemeiselt.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> Moonlight<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Arrival<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Arrival<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Nocturnal Animals<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Arrival<br \/>\n2. Moonlight (*)<br \/>\n3. Fences<br \/>\n4. Lion<br \/>\n5. Hidden Figures<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Kamera<\/span><\/h2>\n<p>Bis zuletzt war ich mir sicher, dass in dieser Kategorie niemand <b>La La Land<\/b> schlagen k\u00f6nnte \u2013 und dann hab ich <b>Lion<\/b> gesehen und verstanden, wieso die ASC-Gilde ihren Preis an Greig Fraser anstatt Linus Sandgren vergeben haben. Die Szenen in Indien sehen jedenfalls verboten sch\u00f6n aus, egal ob aus direkter N\u00e4he oder per weit entferner Hubschrauberperspektive.<\/p>\n<p>Trotzdem sehe ich <b>La La Land<\/b> weiterhin als den Gewinner bei den Oscars. Die Academy tendiert mehr dazu, den episch wirkenden Film auszuzeichnen und hier hat Chazelles Werk allein dank der grandiosen Anfangsszene die Nase vorne.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> La La Land<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Lion<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Lion<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Hell or High Water<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Lion<br \/>\n2. La La Land<br \/>\n3. Arrival<br \/>\n4. Moonlight<br \/>\nNot Seen: Silence<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bestes Produktionsdesign<\/span><\/h2>\n<p>So sehr ich <b>La La Land<\/b> auch mag: Das Produktionsdesign beziehungsweise die Ausstattung sollte in meinen Augen keinen Oscar kriegen. Daf\u00fcr w\u00e4re dies eigentlich die Chance der Academy, wahlweise das tolle Sci-Fi-Epos <b>Arrival<\/b> oder endlich mal das Harry-Potter-Universum mit <b>Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden<\/b> auszuzeichnen. Weil jedoch ein klarer Favorit fehlt, tippe ich dann doch auf einen Durchmarsch seitens <b>La La Land<\/b><\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> La La Land<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Arrival<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Arrival<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Hidden Figures<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Arrival<br \/>\n2. Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden<br \/>\n3. Passengers<br \/>\n4. La La Land<br \/>\n5. Hail Caesar<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Kost\u00fcme<\/span><\/h2>\n<p>Hier sieht es f\u00fcr anders herum aus als in Punkto Kamera und Produktionsdesign: Eigentlcih w\u00fcrde ich ohne zu z\u00f6gern auf <b>La La Land<\/b> tippen, schlicht weil sich mir die satten Farben der Kost\u00fcme tief in mein Ged\u00e4chtnis eingraben haben. Aber rein statistisch schaut es f\u00fcr die sehr authentisch gestaltete Kleidung in <b>Jackie<\/b> deutlich besser aus, dank einem Sieg bei den BAFTAs sowie dem Critics Choice Award und einer Academy, die in Punkto Kost\u00fcme eher Historienfilme anstatt \u201emoderne Werke\u201c w\u00fcrdigt.<\/p>\n<p>Es sei gleich hinterher gesagt, dass <b>Jackie<\/b> den zugeh\u00f6rigen Gildenpreis \u00fcberraschend verloren hat \u2013 obwohl es dort dank mehrere Kategorien gar nicht erst mit <b>La La Land<\/b> konkurrieren musste. Nein, die Gilden haben lieber <b>Hidden Figures<\/b> honoriert \u2013 das wiederum bei den Oscars fehlt.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> Jackie<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> La La Land<br \/>\n<b>My vote:<\/b> La La Land<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Hidden Figures<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. La La Land<br \/>\n2. Jackie<br \/>\n3. Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden<br \/>\n4. Allied<br \/>\n5. Florence Foster Jenkins<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bestes Make-up und Haarstyling<\/span><\/h2>\n<p>Was f\u00fcr eine Mischung&#8230; man k\u00f6nnte auch sagen: Was letztes Jahr das Quintett f\u00fcr \u201eBest Original Song\u201c war, ist diesmal dieses Trio f\u00fcr \u201eBest Makeup &amp; Hairstyling\u201c. Jedenfalls f\u00fchlt sich keiner der Kandidaten wie ein potenzieller \u201eSieger\u201c an: <b>Suicide Squad<\/b> hat das aufw\u00e4ndigste Makeup, ist aber mit Abstand der schlechteste und unbeliebteste Film. <b>Ein Mann namens Ove<\/b> hat das realistisches Makeup, doch wie viele Academy-W\u00e4hler haben das schwedische Dramedy gesehen? Und <b>Star Trek Beyond<\/b>? Nun, ich wei\u00df nicht&#8230; die St\u00e4rken des Makeups wurden hier eigentlich schon mit dem ersten Revival von J.J. Abrams genug gew\u00fcrdigt&#8230; Hier h\u00e4tte man wirklich <b>Jackie<\/b> den Vorrang geben sollen.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> Suicide Squad<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Star Trek Beyond<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Suicide Squad<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Jackie<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Suicide Squad<br \/>\n2. Ein Mann namens Ove<br \/>\n3. Star Trek Beyond<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste visuellen Effekte<\/span><\/h2>\n<p>Wisst ihr eigentlich, dass die Bohrinsel in <b>Deepwater Horizon<\/b> ein reales Set ist? Und von der Gr\u00f6\u00dfe her bis auf Dreiviertel einer realen gleicht? Und das die ganzen Explosionen \u201eecht\u201c sind? Nein? Tja, die Academy wohl auch nicht \u2026 weshalb mein pers\u00f6nlicher Favorit keine Chance hat.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr tippt die ganze Welt auf Jon Favreaus <b>The Jungle Book<\/b>, was ich wiederum nur schwer verstehen kann \u2013 denn der Film trieft nur so vor CGI und viel zu grellen Farben.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> The Jungle Book<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Kubo and the Two Strings<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Deepwater Horizon<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Arrival<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Deepwater Horizon<br \/>\n2. Kubo \u2013 Der Tapfere Samurai<br \/>\n3. Doctor Strange<br \/>\n4. The Jungle Book<br \/>\n5. Rogue One<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Tonabmischung<\/span><\/h2>\n<p>Gebt Kevin O&#8217;Connell endlich seinen Oscar! 21 mal ist er nun nominiert, auf einen Sieg wartet er immer noch \u2013 und eigentlich h\u00e4tte er ihn auch f\u00fcr das einwandfrei abgemischte <b>Hacksaw Ridge<\/b> verdient. Schlie\u00dflich sind die Explosionen knackig laut und die Dialoge trotzdem einwandfrei zu verstehen. Aber: Tippe bei einer Oscar-Verliehung niemals gegen ads Musical \u2013 erst recht nicht, wenn es beim Best-Picture-Rennen dabei ist.<\/p>\n<p>O&#8217;Connells Hoffnungen sind zweierlei: Zum einen k\u00f6nnte <b>La La Land<\/b> \u00e4hnlich wie vor sechzehn Jahren <b>Moulin Rouge<\/b> dann doch ausnahmsweise gegen einen Kriegsfilm verlieren. Und zum anderen gibt es erstaunlich viele Kritiker, die <b>La La Land<\/b> trotz seiner hohen Qualit\u00e4ten gerade in der Tonabmischung kritisieren. Zumindest scheint es Probleme bei so manchem Kinoequipment zu geben&#8230; Die Frage ist nur: Wei\u00df das die Academy, die sich ihr Zeugs inzwischen am heimischen Bildschirm und auf DVD-Screenern anschaut?<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> La La Land<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Hacksaw Ridge<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Hacksaw Ridge<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Deepwater Horizon<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Hacksaw Ridge<br \/>\n2. La La Land<br \/>\n3. Rogue One<br \/>\n4. 13 Hours<br \/>\n5. Arrival<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Toneffekte<\/span><\/h2>\n<p>Das ist mein Ernst: Die Sound-Editing-Nominierung f\u00fcr <b>La La Land<\/b> ist der deutlichste Beweis daf\u00fcr, dass der Film Best Picture sicher hat. Denn w\u00e4hrend die Tonabmischung von Musicals mit einem Fingeschnippsen nominiert werden, ist so etwas in Punkto Toneffekte eine Premiere (!). Klar: W\u00e4hrend einer Musicalnummer gibt es eher wenige, k\u00fcnstliche hinzug\u00fcgte Ger\u00e4usche. Das gilt eigentlich auch f\u00fcr <b>La La Land<\/b> und trotzdem hat die Gruppe der Sound Editor einen ungeh\u00f6rten Tabubruch begangen.<\/p>\n<p>Gewinnen d\u00fcrfte <b>La La Land<\/b> in diesem Fall allerdings nicht \u2013 und wenn doch, dann kriegt auch Ryan Gosling seinen Oscar. Im Ernst: Dieses Rennen l\u00e4uft zwischen den tollen Aliensounds aus <b>Arrival<\/b> und dem klassischen Krachbumm eines <b>Hacksaw Ridge<\/b>. Die Frage ist: Welchen Film m\u00f6chte die Academy lieber auszeichnen? Das konservative Lager ist sicherlich geschlossen f\u00fcr letzteren&#8230;<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> Hacksaw Ridge<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Arrival<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Arrival<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Arrival<br \/>\n2. Hacksaw Ridge<br \/>\n3. Deepwater Horizon<br \/>\n4. Sully<br \/>\n5. La La Land<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Musik<\/span><\/h2>\n<p>Hu hu, ha ha, ja, \u00e4h, viel Gl\u00fcck beim n\u00e4chsten Mal? Dies ist der sicherste (!) Oscar f\u00fcr <b>La La Land<\/b>, schlicht weil die Musik herrlich verspielt und ungeschlagen eing\u00e4ngig ist. Selbst wenn das ebenfalls \u00fcberall hochgelobte <b>Arrival<\/b> h\u00e4tte nominiert werden d\u00fcrfen, dann h\u00e4tte Johann Johannson ein drittes Mal auf seinem Platz sitzend zuschauen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die f\u00fcnf nominierten Soundtracks allesamt Nominierungsw\u00fcrdig sind, frage ich mich ernsthaft: Was zum Geier muss Abel Korzeniowski noch machen, damit er sich endlich Academy-Award-Nominee nennen darf? Sein Thema zu <b>Nocturnal Animals<\/b> ist mal wieder traumhaft und der geb\u00fcrtige Pole beweist erneut, dass er derzeit der Meister der Streichinstrumente ist.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> La La Land<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> &#8211;<br \/>\n<b>My vote:<\/b> La La Land<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Nocturnal Animals &amp; Arrival<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. La La Land<br \/>\n2. Lion<br \/>\n3. Passengers<br \/>\n4. Moonlight<br \/>\n5. Jackie<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Song<\/span><\/h2>\n<p>Fun Fact: W\u00e4re <b>La La Land<\/b> vor zehn Jahren erschienen, dann h\u00e4tte der Film vermutlich 15 Nominierung erreicht und somit <b>Titanic &amp; All About Eve<\/b> hinter sich gelassen. Denn damals waren mehr als zwei Song-Nominierungen pro Film erlaubt und die brillante Anfangsnummer h\u00e4tte ebenfalls einen Platz gefunden \u2013 in jedem Fall vor <b>Trolls<\/b>.<\/p>\n<p>Das <b>Jim: The James Foley Story<\/b> hier nominiert ist, \u00fcberrascht \u00fcbrigens keinen Oscar-Experten mehr. Der Songschreiber J. Ralph hatte bereits zuvor zwei Oscarnominierung f\u00fcr v\u00f6llig unbekannte Dokumentarfilm-Songs abgestaubt. Deshalb tippe ich darauf, dass diese dritte hier nicht seine letzte sein wird \u2013 irgendetwas scheint der Academy jedenfalls an den seichten Melodien und den zum Nachdenken angeregten Texten zu gefallen.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> City of Stars (La La Land)<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Audition (The Fools Who Dream) (La La Land)<br \/>\n<b>My vote:<\/b> City of Stars (La La Land)<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Never Give Up (Lion)<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. City of Stars (La La Land)<br \/>\n2. Audition (The Fools Who Dream) (La La Land)<br \/>\n3. How Far I&#8217;ll Go (Vaiana)<br \/>\n4. Can&#8217;t Stop the feeling (Trolls)<br \/>\n5. The Empty Chair (Jim: The James Foley Story)<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Dokumentarfilm<\/span><\/h2>\n<p>Ist es fair, dass <b>O.J. Made in America<\/b> f\u00fcr einen Oscar nominiert ist? Oder ist das 8 Stunden-Monster nicht eher eine Mini-Serie, die bei den Emmys Platz finden sollte? Ja und nein: Denn gleichwohl die Dokumentation in f\u00fcnf Teile aufgespalten ist, wirkt sie wie aus einem Guss und wurde zurecht als ein zusammenh\u00e4ngender Film eingereicht.<\/p>\n<p>L\u00e4sst man m\u00f6gliche Bedenken bez\u00fcglich der Regeln au\u00dfen vor, dann ist das hier eine ganz klare Kiste: <b>O.J.: Made in America<\/b> MUSS diesen Oscar gewinnen. Ezra Edelman hat nicht einfach den Fall von O.J. Simpson aufgerollt, sondern erkl\u00e4rt auf fabelhafte wie ausschweifende Weise, wie es \u00fcberhaupt zu dem spektakul\u00e4ren Freispruch kommen konnte. In den acht Stunden steckt einfach verdammt viel drin, weshalb die Konkurrenz keine Chance hat \u2013 au\u00dfer die Academy m\u00f6chte Trump einen Stinkefinger mehr geben und schie\u00dft sich mit <b>Fire at Sea<\/b> voll auf die Fl\u00fcchtlingsproblematik ein.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> O.J: Made in America<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Fire at Sea<br \/>\n<b>My vote:<\/b> O.J: Made in America<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. O.J.: Made in America<br \/>\n2. 13th<br \/>\n3. Fire at Sea<br \/>\n4. Life, Animated<br \/>\nNot Seen: I Am Not Your Negro<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester fremdsprachiger Film<\/span><\/h2>\n<p>Das hier ist eines der st\u00e4rksten Quintetts, das ich je unter den nominierten Foreign-Language-Filmen gsehen habe. Abseits von <b>Tanna<\/b> (ebenfalls ein gutes, aber nicht ganz so grandioses Werk) h\u00e4tte jedes Werk den Oscar verdient und entsprechend unklar ist es, wer letztlich siegen wird.<\/p>\n<p>Die meisten tippen auf den deuschen Beitrag <b>Toni Erdmann<\/b> \u2013 aber da glaub ich nicht so wirklich dran. Dazu ist der Film zu lang und die starken Szenen kommen viel zu sp\u00e4t. Nicht vergessen: Der gestresste Academy-W\u00e4hler schaltet gnadenlos nach einer Viertelstunde ab, wenn er sich gelangweilt f\u00fchlt. Zudem sind die Highlights von einem bizarren Humor getr\u00e4nkt, der nicht wirklich zum Oscar-Juroren passt.<\/p>\n<p>Nein, ich tippe auf einen politischen Sieg: Mit <b>The Salesman<\/b> w\u00fcrde Asghar Farhadi zum zweiten Mal gewinnen und das zu einer Zeit, wo der Predator-in-Chief den geb\u00fcrtigen Iraner gar nicht erst ins Land einreisen lassen w\u00fcrde. Ganz davon abgesehen ist es <b>The Salesman<\/b> der in meinen Augen beste Film, der genau wie <b>Nader und Simin: Eine Trennung<\/b> von einer starken Charakterentwicklung lebt.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> The Salesman<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Alles au\u00dfer Tanna<br \/>\n<b>My vote:<\/b> The Salesman<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Elle<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. The Salesman<br \/>\n2. Toni Erdmann<br \/>\n3. Ein Mann namens Ove<br \/>\n4. Land of Mine<br \/>\n5. Tanna<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester animierter Film<\/span><\/h2>\n<p>Auch diese Gruppe ist richtig stark, weshalb ich den Sieg erneut den ersten vier Kandidaten meines eigenen Rangliste g\u00f6nnen w\u00fcrde. Ich tippe hier auch ausnahmsweise gegen die Str\u00f6mung und behaupte, dass die Thematik von Vaiana eher dem Geschmack der Academy trifft.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> Vaiana<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Zootopia<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Mein Leben als Zucchini<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Finding Dory<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Mein Leben als Zucchini<br \/>\n2. Vaiana<br \/>\n3. Die rote Schildkr\u00f6te<br \/>\n4. Zootopia<br \/>\n5. Kubo \u2013 Der Tapfere Samurai<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Kurzfilm<\/span><\/h2>\n<p>Au weh&#8230; normalerweise habe ich gro\u00dfe Freude daran, mir die f\u00fcnf nominierten Kurzfilme anzuschauen. Aber dieses Jahr ist hier echt der Wurm drin. Sowohl <b>La Femme et le TGV<\/b> als auch <b>Silent Nights<\/b> sind beinah Totalausf\u00e4lle, was Originalit\u00e4t und Drehbuch anbelangt.<\/p>\n<p><b>Timecode<\/b> ist irgendwie putzig, aber d\u00fcrfte auch keine realen Chancen f\u00fcr einen Sieg haben. Am Ende bleiben das d\u00fcstere Ennemis Int\u00e9rieurs und Mindenki, der einzige Kandidat mit einem greifbaren \u201eHappy-End\u201c. Und normalerweise gewinnt in dieser Kategorie immer ein eher fr\u00f6hlich-positiver Beitrag&#8230;<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> Sing (Mindenki)<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Ennemis Int\u00e9rieurs<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Sing (Mindenki)<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Sing (Mindenki)<br \/>\n2. Timecode<br \/>\n3. Ennemis Int\u00e9rieurs<br \/>\n4. La Femme et le TGV<br \/>\n5. Silent Nights<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beser Kurzdokumentarfilm<\/span><\/h2>\n<p>Nicht nur, dass ich diesmal alle f\u00fcnf Kurzdokumentarifilme zu Gesicht bekomme: Die sind auch durch die Bank weg gelungen. Selbst der etwas dr\u00f6ge <b>4.1 Miles<\/b> lebt von einer tollen Idee, w\u00e4hrend ihr bei <b>Extremis<\/b> mit den trauernden Krankenhausbesuchern f\u00fchlt, wenn sie die Lebenserhaltungsger\u00e4te ihrer sterbenden Verwandten abschalten lassen.<\/p>\n<p>Drei Beitr\u00e4ge behandeln mehr oder weniger die Fl\u00fcchtlichgsproblematik: <b>Das Schicksal der Kinder von Aleppo<\/b> dokumentiert eine syrisch st\u00e4mmige Familie, die inzwischen in Deutschland residiert, <b>Die Wei\u00dfhelme<\/b> w\u00fcrdigt die Arbeiten der freiwilligen Helfer in Syrien, die in zerbombten H\u00e4usern nach \u00dcberlebenden suchen, und das bereits erw\u00e4hnte <b>4.1 Miles<\/b> zeigt das Drama der Rettung von Fl\u00fcchtlingen auf hoher See. Deshalb k\u00f6nnten sie sich gegenseitig aushebeln und das ebenfalls starke <b>Joe&#8217;s Violin<\/b> zum Sieg verhelfen, bei dem ein \u00dcberlebender des Holcoust seine alte Violine an eine Musikschule spendet und sichtlich ergriffen der Sch\u00fclerin begegnet, die sie w\u00e4hrend ihrer Ausbildungszeit spielen darf.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> Joe&#8217;s Violin<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Die Wei\u00dfhelme<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Das Schicksal der Kinder von Aleppo<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Das Schicksal der Kinder von Aleppo<br \/>\n2. Die Wei\u00dfhelme<br \/>\n3. Joe&#8217;s Violin<br \/>\n4. Extremis<br \/>\n5. 4.1 Miles<\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester animierter Kurzfilm<\/span><\/h2>\n<p>Die f\u00fcnf animierten Kurzfilme liegen qualit\u00e4tstechnisch ziemlich genau in der Mitte zwischen den anderen \u201eShorts\u201c. Sprich: Wirklich schlechte ist keiner, aber es fehlt jedem das gewisse \u201eetwas\u201c. Letztlich fallen Piper und Pearl einen Tacken mehr auf: Ersteres ist nahezu dran am Fotorealismus und letzteres&#8230; tja, wie erkl\u00e4r ich das blo\u00df?<\/p>\n<p>Wer <b>Pearl<\/b> im Kino, auf iTunes oder via Vimeo schaut, der wird kaum etwas besonderes an der Zeitrafferstory zwischen einem Vater und seiner immer \u00e4lter werdenden Tochter erkennen. Doch wer sich die Originalversion anschaut, der versteht die Nominierung: <b>Pearl<\/b> ist der erste VR-Film, der f\u00fcr einen Oscar nominiert ist. In der YouTube-Version d\u00fcrft ihr die Sicht immerhin beliebig um 360 Grad drehen, weshalb es sich durchaus lohnt, das kleine Kunstwerk mehrfach anzuschauen.<\/p>\n<p><i><b>Front-runner:<\/b> Piper<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Pearl<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Pearl<\/i><\/p>\n<p><b>Personal Ranking<\/b><\/p>\n<p>1. Pearl<br \/>\n2. Piper<br \/>\n3. Borrowed Time<br \/>\n4. Pear Cider and Cigarettes<br \/>\n5. Blind Vaysha<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bester Film Das Rennen um den besten Film des Jahres 2016 war eigentlich bereits nach dem ersten Trailer von La La Land gelaufen: Der Film ist thematisch genau das \u201eDing\u201c der Academy, wundervoll in Szene gesetzt und mit einem absolut fantastischen Ende gekr\u00f6nt. 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