{"id":5957,"date":"2016-04-05T12:00:05","date_gmt":"2016-04-05T10:00:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theawardian.de\/?p=5957"},"modified":"2016-04-05T04:35:38","modified_gmt":"2016-04-05T02:35:38","slug":"game-6-indiana-jones-and-the-fate-of-atlantis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theawardian.de\/?p=5957","title":{"rendered":"Game #6: Indiana Jones and the Fate of Atlantis"},"content":{"rendered":"<p><i><a href=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/006-Indiana-Jones-and-the-Fate-of-Atlantis.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5917\" alt=\"006-Indiana-Jones-and-the-Fate-of-Atlantis\" src=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/006-Indiana-Jones-and-the-Fate-of-Atlantis.jpg\" width=\"600\" height=\"140\" srcset=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/006-Indiana-Jones-and-the-Fate-of-Atlantis.jpg 600w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/006-Indiana-Jones-and-the-Fate-of-Atlantis-300x70.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a>Hersteller: Lucasfilm Games<br \/>\nProject Leader: Hal Barwood<br \/>\nComposer: Clint Bajakian, Michael Z. Land, Peter McConnell &amp; John T. Williams<br \/>\nSystem: PC<br \/>\nJahr: 1992<\/i><\/p>\n<p><!--more-->Wir schreiben das Jahr 1992: Die Welt der Adventures ist noch intakt und niemand ahnt, welch gro\u00dfe Krise ihr bevorsteht. Sierra Entertainment baut flei\u00dfig ihre Kultserien von <b>Leisure Suit Larry<\/b> bis <b>Space Quest<\/b> aus, gro\u00dfe Publisher wie Virgin Interactive oder Electronic Arts investieren in brandneue Projekte und an der Spitze badet LucasArts einsam mit absoluten H\u00f6chstwertungen, die insbesondere hier in Deutschland f\u00fcr regelm\u00e4\u00dfige Jubelarien sorgen. In dem Zusammenhang erscheint mit <b>Indiana Jones and the Last Crusade<\/b> eine der bis heute besten, cleversten und zugleich akkuratesten \u201eFilm-zu-Spiel\u201c-Adaptionen. Angespornt von dem Erfolg kommt LucasArts auf eine geniale Idee: Warum nicht einfach ein komplett neues Abenteuer rund um den ber\u00fchmtesten Arch\u00e4ologen der Welt konzipieren, um den Spieledesigner volle Entfaltungsfreiheiten zu gew\u00e4hrleisten?<\/p>\n<p>Unter der Leitung von Hal Barwood entsteht ein Mammut-Adventure, das in der Form heute kaum mehr m\u00f6glich w\u00e4re. Der Titel <b>Indiana Jones and the Fate of Atlantis<\/b> verr\u00e4t es bereits: Indy ist auf der Suche nach dem legend\u00e4ren, versunkenen Kontinent. Beginnend mit einer mysteri\u00f6sen Statue, die versehentlich den Nazis in die H\u00e4nde f\u00e4llt, reist unser Held gemeinsam mit der kessen Sophia Hapgood um die halbe Welt, um den verbleibenden Spuren der verschollenen Kultur auf den Grund zu gehen. Dabei sto\u00dfen die beiden \u00fcber kurz oder lang auf mehrere, hochentwickelte Apparaturen, die mit Orichalcum-Kugeln gef\u00fcttert werden. Die dabei freigesetzte Energie l\u00e4sst B\u00f6ses erahnen, was das Dritte Reich mit der Technologie im Sinn hat&#8230;<\/p>\n<p>Der Plot ist interessant, der Verlauf spannend und die Dialoge gr\u00f6\u00dftenteils stilvoll geschrieben. Damals wurde <b>Indiana Jones and the Fate of Atlantis<\/b> insgeheim als der von vielen herbeigesehnte \u201evierte Film\u201cbezeichnete \u2013 und in Anbetracht der m\u00e4\u00dfigen Resonanz, die <b>Indiana Jones und das K\u00f6nigreich des Kristallsch\u00e4dels<\/b> hervorgebracht hat, bleiben viele Fans bei der Bezeichnung.<\/p>\n<p>Aber mal ernsthaft: Warum ziehe ich <b>Indiana Jones and the Fate of Atlantis<\/b> allen anderen Adventures vor? Weshalb steht es seit fast 24 Jahren sattelfest und unverr\u00fcckbar auf Platz 1 meines liebsten Genres? Wieso nicht das lustige <b>The Secret of Monkey Island<\/b> oder die Slapstick-Orgie <b>Day of the Tentacle<\/b>? In der Tat ist der Humor hier allenfalls zweitrangig, das Abenteuer gr\u00f6\u00dftenteils ernst gehalten.<\/p>\n<p>Doch genau das ist mit ein Punkt, der mich von der Qualit\u00e4t dieses Meilensteins \u00fcberzeugt. Seid ehrlich: Wie viele grandiose Adventures kennt ihr, die aufgrund von Dramatik und seri\u00f6ser Plotentwicklung brillieren? Die gibt es so gut wie gar nicht! Selbst Sierras ein Jahr sp\u00e4ter erschienenes und heute als All-Time-Classic vererhrtes <b>Gabriel Knight<\/b> steckt voller peinlicher Storyelemente sowie fragw\u00fcrdig geskripteter Szenen.<\/p>\n<p><b>Indiana Jones and the Fate of Altantis<\/b> ist hingegen nahezu unantastbar. Es gibt allenfalls ein paar Dialogoptionen, die etwas seltsam r\u00fcber kommen (speziell wenn Sophia Hang zum \u00dcbernat\u00fcrlichen mit Indys rationalem Denken kollidieren) \u2013 doch hab ich in den Situationen eben die Wahl und kann dem Protagonisten die Worte in den Mund legen, die meines Erachtens seiner w\u00fcrdig sind.<\/p>\n<p>Als N\u00e4chstes muss ein Gest\u00e4ndnis her: Obwohl ich zuvor bereits seit \u00fcber f\u00fcnf Jahren ein gro\u00dfer Fan von Point-&amp;-Click-Adventures war und auch das eine oder andere Text-Adventure kannte, war ich eine ziemliche Niete im R\u00e4tselknacken. Oder anders ausgedr\u00fcckt: Ich hab den Kram immer nur mit L\u00f6sungen gespielt. Ich kam gar nicht auf die Idee, selbst meinen Kopf anzustrengen. Doch im Falle von <b>Indiana Jones and the Fate of Atlantis<\/b> hatte ich keine Wahl: Es war das erste Adventure \u00fcberhaupt, das ich mir direkt zum Release gekauft hatte. Mangels Internet h\u00e4tte ich ein bis zwei Monate warten m\u00fcssen, bis in meiner Stammzeitschrift eine Komplettl\u00f6sung abgedruckt gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>So lange wollte ich nicht warten \u2013 weshalb ich das Spiel in f\u00fcnf Tagen durchackerte. Das h\u00f6rt sich nicht nach viel an? Ist es schon, wenn ihr pro Tag locker mal f\u00fcnf bis zehn Stunden veranschlagt. Zum Gl\u00fcck waren damals Sommerferien&#8230; und die Logik hinter den R\u00e4tseln die neue Referenz des Genres.<\/p>\n<p>Doch der wahre Grund, warum <b>Indiana Jones and the Fate of Altantis<\/b> bei mir so hoch im Kurs steht, ist die Wegteilung: An einer ganz bestimmten Stelle m\u00fcsst ihr euch n\u00e4mlich entscheiden, ob ihr lieber Teamwork, clevere R\u00e4tsel oder mehr Action bevorzugt. Abh\u00e4ngig von dieser Wahl \u00e4ndert sich der Mittelteil des Spieles auf eine radikale Art und Weise. Ihr besucht teilweise v\u00f6llig andere Ort, potenzielle Gespr\u00e4chspartner sind mal freundlich, mal b\u00f6sartig und st\u00e4ndig kreuzen sich R\u00e4ume, Begebenheiten sowie Ereignisse.<\/p>\n<p>Ich bin kein gro\u00dfer Freund davon, Spiele aufgrund von wenigen Unterschieden mehrmals durchzuspielen. Doch <b>Indiana Jones and the Fate of Atlantis<\/b> ist DIE Ausnahme schlechthin. Und um ehrlich zu sein ist es in meinen Augen mit ein Grund, warum moderne Adventures so einen schweren Stand haben: LucasArts hatte damals ein in jedweder Hinsicht wegweisendes Spiel entwickelt. Die Geschichte ist toll, die R\u00e4tsel genial und selbst die Actionsequenzen funktionieren.<\/p>\n<p>Also, liebe Adventure-Entwickler: Ihr wollt mich endg\u00fcltig und auf ewig zufrieden stellen? Dann macht euch an die Arbeit und nehmt diesen zeitlosen Klassiker als Vorbild. Ich bin auch geduldig und warte gerne weitere 24 Jahre.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\"  id=\"_ytid_94581\"  width=\"576\" height=\"432\"  data-origwidth=\"576\" data-origheight=\"432\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/n2LiSvpVpTU?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Indy4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-5926\" alt=\"Indy4\" src=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Indy4-807x1024.jpg\" width=\"576\" height=\"730\" srcset=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Indy4-807x1024.jpg 807w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Indy4-236x300.jpg 236w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Indy4.jpg 1079w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hersteller: Lucasfilm Games Project Leader: Hal Barwood Composer: Clint Bajakian, Michael Z. 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