{"id":5933,"date":"2016-04-02T12:00:10","date_gmt":"2016-04-02T10:00:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theawardian.de\/?p=5933"},"modified":"2016-04-02T06:55:23","modified_gmt":"2016-04-02T04:55:23","slug":"game-9-prince-of-persia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theawardian.de\/?p=5933","title":{"rendered":"Game #9: Prince of Persia"},"content":{"rendered":"<p><i><a href=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/009-Prince_of_Persia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5920\" alt=\"009-Prince_of_Persia\" src=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/009-Prince_of_Persia.jpg\" width=\"600\" height=\"140\" srcset=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/009-Prince_of_Persia.jpg 600w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/009-Prince_of_Persia-300x70.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a>Hersteller: Broderbund<br \/>\nOriginal game design, programming &amp; graphics by: Jordan Mechner [Apple II]<br \/>\nDirected by: Jordan Mechner [Amiga, PC]<br \/>\nDirector: Keisuke Yasaka [Super Nintendo]<br \/>\nComposer: Francis Mechner [Apple II]<br \/>\nMusic: Toshiya Yamanaka &amp; Tetsuya Nakano [Super Nintendo]<br \/>\nSystem: Apple II \/ Amiga, Atari ST, PC \/ Super Nintendo<br \/>\nJahr: 1989 \/ 1990 \/ 1992<\/i><\/p>\n<p><!--more-->Eine Beichte: Ich war als Kind besessen von Prozentwertungen \u2013 und bin es in gewisser Weise auch heute noch. Zwar ist es in der Tat unprofessionell, dass Videospiele im Gegensatz zu Filmen, Alben oder B\u00fcchern in Form einer Punktzahl kategorisiert werden. Doch macht die Einteilung f\u00fcr mich Sinn, wenn man sie als primitive Rangliste betrachtet. Die d\u00e4mliche Frage, was der Unterschied zwischen 82 und 83 Prozent bedeute, kann ich also m\u00fchelos mit einem \u201eDas Spiel mit der h\u00f6heren Wertung gef\u00e4llt mir besser\u201c beantworten.<\/p>\n<p>Als Kind ging meine Euphorie allerdings eindeutig zu weit und nahm fast schon religi\u00f6se Ausw\u00fcchse an. Sprich: Spiele, die von meiner geliebten Happy-Computer\/Power-Play-Crew schlechter als 70 bewertet wurden, hatten bei mir automatisch einen schweren Stand. Mein Sturkopf richtete seinen Spa\u00df nach der d\u00e4mlichen Zahl, anstatt sich ein eigenes Urteil \u00fcber das Spiel zu machen.<\/p>\n<p>Was hat das jetzt mit <b>Prince of Persia<\/b> zu tun? Nun \u2013 dieses Spiel war f\u00fcr mich eine Art Befreiungsschlag. Die Amiga-Version bekam in der besagten Power Play durchschnittliche 66% &#8211; ergo ein Todesurteil aus meiner verbohrten Sicht. Doch als ich es spielte, passierte etwas Seltsames: Ich hatte instinktiv einen Mordsspa\u00df \u2013 und erstmals zweifelte ich vehement das Urteil des Redakteurs an. Frei nach dem Motto: Ich wollte das nicht wahrhaben.<\/p>\n<p>Dabei kann ich seine Beurteilung sogar verstehen, auch wenn sie arg harsch ist: Ihr seid ein Abenteurer, der sich in die Tochter des Sultans verliebt. Leider ist dieser au\u00dfer Landes, weshalb der fiese Wesir Jaffar die Gute ehelichen und somit die Herrschaft an sich rei\u00dfen will. Ohne mit der Wimper zu zucken l\u00e4sst er den Abenteurer verhaften und in den Kerker sperren. Dort kann er sich zwar aus seiner Zelle befreien \u2013 aber bis er seine Geliebte in die Arme schlie\u00dfen kann, muss er unz\u00e4hlige R\u00e4ume, Fallen und Schwertk\u00e4mpfer \u00fcberstehen. Obendrein sitzt ihm ein Zeitlimit im Nacken: Innerhalb einer Stunde wird der Wesir die Tochter t\u00f6ten, sofern sie nicht in die Heirat einwilligt&#8230;<\/p>\n<p>Auf den ersten Blick sieht <b>Prince of Persia<\/b> sehr antik und altbacken aus: Ein Gro\u00dfteil der Levels spielt in einem dunkelgrauen Kerker, wo eine Wand der anderen gleicht. Mangels Scrolling springt das Spiel von Bild zu Bild, die Gegner scheinen allesamt verwandt zu sein und \u00fcberall sto\u00dft ihr auf die gleichen Fallen sowie Abgr\u00fcnde. Zudem ist eure Lebensenergie knapp, weshalb ihr im Kampf nur wenig Treffer einsteckt, und bei einem Sprung in die Tiefe meist sofort den L\u00f6ffel abgebt. Danach m\u00fcsst ihr den gesamten Level von vorne beginnen.<\/p>\n<p><b>Prince of Persia<\/b> ist demnach schwer \u2013 oder besser gesagt: eine Herausforderung. Die wird wiederum durch die hervorragende Steuerung und die wegweisenden Animationen getragen. Denn euer Held schleicht, l\u00e4uft, rennt, springt und k\u00e4mpft butterweich durch die G\u00e4nge. In der Tat gilt das Spiel als ein Vorl\u00e4ufer des heute sehr beliebten Motion-Capturing: Erfinder Jordan Mechner nutzte die alte Technik der Rotoskopie und kopierte die Bewegungsabl\u00e4ufe seines Bruders in eine per handgezeichnete Computergrafik.<\/p>\n<p>Der Effekt ist gewaltig und resultiert in einer f\u00fcr die damalige Zeit unvergleichliche Atmosph\u00e4re. Im dritten Level bet\u00e4tigt ihr beispielsweise eine Druckplatte, aufgrund derer sich f\u00fcr ein paar Sekunden ein weit entfernt stehendes Tor \u00f6ffnet. Ihr m\u00fcsst daraufhin im Eiltempo mehrere R\u00e4ume durchqueren, \u00fcber zahlreiche Abgr\u00fcnde springen sowie im letzten Moment hindurchschl\u00fcpfen, bevor sich das Tor wieder schlie\u00dft. Etwas spannenderes hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nie in einem Computerspiel erlebt.<\/p>\n<p>Des Weiteren ist <b>Prince of Persia<\/b> nur oberfl\u00e4chlich betrachtet arm an Abwechslung: Die Geschichte wird an bestimmten Schl\u00fcsselmomenten weitererz\u00e4hlt und birgt in dem Zusammenhang einige Besonderheiten. Besonders interessant ist der Spiegel, durch den ihr springt und aufgrund dessen eine Kopie von euch entsteht. Diese f\u00fchrt ein Eigenleben, schnappt euch gerne mal einen Heiltrank vor der Nase weg und muss nat\u00fcrlich am Ende auch bek\u00e4mpft werden. Bl\u00f6d nur, wenn jeder verteilte Schlag auch euch verletzt&#8230;<\/p>\n<p><b>Prince of Persia<\/b> geh\u00f6rt zu den seltenen Titeln der 1980\/90er Jahre, die f\u00fcr fast alle damals existierenden Computersysteme und Konsolen umgesetzt wurden. Die Super-Nintendo-Version, die drei Jahre nach dem Original erschien, ist mit geb\u00fchrendem Abstand die beste von allen: Unter der Feder eines japanischen Entwicklers wurde sowohl der Umfang als auch das Zeitlimit verdoppelt. Zudem ist die Grafik viel detaillierter sowie abwechslungsreicher, w\u00e4hrend der komplett neue Soundtrack zwischen ganz nett und absolut grandios schwankt.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\"  id=\"_ytid_96184\"  width=\"576\" height=\"432\"  data-origwidth=\"576\" data-origheight=\"432\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/VhHpI_ro4TA?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Prince_of_Persia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-5923\" alt=\"Prince_of_Persia\" src=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Prince_of_Persia-835x1024.jpg\" width=\"576\" height=\"706\" srcset=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Prince_of_Persia-835x1024.jpg 835w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Prince_of_Persia-244x300.jpg 244w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Prince_of_Persia.jpg 1731w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hersteller: Broderbund Original game design, programming &amp; graphics by: Jordan Mechner [Apple II] Directed by: Jordan Mechner [Amiga, PC] Director: Keisuke Yasaka [Super Nintendo] Composer: Francis Mechner [Apple II] Music: Toshiya Yamanaka &amp; Tetsuya Nakano [Super Nintendo] System: Apple II \/ Amiga, Atari ST, PC \/ Super Nintendo Jahr: 1989 \/ 1990 \/ 1992<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,2],"tags":[],"class_list":["post-5933","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-game","category-personal-top-365"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5933","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5933"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5933\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5935,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5933\/revisions\/5935"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5933"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5933"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5933"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}