{"id":5679,"date":"2016-03-24T14:00:50","date_gmt":"2016-03-24T13:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theawardian.de\/?p=5679"},"modified":"2016-03-24T06:29:28","modified_gmt":"2016-03-24T05:29:28","slug":"5679","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theawardian.de\/?p=5679","title":{"rendered":"OST #18: Chrono Cross"},"content":{"rendered":"<p><i><a href=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/018-Chrono_Cross.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5660\" alt=\"018-Chrono_Cross\" src=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/018-Chrono_Cross.jpg\" width=\"600\" height=\"140\" srcset=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/018-Chrono_Cross.jpg 600w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/018-Chrono_Cross-300x70.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a>Composer: Yasunori Mitsuda<br \/>\nSystem: PlayStation<br \/>\nYear: 1999<\/i><\/p>\n<p><!--more-->Wer meine Liste aufmerksam verfolgt und Fan japanischer Rollenspielmusik ist, dem wird vielleicht aufgefallen sein, dass bislang ein ganz ber\u00fchmter Name so gut wie gar nicht vorkam: Yasunori Mitsuda. Genau genommen beschr\u00e4nkte ich mich bislang auf einen einzigen Eintrag, den der Japaner im Falle von <b>Kid Icarus<\/b> mit zahlreichen anderen Kultkomponisten wie Motoi Sakuraba oder Yuzo Koshiro teilen musste.<\/p>\n<p>Das soll jedoch nicht bedeuten, dass ich den Mann nicht zu sch\u00e4tzen wei\u00df. Ganz im Gegenteil: Zwar gibt es nicht viele Soundtracks, die ich von Mitsuda mag. Nur sind sie gleich derart genial, weshalb sie allesamt einen Platz in der Top Twenty (!) erobert haben.<\/p>\n<p>Das \u201eschw\u00e4chste\u201c Glied von Yasunori Mitsudas elit\u00e4ren Trio hei\u00dft <b>Chrono Cross<\/b>: Vier Jahre nach <b>Chrono Trigger<\/b> durfte er sich f\u00fcr den Nachfolger auf der PlayStation austoben und hatte das in Japan parallel erscheinende <b>Final Fantasy VIII<\/b> als Konkurrent im Nacken. Obwohl beide Titel mit der gleichen Hardware auskommen und \u00e4hnlich umfangreich sind, klingt <b>Chrono Cross<\/b> bereits rein technisch betrachtet um Welten besser. W\u00e4hrend Nobuo Uematsus Streich zu sehr nach Midi riecht, ist das Instrumentenset von Mitsuda be\u00e4ngstigend nahe an der Realit\u00e4t dran. Das sanfte Quietschen, das bei manchen Gitarrent\u00f6nen zu h\u00f6ren ist, suggeriert gar geschickt, dass es sich um Live-Aufnahmen handelt.<\/p>\n<p>Was sich schon bei Mitsudas anderen elit\u00e4ren Soundtracks andeutet, wird in <b>Chrono Cross<\/b> amtlich gemacht: Keiner kann so gute St\u00e4dte- und Weltenmusiken komponieren wie er. Egal ob beschaulich, tr\u00e4umerisch oder verspielt: Ihr f\u00fchlt euch stets und \u00fcberall heimisch. Deshalb ist es ausnahmsweise weniger dramatisch, wenn ausgerechnet die Standardkampfmusik der schw\u00e4chste Part des gesamten Scores ist.<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu sind die beiden St\u00fccke, die in der Tat mit realen Instrumenten entstanden sind, die besten des Spieles: \u201eThe Scars of Time\u201c ist ein furioses Intro, das selbst Leuten ein Begriff ist, die <b>Chrono Cross<\/b> nie gesehen oder gar gespielt haben. In gerade mal zweieinhalb Minuten steckt derart viel Energie und Leidenschaft, das man damit mindestens drei Soundtracks h\u00e4tte f\u00fcllen k\u00f6nnen. Es erinnert vom Stil her an eine mittelalterliche Rockballade, nur dass sich Mitsuda auf orchestrale und traditionell-japanische Instrumente verl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Der finale Song \u201eRadical Dreamers\u201c ist von einem ganz anderen Kaliber. Zun\u00e4chst einmal zieht er vom Namen her einen Bezug zu einem Textadventure, das nur in Japan erschienen ist und die Geschichte zwischen den beiden <b>Chrono<\/b>-Titeln erz\u00e4hlt. Gleichwohl Mitsuda ein paar Melodien f\u00fcr <b>Chrono Cross<\/b> \u00fcbernommen und arrangiert hat (darunter das bezaubernde \u201eThe Girl Who Stole The Star\u201c), ist der Song brandneu.<\/p>\n<p>Er besteht aus einer simplen Melodie, die per Akustikgitarre gespielt wird, und dem Gesang von Noriko Mitose. Letzterer klingt zun\u00e4chst f\u00fcr den gemeinen Europ\u00e4er befremdlich und fast schon schief, was aber nur eine Sache der Gew\u00f6hnung ist. Die stellt sich ganz automatisch nach drei Minuten und f\u00fcnf Sekunden ein: Mitose verstummt und l\u00e4sst f\u00fcr eine Viertelminute der Gitarre den Vorzug. Nachdem diese ein paar Akkorde gespielt hat, kehrt Mitose zur\u00fcck&#8230; und wird zu Gottes Stimme pers\u00f6nlich. Sie singt f\u00fcr 40 Sekunden weiter, ohne Text und ihre eigene Stimme mehrfach \u00fcberlappend, als ob pl\u00f6tzlich ein Chor hinter ihr stehe.<\/p>\n<p>Der Effekt ist unbeschreiblich und sichert Mitsuda erstmals ein ganz seltenes Triple: bester Soundtrack, beste Komposition (Scars of Time) und bester Song (Radical Dreamers) des Jahres. Und seither hat auch nur ein einziger Komponist diese Leistung wiederholen k\u00f6nnen&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\"  id=\"_ytid_28205\"  width=\"576\" height=\"324\"  data-origwidth=\"576\" data-origheight=\"324\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/J46RY4PU8a8?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\"  id=\"_ytid_15111\"  width=\"576\" height=\"324\"  data-origwidth=\"576\" data-origheight=\"324\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/aBE3c9X0BoA#?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Chrono_Cross_CD.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-5661\" alt=\"Chrono_Cross_CD\" src=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Chrono_Cross_CD-1024x867.jpg\" width=\"576\" height=\"487\" srcset=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Chrono_Cross_CD-1024x867.jpg 1024w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Chrono_Cross_CD-300x254.jpg 300w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Chrono_Cross_CD.jpg 1621w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Composer: Yasunori Mitsuda System: PlayStation Year: 1999<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13,15],"tags":[],"class_list":["post-5679","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-score","category-personal-top-365-score"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5679","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5679"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5679\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5682,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5679\/revisions\/5682"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5679"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5679"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5679"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}