{"id":5313,"date":"2016-02-27T06:41:59","date_gmt":"2016-02-27T05:41:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theawardian.de\/?p=5313"},"modified":"2021-07-12T23:50:40","modified_gmt":"2021-07-12T21:50:40","slug":"oscar-tippschein-20152016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theawardian.de\/?p=5313","title":{"rendered":"Oscar-Tippschein 2015\/2016"},"content":{"rendered":"<p>Das Unvermeidliche steht vor der T\u00fcr: Hollywoods gr\u00f6\u00dfte Selbstbeweihr\u00e4ucherungsshow geht in die 88te Runde. Und im Gegensatz zu den Jahren davor k\u00f6nnte es so richtig spannend werden &#8211; theoretisch, zumindest. Auf, auf, das all die h\u00e4sslichen Statistiken gesprengt werden und wir mal ein paar \u00dcberraschungen geboten bekommen!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Film<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nThe Big Short<br \/>\nBridge of Spies<br \/>\nBrooklyn<br \/>\nMad Max: Fury Road<br \/>\nDer Marsianer<br \/>\nRaum<br \/>\nThe Revenant<br \/>\nSpotlight<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Der letzte Preis des Abend ist einer, der am meisten in der Luft h\u00e4ngt. Rein statistisch gesehen hat KEINER der Filme eine Chance auf den Sieg: <b>The Big Short<\/b> wurde von den Golden Globes nicht f\u00fcr die beste Regie nominiert, <b>Spotlight<\/b> verfehlte das gleiche Ziel bei den BAFTAs, das Schausspielerensemble von <b>The Revenant<\/b> musste bei der Screen Actor Gilde tatenlos zusehen und <b>Mad Max: Fury Road<\/b> sprengte bereits mit seiner Nominierung alle Genre-Konventionen der Academy. <b>Der Marsianer<\/b> h\u00e4tte eigentlich das Zeug dazu gehabt, Ridley Scott endlich seinen Regieoscar zu geben \u2013 wenn der Film nicht ausgerechnet in der Kategorie gedisst worden w\u00e4re. Und die anderen, ergo <b>Raum<\/b>, <b>Bridge of Spies<\/b> und <b>Brooklyn<\/b>, galten von vorneherein als L\u00fcckenf\u00fcller.<\/p>\n<p>Schaut man sich nun an, welcher Film in den letzten Wochen auffallend oft bei anderen Awardshows gesiegt hat, dann kommt schnell ein gemeinsamer Nenner heraus: <b>The Revenant<\/b>. Gro\u00df abger\u00e4umt bei den Golden Globes und den BAFTAs ist schon mal nicht \u00fcbel. Dann bekam Alejandro Gonzalez Inarritu auch noch den Director Guild Award \u2013 womit er nach seinem letztj\u00e4hrigen Sieg f\u00fcr <b>Birdman<\/b> der erste Regisseur \u00fcberhaupt ist, der diese Leistung in zwei aufeinander folgenden Jahren gepackt hat.<\/p>\n<p>Denn das war eigentlich mal der Hauptgrund, warum niemand <b>The Revenant<\/b> so wirklich als Front-runner f\u00fcr den Best-Picture-Oscar ernst nehmen wollte: weil Inarritu bereits mit <b>Birdman<\/b> gewann. Ganz im Gegensatz \u00fcbrigens zu den Globes und dem BAFTA, weshalb so mancher Prognostiker die dortigen <b>The-Revenant<\/b>-Durschm\u00e4rsche nicht auf die Goldwaage legen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Meiner Meinung ist das zu kompliziert gedacht: Wenn einer Fan von <b>The Revenant<\/b> ist, dann wird er den Film sicherlich auch w\u00e4hlen &#8211; <b>Birdman<\/b> hin oder her. Ja, der letztj\u00e4hrige Sieg roch sehr nach einer Anti-<b>Boyhood<\/b>-Wahl. Aber ansonsten sind der Academy solche (&lt;= wichtig!) Politikspielchen erstaunlich egal. Sie zeichnen das aus, was sie wollen.<\/p>\n<p>&#8222;Ja, du Laberheini. Wieso tippst du dann nicht auf <b>The Revenant<\/b> sondern auch noch ganz hochn\u00e4sig auf deinen eigenen Favoriten <b>The Big Short<\/b>?&#8220; &#8211; Das Zauberwort hei\u00dft Producer Guild Award \u2013 oder besser Preferential Voting, zu schlecht Deutsch &#8222;Vorzugswahl&#8220;.<\/p>\n<p>Bei den Oscars herrscht ein simples System: Jeder W\u00e4hler gibt f\u00fcr jede Kategorie seinen Favoriten unter den Nominierten an und am Ende gewinnt der mit den meisten Stimmen. Es gibt jedoch eine Ausnahme, die eben die Kategorie &#8222;Best Picture&#8220; betrifft. Weil dort bis zu zehn Filme nominiert werden d\u00fcrfen, k\u00f6nnte ein Kandidat mit knapp \u00fcber 10% Erw\u00e4hnungen siegen. Das wiederum ist f\u00fcr ein &#8222;eindeutiges&#8220; Votum arg gering, weshalb hier das Preferential Voting zum Einsatz kommt.<\/p>\n<p>Nach dem m\u00fcssen alle W\u00e4hler eine Rangliste der von ihnen gesehenen Best-Picture-Nominees abgeben. Die Wahlzettel werden nach den Erstplatzierten sortiert und anschlie\u00dfend geschaut, welcher Film die wenigsten erhalten hat. Dieser wird \u00fcberall durchgestrichen und der Zettel in Abh\u00e4ngigkeit des Zweitplatzierten auf die bereits vorliegenden Stapel verteilt. Erneut wird der Kandidat mit dem geringsten Anteil gekickt und man beginnt das Spielchen mit den N\u00e4chstplatzierten. Das Verfahren wird so lange wiederholt, bis ein Film \u00fcber 50% aller Zettel vereint.<\/p>\n<p>Der Producer Guild Award ist derzeit die einzige Vereinigung, die in Punkto Filmawards das gleiche Prinzip anwendet. Und dort gewann eben NICHT <b>The Revenant<\/b> sondern <b>The Big Short<\/b>.<\/p>\n<p><b>The Revenant<\/b> hat n\u00e4mlich einen riesigen Vor- und einen schwerwiegenden Nachteil: Der Film hat einerseits die meisten Fans und andererseits die meisten Gegner. Laut Metacritic hat Innaritus Meisterst\u00fcck jedenfalls ungew\u00f6hnlich viele negative Kritiken erhalten \u2013 also f\u00fcr einen Streifen solchen Kalibers. Zwar war das auch bei \u00e4lteren Best-Picture-Gewinnern wie <b>A Beautiful Mind<\/b> oder <b>L.A. Crash<\/b> der Fall \u2013 doch damals gab es auch nur f\u00fcnf Nominierungen und kein Preferential Voting.<\/p>\n<p>Deshalb vertraue ich dem Producer Guild Award, auch wenn ich v\u00f6llig daneben liegen kann. Schlie\u00dflich w\u00fcrde laut meinen weiteren Tipps <b>The Big Short<\/b> auf maximal drei Awards kommen, w\u00e4hrend <b>The Revenant<\/b> fast alle seine 12 Nominierungen einheimsen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Lasst euch jedenfalls nicht von meinem Ranking irritieren: Auch ich sehe <b>The Revenant<\/b> als etwas Gro\u00dfartiges an. Doch 2015 war aus meiner Sicht ein verdammt gutes Jahr, mit vielen richtig guten Filmen, die allesamt v\u00f6llig unterschiedlicher Natur sind. Von den acht nominierten Kandidaten m\u00f6chte ich nur \u00fcber <b>Bridge of Spies<\/b> motzen, der in meinen Augen in keiner Weise besonders herausragt. Daf\u00fcr vermisse ich schmerzlich solch potenzielle Klassiker wie <b>Steve Jobs<\/b> (leider b\u00f6s gefloppt), <b>Anomalisa<\/b> (aufgrund seiner Art recht freakig), <b>Carol<\/b> (eine fantastische Love-Story) und <b>Alles steht Kopf<\/b> (meine absolute Nummer 1 des Jahres \u2013 nach <b>Die Sch\u00f6ne und das Biest<\/b> der zweite animierte Film, der das je geschafft hat).<\/p>\n<p>Personal Ranking<\/p>\n<p>1. The Big Short<br \/>\n2. Brooklyn<br \/>\n3. Mad Max: Fury Road<br \/>\n4. Der Marsianer<br \/>\n5. Spotlight<br \/>\n6. The Revenant<br \/>\n7. Raum<br \/>\n8. Bridge of Spies<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> The Big Short<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> The Revenant<br \/>\n<b>My vote:<\/b> The Big Short<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Alles steht Kopf<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Regie<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nAdam Mc Kay (The Big Short)<br \/>\nAlejandro Gonzalez Inarritu (The Revenant)<br \/>\nGeorge Miller (Mad Max: Fury Road)<br \/>\nLenny Abrahamson (Raum)<br \/>\nThomas McCarthy (Spotlight)<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Wette niemals gegen den Director Guild Award \u2013 au\u00dfer wenn der dortige Sieger nicht bei den Oscars nominiert ist (ein &#8222;Hallo&#8220; an Steven Spielberg, Ron Howard und Ben Affleck). Ansonsten wich der Sieger nur in vier weiteren F\u00e4llen ab \u2013 und das in einem Zeitrahmen von \u00fcber 60 (!) Jahren. DAS ist eine Statistik!<\/p>\n<p>Aber, wie gesagt: Innaritu hat bereits letztes Jahr gewonnen. Bei den Oscars ist solch ein Doppelerfolg zwar nicht ungeh\u00f6rt, weil die Herren John Ford und Joseph L. Mankiewicz den gleich Coup in den 1940er Jahren vollbracht haben (kurz bevor der Dirctor Guild Award zum ersten Mal vergeben wurde). Doch wenn die Oscar-W\u00e4hler denken &#8222;Genug ist genug!&#8220;, dann achtet auf George Miller: Sein Film ist zwar alles andere als Academy-Award-Kaliber, doch seine Regieleistung gilt als universell gesch\u00e4tzt. \u00c4hnlich wie im Falle von Alfonso Cuarons <b>Gravity<\/b> bekam der Australier viele erstaunte Reaktionen renommierter Kollegen und dutzendfach Anfragen, wie er so einen Film drehen konnte.<\/p>\n<p>Laut Insidergefl\u00fcster hat sich jedenfalls die Lobby der W\u00e4hler, die bewusst gegen Inarritus zweiten Regieoscar wettert, hinter George Miller gestellt. Das macht meinen Favoriten Adam McKay leider zum krassen Au\u00dfenseiter.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Alejandro Gonzalez Inarritu (The Revenant)<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> George Miller (Mad Max: Fury Road)<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Adam McKay (The Big Short)<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Charlie Kaufman &amp; Duke Johnson (Anomalisa)<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Hauptdarsteller<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nBryan Cranston (Trumbo)<br \/>\nEddie Redmayne (The Danish Girl)<br \/>\nLeonardo DiCaprio (The Revenant)<br \/>\nMatt Damon (Der Marsianer)<br \/>\nMichael Fassbender (Steve Jobs)<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>M\u00fcssen wir wirklich dar\u00fcber reden? Ja, liebes Internet: Leonardo DiCaprio gewinnt einen Oscar. Und nicht, weil es endlich Zeit wird \u2013 nein, weil es verflixt nochmal seine erste, echte, greifbare Chance ist. DiCaprio wurde nie \u00fcbergangen oder benachteiligt: Er hatte stets einen unschlagbaren Konkurrenten im Nacken \u2013 sei es Matthew McConaughey, Jamie Foxx oder Forrest Whittaker.<\/p>\n<p>Diesmal jedoch hat DiCaprio leichtes Spiel \u2013 nicht zuletzt weil das Umfeld erschreckend schwach ist. Nichts gegen Bryan Cranston, aber seine Nominierung f\u00fcr <b>Trumbo<\/b> ist so n\u00f6tig wie ein K\u00fchlschrank in der Antarktis. Auch Eddie Redmayne in <b>The Danish Girl<\/b> ist weit, weit entfernt von seiner letztj\u00e4hrigen Hammerleistung, f\u00fcr die er zurecht gewann. Das daf\u00fcr solche Gr\u00f6\u00dfen wie Michael Caine (Ewige Jugend), Michael B. Jordan (Creed) oder Abraham Attah (Beasts of No Nation) \u00fcbergangen wurden, stimmt mehr als traurig.<\/p>\n<p>Michael Fassbender wiederum gef\u00e4llt mir als <b>Steve Jobs<\/b> verdammt gut, w\u00e4hrend ich pers\u00f6nlich Matt Damons Leistung in <b>Der Marsianer<\/b> tats\u00e4chlich am genialsten empfand. Aber ich darf dem Jungen auch meinen pers\u00f6nlichen Award \u00fcberreichen, weil in meinen Statistiken DiCaprio bereits als zweifacher Sieger auftaucht.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Leonardo DiCaprio (The Revenant)<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> &#8211;<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Matt Damon (Der Marsianer)<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Michael Caine (Ewige Jugend)<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Hauptdarstellerin<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nBrie Larson (Raum)<br \/>\nCate Blanchett (Carol)<br \/>\nCharlotte Ramping (45 Years)<br \/>\nJennifer Lawrence (Joy)<br \/>\nSaoirse Ronan (Brooklyn)<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Nachdem ich <b>Brooklyn<\/b> gesehen hatte, war ich mir sicher: Saoirse Ronan ist die beste Hauptdarstellerin 2015 und wird zu Unrecht gegen die Favoriten Brie Larson verlieren. Dann jedoch sah ich\u00a0<b>Raum<\/b>\u00a0und musste meine Meinung gedem\u00fctigt in Angesicht ihrer emotionalen Tour de Force revidieren.<\/p>\n<p>Gleichwohl ist da eigentlich noch eine andere Kandidaten, die hier h\u00e4tte gewinnen m\u00fcssen und versch\u00e4mt in die Nebendarstellerecke verbannt wurde \u2013 obwohl Rooney Mara in <b>Carol<\/b> MEHR zu sehen ist als Cate Blanchett.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Brie Larson (Raum)<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Saoirse Ronan (Brooklyn)<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Brie Larson (Raum)<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Rooney Mara (Carol)<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Nebendarsteller<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nChristian Bale (The Big Short)<br \/>\nMark Rylance (Bridge of Spies)<br \/>\nMark Ruffalo (Spotlight)<br \/>\nTom Hardy (The Revenant)<br \/>\nSylvester Stallone (Creed)<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Jeder, der Sylvester Stallones Revival von Rocky Balboa in <b>Creed<\/b> sah, der wusste: Daf\u00fcr kriegt er einen Oscar. Dann kamen die Nominierungen der Screen Actor Gilde \u2013 und dort fehlte sein Name. Seine Chancen auf einen Academy Award sanken nahezu auf Null und alle warteten gebannt, wer den Screen Actor kriegen und somit als neuer Front-runner in das Oscarrennen einsteigen w\u00fcrde. Und was hat die Gilde gemacht? Idris Elba ausgezeichnet \u2013 der seinerseits von der Academy ignoriert wurde&#8230;<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte auch sagen: Die Screen Actor Gilde musste da was gerade biegen und nebenbei dem OscarSoWhite-Aufschrei mehr Feuer geben, indem sie einen schwarzen Schauspieler kr\u00f6nten. So oder so darf sich Sylvester Stallone dann doch nach vierzig Jahren auf einen Goldjungen freuen \u2013 sofern sich die W\u00e4hlerschaft, die ihm auch f\u00fcr die theoretisch beste Leistung aller Zeiten niemals einen Oscar geben w\u00fcrde, nicht geschlossen hinter einen seiner Konkurrenten stellt. Doch wer soll das sein? Die Screen Actor Gild hat jedenfalls erfolgreich daf\u00fcr gesorgt, keine konkreten Vorschl\u00e4ge zu machen&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Sylvester Stallone (Creed)<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Christian Bale (The Big Short)<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Sylvester Stallone (Creed)<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Idris Elba (Beasts of No Nation)<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Nebendarstellerin<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nAlicia Vikander (The Danish Girl)<br \/>\nJennifer Jason Leigh (The Hateful Eight)<br \/>\nKate Winslet (Steve Jobs)<br \/>\nRachel McAdams (Spotlight)<br \/>\nRooney Mara (Carol)<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Die Kategorie ist so zum Heulen: Rooney Mara und Alicia Vikander sind zu 100% die jeweiligen Hauptdarstellerinnen ihrer Filme \u2013 ohne wenn und aber. Aber nein: Aufgrund ihres &#8222;jungen&#8220; Alters und einer dreckig-gewitzten Kampagne d\u00fcrfen sie sich mit den Nebendarstellerinnen messen. Schlie\u00dflich bestimmen die W\u00e4hler selbst die Kategorie: Der- oder diejenige kommt einfach dort unter, wo es die meisten Stimmen gab.<\/p>\n<p>Alicia Vikander f\u00fcr <b>The Danish Girl<\/b> gilt demnach als Favoritin, allein schon weil <b>Carol<\/b> ja nichts gewinnen darf. W\u00e4re ja noch sch\u00f6ner, wenn dieser grandiose Film auch noch &#8217;ne Auszeichnung bekommt (\/Ironie aus).<\/p>\n<p>Meine pers\u00f6nliche Wahl ist zweigeteilt: W\u00fcrde ich mich tats\u00e4chlich f\u00fcr eine Frau aus dem Nominierungsfeld entscheiden, dann w\u00e4re Mara an der Reihe. Aber gehe ich nach Fairness und beurteile nur die M\u00e4dels, die in meinen Augen als Nebendarstellerinnen durchgehen, dann macht es ganz knapp die Kate, die Winslet \u2013 auch wenn es dort ebenfalls den einen oder anderen gibt, der ihre Rolle eher als &#8222;Haupt&#8220; anstatt als &#8222;Neben&#8220; bezeichnet.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Alicia Vikander (The Danish Girl)<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Kate Winslet (Steve Jobs)<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Rooney Mara (Carol) \/ Kate Winslet (Steve Jobs)<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Jane Fonda (Ewige Jugend)<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bestes Drehbuch (original)<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nAlles steht Kopf<br \/>\nBridge of Spies<br \/>\nEx Machina<br \/>\nStraight Outta Compton<br \/>\nSpotlight<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Solange die OscarSoWhite-Kampagne nicht zu viele Schuldkomplexe aufleben l\u00e4sst und deshalb <b>Straight Outta Compton<\/b> gewinnt, ist dieser Oscar nicht mehr <b>Spotlight<\/b> zu nehmen. Das perfekt durchdachte Drehbuch ist neben dem beeindruckenden Schauspielerensemble der Grund schlechthin, warum Thomas McCarthys Drama \u00fcberhaupt noch Chancen f\u00fcr den Best Picture Oscar einger\u00e4umt werden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Spotlight<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Straight Outta Compton<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Alles steht Kopf<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Sicario<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bestes Drehbuch (adaptiert)<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nThe Big Short<br \/>\nBrooklyn<br \/>\nCarol<br \/>\nDer Marsianer<br \/>\nRaum<br \/>\n<\/i><\/span><\/b><\/i><\/span><\/p>\n<p>Was f\u00fcr <b>Spotlight<\/b> und das beste Originaldrehbuch gilt, das l\u00e4sst sich 1:1 auf die adaptierten Werke und <b>The Big Short<\/b> \u00fcbertragen. Wer h\u00e4tte je gedacht, dass der Regisseur von <b>Anchorman<\/b>, <b>Die etwas anderen Cops<\/b> oder <b>Stiefbr\u00fcder<\/b> ein derart cleveres wie gewitztes B\u00fcrschchen ist? Die auf verschiedene Protagonisten verteilte Geschichte ist trotz ernster Thematik und schwer erkl\u00e4rbarer Fachbegriffe ein leichtverdaulicher Genuss, bei dem euch erst ganz am Ende das Lachen im Halse stecken bleibt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> The Big Short<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Der Marsianer<br \/>\n<b>My vote:<\/b> The Big Short<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Steve Jobs<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Filmschnitt<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nThe Big Short<br \/>\nMad Max: Fury Road<br \/>\nThe Revenant<br \/>\nSpotlight<br \/>\nStar Wars \u2013 Das Erwachen der Macht<br \/>\n<\/i><\/span><\/b><\/i><\/span><\/p>\n<p>Jetzt wird&#8217;s tricky, denn der Preis f\u00fcr den besten Filmschnitt h\u00e4ngt v\u00f6llig in der Luft. Das hei\u00dft wir lassen mal Au\u00dfenseiter <b>Star Wars\u00a0<\/b>beiseite und konzentrieren uns auf die vier Kandidaten, die auch als Best Picture im Rennen sind. Denn was viele nicht wissen: Der Filmschnitt h\u00e4ngt mit der Gesamtqualit\u00e4t fast so eng zusammen wie die Regie.<\/p>\n<p>Der vermeintliche Front-runner <b>The Revenant<\/b> k\u00f6nnte hier bei einem Durchmarsch abr\u00e4umen, aber da m\u00fcsste die Academy schon arg in Inarritus Rachedrama vernarrt sein. <b>Spotlight<\/b> wirkt etwas zu leichtgewichtig und wurde zudem von der zugeh\u00f6rigen Gilde \u00fcberraschend nicht nominiert \u2013 obwohl dort doppelt so viele Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Es bleibt ein v\u00f6llig offenes Rennen zwischen <b>Mad Max: Fury Road<\/b> und <b>The Big Short<\/b>: Ersterer hatte das meiste Filmmaterial, welches George Millers Frau Margaret Siskel zusammenfriemeln musste. Die Frage ist: Wei\u00df das der gemeine Academy-W\u00e4hler? Wenn nein, dann geht der Preis an <b>The Big Short<\/b> f\u00fcr die pr\u00e4chtigen Wechsel zwischen den Protagonisten und den allgemein sehr schnell geschalteten Schnitten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> The Big Short<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Mad Max: Fury Road<br \/>\n<b>My vote:<\/b> The Big Short<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Alles steht Kopf<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bestes Produktionsdesign<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nBridge of Spies<br \/>\nThe Danish Girl<br \/>\nMad Max: Fury Road<br \/>\nDer Marsianer<br \/>\nThe Revenant<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Erneut kommen wir zu einer Kategorie, wo fast alle Nominierten reelle Chancen haben. Mein Favorit <b>Der Marsianer<\/b> gilt gleichwohl als Au\u00dfenseiter, was ich nicht verstehe: Sowohl die CGI-Kulisse auf dem Mars als auch die Einrichtungen der NASA-R\u00e4umlichkeiten wirken vom Aufbau her sehr authentisch sowie stimmig. <b>The Revenant<\/b> hingegen ist f\u00fcr mich ein Problemkind, denn um ehrlich zu sein m\u00fcsste man die Produktionsdesigner f\u00fcr ihre Kunst, die richtigen B\u00e4ume ausgesucht zu haben, belohnen.<\/p>\n<p>Ein sehr guter Kompromiss zwischen komplexer Aufbau und Originali\u00e4t stellt <b>Mad Max: Fury Road<\/b> dar, gleichwohl der Film gr\u00f6\u00dftenteils aus W\u00fcstenszenen besteht. Aber wenn mal ein paar Bauten zu sehen sind, dann machen die m\u00e4chtig Eindruck.<\/p>\n<p>Vielleicht gibt es auch einen \u00dcberraschungscoup \u00e1 la <b>Lincoln<\/b>, das hier vor drei Jahren den Oscar \u00fcberraschend gewann. Dann w\u00e4re Spielbergs <b>Bridge of Spies<\/b> an der Reihe, dem ich diese Auszeichnung sogar g\u00f6nnen w\u00fcrde. Die Kulissen sind vielschichtig und fangen sehr gut die Atmosph\u00e4re der 1960er Jahre ein.<\/p>\n<p>Hab ich einen vergessen? Ja, <b>The Danish Girl<\/b> &#8211; sieht auf dem Papier gut aus, aber ich denke hier ist die Nominierung die Belohnung.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Mad Max: Fury Road<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Bridge of Spies<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Der Marsianer<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Brooklyn<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Kost\u00fcme<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nCarol<br \/>\nCinderella<br \/>\nThe Danish Girl<br \/>\nMad Max: Fury Road<br \/>\nThe Revenant<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Ich bin erneut hin und her gerissen \u2013 geht die Academy rein nach der Menge der Kost\u00fcme (was sie recht oft tun)? Dann Vorhang auf f\u00fcr Sandy Powells vierten Oscar, in diesem Falle f\u00fcr <b>Cinderella<\/b>. Der Film ist zwar nirgends sonst nominiert, aber damit kommt die Academy klar. Da reicht es den meisten W\u00e4hlern ein paar Bilder der Kleider anzuglotzen, anstatt sich gleich den ganzen Film reinzuziehen.<\/p>\n<p><b>Mad Max: Fury Road<\/b> w\u00e4re das glatte Gegenteil zu den prunkvollen M\u00e4rchenkleidern, weshalb es in meinen Augen auch der schwergewichtigste Konkurrent ist.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Cinderella<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Mad Max: Fury Road<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Mad Max: Fury Road<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Brooklyn<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bestes Make-up und Frisuren<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nDer Hundertj\u00e4hrige, der aus dem Fenster stieg und verschwand<br \/>\nMad Max: Fury Road<br \/>\nThe Revenant<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Ja, ne, <b>Mad Max: Fury Road<\/b> sollte hier doch recht deutlich gegen\u00fcber <b>The Revenant<\/b> siegen. Das Make-up ist immens aufw\u00e4ndiger und selbst wenn viele Academy-W\u00e4hler nichts mit der Thematik des Filmes anfangen k\u00f6nnen, so haben sie in Punkto Makeup schon bedeutend freakigere Sachen honoriert (ich sag nur <b>Wolfman<\/b>).<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Mad Max: Fury Road<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> The Revenant<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Mad Max: Fury Road<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Kamera<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nCarol<br \/>\nThe Hateful Eight<br \/>\nMad Max: Fury Road<br \/>\nThe Revenant<br \/>\nSicario<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Nein, Emanuel Lubezski: Diesmal kriegst du &#8222;meine&#8220; Stimme nicht. Ausnahmsweise. Nach <b>Gravity<\/b> und <b>Birdman<\/b> sollte mal ein anderer her und wer sonst k\u00f6nnte es sein als John Seale, der mit <b>Mad Max: Fury Road<\/b> und nach <b>The English Patient<\/b> die W\u00fcste wie kein anderer einf\u00e4ngt? Was sagt ihr da? Roger Deakins? F\u00fcr <strong>Sicario<\/strong>? Ne&#8230; Deakins gewinnt nicht. Deakins gewinnt nie. Deakins darf niemals gewinnen! Deakins ist der wahre DiCaprio&#8230; leider.<\/p>\n<p>Aber so oder so ist die <b>The Revenant<\/b>-Liebe erdr\u00fcckend \u2013 und wie viele Academy-W\u00e4hler sind sich schon bewusst, dass sie hier den gleichen Kameramann zum dritten Mal in Folge auszeichnen?<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> The Revenant<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Mad Max: Fury Road<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Mad Max: Fury Road<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Musik<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nBridge of Spies<br \/>\nCarol<br \/>\nThe Hateful Eight<br \/>\nSicario<br \/>\nStar Wars \u2013 Das Erwachen der Macht<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Seufz. Ganz gro\u00dfes Seufz. Nicht nur, dass diese Kategorie in diesem Jahr bemerkenswert unbemerkenswert ist: Ich komme mit den beiden Front-runnern \u00fcberhaupt nicht \u00fcberein.<\/p>\n<p>John Williams <b>Star Wars \u2013 Das Erwachen der Macht<\/b> hat gerade mal ein tolles, wirklich frisches Musikst\u00fcck parat (&#8222;Rey&#8217;s Theme&#8220;) und klingt ansonsten so austauschbar wie ein Eimer mit dunkelroter Farbe. Und <b>The Hateful Eight<\/b>? Ach herrjeh&#8230; ja, das Hauptthema ist sch\u00f6n d\u00fcster. Aber ansonsten kommt doch kaum Musik im Film vor&#8230; und irgendwie merkt man auch, dass Morricone gr\u00f6\u00dftenteils ungenutztes Material abgegeben hat, das urspr\u00fcnglich f\u00fcr John Carpenters <b>Das Ding<\/b> gedacht war. Wof\u00fcr der gro\u00dfe Maestro \u00fcbrigens eine Nominierung f\u00fcr die goldene Himbeere gekriegt hat&#8230;<\/p>\n<p>Aber ich kann es den Golden Globes, den BAFTAs und mutma\u00dflich auch der Academy nicht verdenken, hier den 87 j\u00e4hrigen Ennio Morricone auszuzeichnen. Er hat noch nie einen Oscar gewonnen \u2013 abseits einen in Ehre f\u00fcr sein Lebenswerk. Es ist definitiv seine letzte Chance \u2013 und wir alle wissen, dass Quentin Tarantino ihn genau deswegen engagiert hat. Der wird sich jedenfalls mehr freuen als der Italiener.<\/p>\n<p>Die anderen drei Kandidaten haben keine Chance, obwohl sie alle um Welten besser sind. Gut: Bei <b>Bridge of Spies<\/b> kommt mein unverbesserlicher Thomas-Newman-Fanboy hervor, der \u00fcbrigens auch mal so langsam &#8217;nen Oscar kriegen sollte. Zw\u00f6lf Nominierungen sind anscheinend nicht genug.<\/p>\n<p>F\u00fcr meine pers\u00f6nliche Stimme m\u00f6chte ich am liebsten jeden Tag neu w\u00fcrfeln: <b>Carol<\/b> ist klassisch, lieblich und f\u00fcr mich DIE \u00dcberraschung der Saison, weil ich bislang mit Carter Burwell nur wenig anfangen konnte. Und <b>Sicario<\/b>? Das glatte Gegenteil: D\u00fcster, b\u00f6se, ambient bis zum Anschlag. Eine absolute 180 Grad Wendung gegen\u00fcber J\u00f3hann J\u00f3hannssons <b>Die Entdeckung der Unendlichkeit<\/b>. Und vermutlich eines von vielen, noch kommenden Bausteinen, die ihm irgendwann einen Sieg bescheren.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> The Hateful Eight<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Star Wars \u2013 Das Erwachen der Macht<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Carol<br \/>\n<b>Missing:<\/b> Brooklyn<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Song<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\n&#8222;Earned it&#8220; (Fifty Shades of Grey)<br \/>\n&#8222;Manta Ray&#8220; (Racing Extinction)<br \/>\n&#8222;Simple Song #3&#8220; (Ewige Jugend)<br \/>\n&#8222;Til It Happens To You&#8220; (The Hunting Ground)<br \/>\n&#8222;Writing&#8217;s on the Wall&#8220; (Spectre)<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Es wirkt wie eine Witzkategorie: Allgemein gilt der Preis f\u00fcr den besten Song als sehr umstritten, weil kaum jemand dahinter eine wirklich auszeichnungsw\u00fcrdige Leistung sieht. Letztlich ist es f\u00fcr die Academy die Gelegenheit, ber\u00fchmten S\u00e4ngern einen Oscar zu geben. Doch diesmal sieht&#8217;s allein deshalb peinlich aus, weil alle f\u00fcnf Nominierten nur in dieser Kategorie genannt sind.<\/p>\n<p>Die Auswahl macht auf dem Papier keinen besseren Eindruck. Ganz im Gegenteil: zwei Dokumentarfilme, eine Opernszene einer italienisch-englischen Koproduktion, der dramatisch umstrittene Titelsong zum letzten Bondfilm und&#8230; <b>Fifty<\/b> Fucking <b>Shades<\/b> oh mein Gott <b>of Gray<\/b>.<\/p>\n<p>Ja, ich hab mir das Teil extra wegen dieser Nominierung angeschaut. Nein, der Film ist nicht gut \u2013 was weniger an den Beteiligten der Produktion und mehr an der horrenden Buchvorlage liegt. Aber&#8230; ich trau es mich kaum zu sagen&#8230; der Song&#8230; also&#8230; der ist gut. Der ist wirklich gut. Und der andere, der bei den Globes ber\u00fccksichtigt wurde, ebenso.<\/p>\n<p>Trotzdem trau ich mich nicht, ihm &#8222;meine&#8220; Stimme zu geben \u2013 und stattdessen entscheide ich mich allen ernstes f\u00fcr &#8222;Writing on the Wall&#8220;. Der Song kann zwar keinen Meter mit Adeles &#8222;Skyfall&#8220; aus dem gleichnamigen Bondfilm mithalten \u2013 aber er funktioniert insbesondere w\u00e4hrend des episch inszenierten Vorspanns und hat mich besonders dank des im Hintergrund agierenden Orchesters gepackt. Gleichzeitig muss ich anmerken, dass der wahre beste Song des Jahres, &#8222;See You Again&#8220; aus\u00a0<b>Fast &amp; Furious 7<\/b>, gar nicht erst nominiert ist.<\/p>\n<p>Was den Sieger bei der Oscarverleihung anbelangt, so ist es f\u00fcr die Academy die Chance, Lady Gaga auszuzeichnen. Und, nicht zu vergessen: die gro\u00dfe Diane Warren! Acht Nominierungen, bislang kein Oscar \u2013 wenn nicht jetzt, wann dann?<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> &#8222;Til It Happens To You&#8220; (The Hunting Ground)<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> &#8222;Writing&#8217;s on the Wall&#8220; (Spectre)<br \/>\n<b>My vote:<\/b> &#8222;Writing&#8217;s on the Wall&#8220; (Spectre)<br \/>\n<b>Missing:<\/b> &#8222;See You Again&#8220; (Fast &amp; Furious 7)<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste Tonabmischung<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nBridge of Spies<br \/>\nMad Max: Fury Road<br \/>\nDer Marsianer<br \/>\nThe Revenant<br \/>\nStar Wars \u2013 Das Erwachen der Macht<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Ich gebe mir von Jahr zu Jahr M\u00fche, die schwer zu deutenden Kategorien Tonabmischung und Tonschnitt ernst zu nehmen \u2013 aber 2015 muss ich kapitulieren. Es gab nur einen Film, der mir in beiderlei Hinsicht positiv auffiel: <b>The Hateful Eight<\/b> &#8211; und der ist in beiden Bereichen nirgends nominiert.<\/p>\n<p>Demnach gehe ich (wie so viele andere auch) nach dem Film, bei dem es am meisten und am lautesten kracht: <b>Mad Max: Fury Road<\/b>. Zwar ist solch ein Kriterium gerade bez\u00fcglich der Tonabmischung kein Garant f\u00fcr eine H\u00f6chstleistung (schlie\u00dflich soll die Abmischung der einzelnen Effekte, der Musik und der Dialoge besonders gut harmonieren anstatt sich gegenseitig kaputt schreien), aber im Falle von George Millers Endzeitfilm klappt es eben erstaunlich gut.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Mad Max: Fury Road<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> The Revenant<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Mad Max: Fury Road<br \/>\n<b>Missing:<\/b> The Hateful Eight<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Tonschnitt<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nMad Max: Fury Road<br \/>\nDer Marsianer<br \/>\nThe Revenant<br \/>\nSicario<br \/>\nStar Wars \u2013 Das Erwachen der Macht<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Alle Jahre wieder kommt die Frage auf, wieso die Academy zwei solch \u00e4hnliche Kategorien getrennt w\u00fcrdigt, speziell wenn mal wieder vier der nominierten Filmen in beiden auftauchen und fast immer einer alle beide Preise abr\u00e4umt (au\u00dfer es ist ein Musical im Rennen, das meist allein f\u00fcr die Tonabmischung gewinnt und f\u00fcr den Tonschnitt in der Regel nicht nominiert ist).<\/p>\n<p>Demnach setze ich abermals auf <b>Mad Max: Fury Road<\/b> und nenne erneut\u00a0<b>The Revenant<\/b> versch\u00e4mt als Runner-Up, eben weil Innaritu einen Durchmarsch landen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Mad Max: Fury Road<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> The Revenant<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Mad Max: Fury Road<br \/>\n<b>Missing:<\/b> The Hateful Eight<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Beste visuelle Effekte<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nEx Machina<br \/>\nMad Max: Fury Road<br \/>\nDer Marsianer<br \/>\nThe Revenant<br \/>\nStar Wars \u2013 Das Erwachen der Macht<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Es wird wieder interessanter \u2013 und diesmal stelle ich mich komplett gegen alle Statistiken der Welt. In dieser Kategorie konnte man n\u00e4mlich \u00fcber die Jahre hinweg ein interessantes Ph\u00e4nomen beobachten: Wenn ein Best-Picture-Nominee auch f\u00fcr die besten visuellen Effekte im Rennen ist, dann hat ein solcher auch immer gewonnen \u2013 mit Ausnahme von 1970, wo <b>Tora! Tora! Tora!<\/b> <b>Patton<\/b> schlagen konnte.<\/p>\n<p>Des Weiteren wurden seit 2009 die Preise f\u00fcr die visuellen Effekte und f\u00fcr die beste Kamera an den selben Film verliehen. Erneut gab es nur eine Ausnahme und zwar letztes Jahr \u2013 weil kein Film in beiden Kategorien nominiert war!<\/p>\n<p><b>The Revenant<\/b> ist DER Favorit f\u00fcr die Kameraarbeit &#8211; ergo m\u00fcsste er demnach auch f\u00fcr die visuellen Effekte gewinnen. Und in der Tat: Der CGI-B\u00e4r ist m\u00e4chtig gut. M\u00e4chtig, m\u00e4chtig, m\u00e4chtig gut. Aber reicht das? Die eben erw\u00e4hnte Statistik funktionierte in meinen Augen immer andersherum: Der Oscar f\u00fcr die Kamera richtete sich nach dem f\u00fcr die visuellen Effekte und nicht umgekehrt&#8230;<\/p>\n<p>Ganz davon abgesehen setze ich mein Geld auf <b>Star Wars<\/b>, auch wenn der Film nicht als Best Picture nominiert ist. Das hat zwei Gr\u00fcnde: Zum einen k\u00f6nnte man hier problemlos den derzeit erfolgreichsten Film der US-Kinogeschichte auszeichnen, der unabh\u00e4ngig vom Erfolg viele Fans hat &#8211; sicherlich auch innerhalb der Academy. Zum anderen ist die Kategorie erstaunlich voll gestopft mit Best-Picture-Kandidaten, weil neben <b>The Revenant<\/b> auch noch <b>Mad Max: Fury Road<\/b> (mein klarer Favorit) sowie <b>Der Marsianer<\/b> mitmischen. Es riecht geradezu nach gegenseitigem Stimmenklau&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Star Wars \u2013 Das Erwachen der Macht<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Mad Max: Fury Road<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Mad Max: Fury Road<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester animierter Film<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nAnomalisa<br \/>\nAlles steht Kopf<br \/>\nErinnerungen an Marnie<br \/>\nDer Junge und die Welt<br \/>\nShaun das Schaf \u2013 Der Film<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Eigentlich m\u00fcsste ich mich weigern, eine Alternative zu <b>Alles steht Kopf<\/b> zu nennen \u2013 schlie\u00dflich ist Pixars Meisterwerk meiner Meinung nach der beste Film 2015. Doch interessanterweise gab es im gleichen Jahr einen weiteren Kracher aus der Trickfeder, der zwar nicht wirklich Chancen auf einen Oscar hat, aber zumindest als Runner-Up erw\u00e4hnt geh\u00f6rt: Charlie Kaufmans und Duke Johnsons <b>Anomalisa<\/b>.<\/p>\n<p>Ich kann nur jedem Filmfan nahe legen, sich diese beiden Meisterwerke so schnell wie m\u00f6glich anzuschauen. W\u00e4hrend der eine eine h\u00f6chst brillante wie wahnsinnig gut durchdachte Geschichte erz\u00e4hlt, ist der andere f\u00fcr mich die neue Referenz in Punkto Regieleistung eines animierten Filmes.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Alles steht Kopf<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Anomalisa<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Alles steht Kopf<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester fremdsprachiger Film<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nA War(D\u00e4nemark)<br \/>\nDer Schamane und die Schlange (Kolumbien)<br \/>\nMustang (Frankreich)<br \/>\nSon of Saul(Ungarn)<br \/>\nTheeb (Jordanien)<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Hier kann ich eigentlich kaum mitreden, denn ich habe keinen (!) der f\u00fcnf nominierten Filme gesehen. Aber zum Gl\u00fcck ist der Favorit <b>Son of Saul<\/b> beinahe in Stein gemei\u00dfelt. Er erf\u00fcllt alle wichtigen Kriterien eines typischen Oscargewinners: Er behandelt den Holocaust, er bekam in Cannes den &#8222;Grand Prize of the Jury&#8220; und er soll verdammt gut gemacht sein.<\/p>\n<p>Beim Runner-Up kann ich mich ebenso auf meine Oscarwatcher-Kollegen aus dem amerikanischen Raum verlassen, die allesamt <b>Mustang<\/b> als potenziellen K\u00f6nigsm\u00f6rder nennen. Weil aber in dieser Kategorie nicht mehr alle Filme gesehen werden m\u00fcssen, damit man mitstimmen darf, sollten solche \u00dcberraschungen nicht weiter passieren.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Son of Saul<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Mustang<br \/>\n<b>Haven&#8217;t seen:<\/b> Son of Saul, Mustang, Theeb, Der Schamane und die Schlange, A War<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester animierter Kurzfilm<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nBear Story<br \/>\nPrologue<br \/>\nSanjay&#8217;s Super Team<br \/>\nWe Can&#8217;t Live Without Cosmos<br \/>\nWorld of Tomorrow<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Die Wahl des besten animierten Kurzfilmes erweist sich als richtig schwierig, weil in meinen Augen alle f\u00fcnf richtig gut sind. <b>Prologue<\/b> ist zwar nur ein kurzes, rein Story technisch belangloses Filmchen, bei dem sich vier Krieger gegenseitig auf brutale Weise mit Schwertern und Speeren zermetzeln \u2013 aber die flie\u00dfenden Perspektivwechsel und der altmodisch auf Bleistift getrimmte Zeichenstil sorgen f\u00fcr fantastische Bilder. Zudem stammt der Film von Altmeister Richard Williams, der bereits f\u00fcr <b>Roger Rabbit<\/b> zwei Oscars erhielt und somit eine kleine Fanbasis innerhalb der Academy haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><b>Sanjay&#8217;s Super Team<\/b> ist ein Werk aus dem Hause Pixar und einfach nur s\u00fc\u00df gemacht. Nach einer angeblich &#8222;wahren&#8220; Geschichte zeigt Sanjay Patel sich selbst, wie er als kleiner Junge von Superhelden besessen ist, w\u00e4hrend sein Vater, ein streng gl\u00e4ubiger Hindu, ihn verzweifelt zur Einhaltung der h\u00e4uslichen Zeremonien dr\u00e4ngt. Das Interesse des Jungen h\u00e4lt sich in Grenzen, bis er sich in einer Traumsequenz wiederfindet, in der er von einem b\u00f6sen Monster angegriffen wird. Hinter ihm erscheinen drei G\u00f6tter der Hindus, die eine fesche Superheldennummer abziehen.\u00a0Man mag die Message bez\u00fcglich &#8222;altmodische G\u00f6tter = coole Superhelden&#8220; in Frage stellen, aber die Umsetzung ist Pixar-typisch auf h\u00f6chstem Niveau.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich professionell kommt\u00a0<b>Bear Story<\/b> r\u00fcber, in dem ein alter B\u00e4r einen mechanischen Spielkasten baut, der wiederum die Geschichte einer B\u00e4renfilme zeigt. Diese wird zun\u00e4chst tragisch auseinander gerissen, Papa B\u00e4r landet im Zirkus, kann sich befreien und findet seine Familie gottlob noch lebend in seinem ansonsten zerst\u00f6ren Heim wieder. Das Interessante hierbei ist eben, dass die Geschichte durch die Idee mit dem Spielkasten quasi innerhalb einer Geschichte erz\u00e4hlt wird.<\/p>\n<p>Geht es jedenfalls nach dem Internet, dann w\u00fcrde Don Hertzfeldts <b>World of Tomorrow<\/b>\u00a0abr\u00e4umen. Und auch wenn er nicht mein Favorit ist: Ich w\u00fcrde es dem Mann allein f\u00fcr sein f\u00fcnfzehn Jahre altes <b>Rejected<\/b> g\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>World of Tomorrow<\/b> ist zeichnerisch extrem simpel gestaltet und lebt einzig und allein von seiner genialen Geschichte. Ein kleines M\u00e4dchen, gesprochen von Hertzfeldts vierj\u00e4hriger Nichte, spielt ein wenig am hauseigenen Bildschirm herum, als pl\u00f6tzlich eine junge Frau zu ihr spricht. Sie behauptet, sie sei ihr Klon der dritten Generation. Mehr noch: Die Menschheit h\u00e4tte dank des Klonens und der \u00dcbertragung von Erinnerungen eine M\u00f6glichkeit gefunden, unsterblich zu werden. Zudem gebe es Zeitreisen, wobei jedoch eine Klassengesellschaft entstand: Die Reichen nutzen eine recht sichere Technik, die Armen eine holprige, die oft zum Tod f\u00fchrt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Klon dem kleinen M\u00e4dchen von der &#8222;Welt von Morgen&#8220; berichtet, dabei so emotionslos wie ein Roboter klingt und definitiv nicht nur gute Nachricht parat hat, ist das M\u00e4dchen selbst total verspielt wie verpeilt. Der Kontrast ist entsprechend grandios.<\/p>\n<p>Ohne jeden Zweifel ist <b>World of Tomorrow<\/b> der cleverste Kurzfilm von allen \u2013 und genau aus dem Grund kann ich mir nicht vorstellen, dass er gew\u00e4hlt wird. Es gef\u00e4llt dem typischen Internetjunkie und Computernerd \u2013 und die Academy ist das glatte Gegenteil davon.<\/p>\n<p>Nein: Ich setze (und hoffe) auf meinen Favoriten <b>We Can&#8217;t Live Without Cosmos<\/b>. Dort wird die Geschichte zweier Jugendfreunde erz\u00e4hlt, die von klein auf Astronauten werden wollen. Sie erreichen in der Tat alle daf\u00fcr n\u00f6tigen Bedingungen und werden f\u00fcr die n\u00e4chste Mission ins All gew\u00e4hlt. Doch als der eine von ihnen startet und es zu einem Zwischenfall kommt, da passieren mit dem anderen gar wunderliche Dinge&#8230;<\/p>\n<p><b>We Can&#8217;t Live Without Cosmos<\/b> ist lustig, r\u00fchrend und verdammt gut durchdacht. Der Zeichenstil ist auf den ersten Blick sehr simpel, lebt aber von ein paar fantastischen Szenenwechseln. Zudem kommt der Film komplett ohne Dialoge aus und erz\u00e4hlt trotzdem einwandfrei eine sehr sch\u00f6n geschriebene Geschichte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> We Can&#8217;t Live Without Cosmos<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Bear Story<br \/>\n<b>My vote:<\/b> We Can&#8217;t Live Without Cosmos<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Kurzfilm<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nAlles wird gut<br \/>\nAve Maria<br \/>\nDay One<br \/>\nShok<br \/>\nStutterer<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Was f\u00fcr die animierte Garde gilt, z\u00e4hlt auch f\u00fcr die Live-Action-Kategorie: die f\u00fcnf nominierten Kurzfilme sind allesamt gut bis sehr gut. Noch am relativ schw\u00e4chsten wirkt <b>Ave Maria<\/b>: Eine Familie israelischer Herkunft strandet mitten in Westjordanland vor einem Kloster, in dem f\u00fcnf Nonnen ihrem ewigen Schweigegel\u00fcbde nachgehen. Dank des Sabbats darf der Familienvater keine technischen Ger\u00e4te benutzen, w\u00e4hrend den Nonnen freilich das Reden untersagt ist. Das wiederum f\u00fchrt zu ein paar am\u00fcsanten Konflikten, weshalb <b>Ave Maria<\/b> gekonnt die Idiotie religi\u00f6ser Sturheit aufs Korn nimmt, ohne die jeweiligen Glaubensrichtungen zu beleidigen.<\/p>\n<p>Ebenfalls charamant ist <b>Stuttererer<\/b>, der von einem Stotterer erz\u00e4hlt, der seit einem halben Jahr mit einer Frau chattet, ohne sie je pers\u00f6nlich getroffen zu haben. Nat\u00fcrlich haben sich beide ineinander verliebt, weshalb sie ihn endlich besuchen kommen m\u00f6chte. Er jedoch hat aufgrund seiner Krankheit Angst, dass sie sich beim ersten Kontakt von ihm abwendet \u2013 das typische Problem unter sch\u00fcchternen Verliebten eben. Nat\u00fcrlich kl\u00e4rt sich alles auf und es kommt zu einer vorhersehbaren, aber stimmigen Pointe.<\/p>\n<p>Es gibt zwei Gr\u00fcnde, warum <b>Stuttererer<\/b> gewinnen k\u00f6nnte: Zum einen sind die Szenen, in denen der Alltag des Stotterers gezeigt wird und man seine Gedanken klar und deutlich aus dem Off h\u00f6rt, vortrefflich inszeniert, weshalb man sich prima in die Rolle des Hauptcharakters hineinversetzen kann. Zum anderen ist es neben <b>Ave Maria<\/b> der einzige Film, der ein gutes Ende nimmt. Die verbleibenden drei hingegen sind nichts f\u00fcr Leute, die schon mit dem realen Alltag \u00fcberfordert sind und mit dem Leid der Welt so ihre Probleme haben.<\/p>\n<p><b>Day One<\/b> erz\u00e4hlt die Geschichte einer Dolmetscherin, die ihren ersten Tag in Afghanistan antritt. Neben den typischen Startschwierigkeiten, dass sie es als Frau unter einer Horde von m\u00e4nnlichen Soldaten grunds\u00e4tzlich nicht leicht hat, stolpert sie gleich bei ihrem Deb\u00fcteinsatz in einen tragischen Konflikt. Ihre Einheit nimmt einen afghanischen Bombenbastler gefangen, worauf es zu einer Explosion kommt. Davon ger\u00e4t seine hochschwangere Frau in Mitleidenschaft, deren Fruchtblase platzt. Und weil sie aufgrund ihrer Kultur keine M\u00e4nner als Hilfe bei der Geburt duldet, muss eben die blutjunge Dolmetscherin ran. Die Tatsache, dass bereits ein \u00c4rmchen des Babys herausguckt, macht die Sache jedenfalls nicht einfacher&#8230;<\/p>\n<p>Der Film springt von einem tragischen Moment zum anderen \u2013 und in dem Moment, wo man glaubt, dass doch noch alles halbwegs gut ausgeht, haut er einem in die Magengrube. Die schauspielerische Leistung ist jedenfalls sensationell gut, insbesondere die des afghanischen Bombenbauers.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich tragisch ist der Film mit dem harmlosen Namen <b>Alles wird gut<\/b>: Ein Mann holt seine Tochter von seiner Ex-Frau f\u00fcr das anstehende Wochenende ab. Sie fahren gemeinsam in einen Spielwarenladen, wo sich die Kleine das gr\u00f6\u00dfte Playmobilset aussuchen darf. Zun\u00e4chst ist alles Friede, Freude, Eierkuchen, doch nach einer Weile merkt das M\u00e4dchen, dass ihr Vater etwas verheimlicht. In der Tat hat er den festen Entschluss gefasst, seine Tochter zu entf\u00fchren und mit ihr ein neues Leben fernab der Ex-Frau zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Von Anfang an wird klar, dass das nicht gut ausgehen kann. Man merkt schnell, dass der Mann eigentlich keinen Plan hat, was er da tut und wie er sich das letztlich vorstellt. Die Schlussszene, in der er von seiner Ex-Frau und der Polizei in einem Hotelzimmer aufgefunden wird und sich minutenlang (!) an seine Tocher klammert, ohne sie loszulassen, l\u00e4sst euch als Zuschauer zerst\u00f6rt zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Doch all das ist ein Dreck gegen <b>Shok<\/b>, dem mit riesigen Abstand besten Kurzfilm des Jahres 2015. Ein Mann f\u00e4hrt zur\u00fcck in seine Heimat, einem kleinen Dorf mitten im Kosovo. Auf der Stra\u00dfe liegt ein umgekipptes Fahrrad. Er steigt aus seinem Auto, starrt das Fahrrad an und erinnert sich zur\u00fcck an seine Kindheit. Dort durchleben er sowie sein bester Freund Oki den kriegerischen Alltag des Kosovokonfliktes und m\u00fcssen eine lebensbedrohliche Situation nach der anderen \u00fcberstehen.<\/p>\n<p>Das Ende ist unglaublich fies, niederschmetternd und schreiend ungerecht. Regisseur Jamie Donoughue hat die tragischste Szene derma\u00dfen gut inszeniert, dass <b>Shok<\/b> allein f\u00fcr diese f\u00fcnf Sekunden gewinnen sollte. Dar\u00fcber hinaus ist die Darstellung der Kinder bemerkenswert und ein Lehrbeispiel f\u00fcr hoch bezahlte Hollywoodregisseure, die so etwas nur halb so gut hinkriegen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Shok<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Stutterer<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Shok<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Dokumentarfilm<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nAmy<br \/>\nCartel Land<br \/>\nThe Look of Silence<br \/>\nWhat Happened, Miss Simone?<br \/>\nWinter on Fire: Ukraine&#8217;s Fight for Freedom<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Das Feld der Dokumentarfilme ist rein von der Qualit\u00e4t her breit gef\u00e4chert. W\u00e4hrend mich <b>What Happened, Miss Simone?<\/b> eher kalt l\u00e4sst und sowohl <b>Cartel Land<\/b> als auch <b>Winter on Fire: Ukraine&#8217;s Fight for Freedom<\/b> in meinen Augen zu wenig aus ihren jeweiligen Themen herausholt, sind die beiden Top-Favoriten <b>Amy<\/b> und <b>The Look of Silence<\/b> aus v\u00f6llig verschiedenen Gr\u00fcnden eine Klasse f\u00fcr sich.<\/p>\n<p><b>The Look of Silence<\/b> ist quasi eine Fortsetzung zu Joshua Oppenheimers brillanten <b>The Act of Killing<\/b>. Diesmal wird das Grauen des Genozids in Indonesien aus Sicht einer der Opferfamilien gezeigt \u2013 oder besser gesagt eines Mannes, dessen Bruder auf grausame Weise von den Machthabern des Landes get\u00f6tet wurde.<\/p>\n<p>Man sieht abwechselnd, wie er sich die von Oppenheimer aufgezeichneten Interviews anschaut, in denen frei von der T\u00f6tung seines Bruders erz\u00e4hlt wird, und wie er mit Menschen redet, die direkt oder indirekt an der Tat beteiligt waren. Erneut ist es gleichzeitig faszinierend und erschreckend, in welchem Tonfall die M\u00f6rder reden. Sie wirken entweder gleichg\u00fcltig oder machen sich dar\u00fcber lustig, praktisch Unschuldigen bei lebendigem Leibe den Penis abgeschnitten zu haben.<\/p>\n<p>Doch Oppenheimer wird erneut verlieren und diesmal sogar zurecht. Den Asif Kapadias <b>Amy<\/b> ist in meinen Augen unschlagbar. Der Film fasst das kurze Leben und die abenteuerliche Karriere von Amy Winehouse zusammen. Die ausgew\u00e4hlten Szenen und der Schnitt sind derma\u00dfen gut, dass man phasenweise das Gef\u00fchl hat, einen Spielfilm vor Augen zu haben. Genau wie in Kapadias vorhergehender Doku <b>Senna<\/b> verzichtet er auf selbst gedrehtes Material und l\u00e4sst Augenzeugen nur aus dem Off sprechen. Auch das tr\u00e4gt immens zur Authentizit\u00e4t von <b>Amy<\/b> bei, der in seiner relativ kurzen Zeit ein hervorragendes Gef\u00fchl vermittelt, was bei der Frau schief gelaufen ist.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Amy<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> The Look of Silence<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Amy<\/i><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #80bfff;\">Bester Dokumentar-Kurzfilm<\/span><\/h2>\n<p><span style=\"color: #afafaf;\"><i><b>Nominiert sind:<\/b><br \/>\nBody Team 12<br \/>\nChau, Beyond the Lines<br \/>\nClaude Lanzmann: Spectres of the Shoah<br \/>\nA Girl in the River: The Price of Forgiveness<br \/>\nLast Day of Freedom<br \/>\n<\/i><\/span><\/p>\n<p>Von der verbleibenden Kategorie habe ich immerhin drei Filme gesehen, was in Anbetracht der schweren Zug\u00e4nglichkeit der Dokumentarkurzfilme nicht schlecht ist. <b>Claude Lanzmann: Spectres of the Shoah<\/b> wirkt auf dem Papier dezent bizarr, weil der Dokumentarfilm die Arbeit eines Dokumentarfilmers dokumentiert. Allerdings bezieht sich das Portr\u00e4t dem Namen nach auf Claude Lanzmann, der die ber\u00fchmteste und nach Aussagen vieler Experten wichtigste Holocaust-Dokumentation <b>Shoah<\/b> auf die Beine gestellt hat. Ein Prozess, der Lanzmann mehr als eine ganze Dekade seines Lebens gekostet hat&#8230;<\/p>\n<p><b>Chau, Beyond the Lines<\/b> hingegen ist rein visuell gesehen richtig harter Tobak und zeigt Bilder, die man in &#8222;normalen&#8220; Filmen nie sehen w\u00fcrde. Es geht um k\u00f6rperlich verkr\u00fcppelte Kinder in Vietnam, die aufgrund von Agent Orange, einem Gift, das die Amerikaner w\u00e4hrend des Krieges \u00fcber die Felder spr\u00fchten, von Geburt an massiv entstellt sind. Le Minh Chau ist der zentrale Charakter, der trotz seiner deformierten Gliedma\u00dfen Maler werden m\u00f6chte. Dar\u00fcber hinaus seht ihr immer nur phasenweise beziehungsweise am Rande andere Kinder, deren Anblick die meisten Menschen kaum ertragen k\u00f6nnten. Es ist fies, das zu sagen, aber sie sehen aus wie die bizarren Ausw\u00fcchse eines Horrorfilmes \u2013 nur dass sie tats\u00e4chlich existieren und reale Personen sind.<\/p>\n<p>Bleibt zu guter Letzt <b>Last Day of Freedom<\/b>, das die tragische Geschichte des Kriegsveteranen Manny Babbitt aus Sicht seines Bruders Bill schildert. Manny wird als Kind in einen Autounfall verwickelt und hat fortan sichtliche Lernschwierigkeiten. Er zieht in den Vietnamkrieg, der ihn zus\u00e4tzlich traumatisiert. Jahre sp\u00e4ter ermordet er aus unerkl\u00e4rlichen Gr\u00fcnden eine alte Frau. Der Mann, der den Beweis f\u00fcr seine Schuld erbringt und ihn der Polizei \u00fcbergibt? Bill, sein eigener Bruder.<\/p>\n<p>An Manny wird ein Exemplar statuiert: Ohne Zeugenaussagen, die ihm beiseite stehen, und ohne Ber\u00fccksichtigung seiner posttraumatischen Belastungen wird er von den Geschworenen f\u00fcr schuldig befunden und letztlich zum Tode verurteilt. Da spielt der Aspekt, dass Manny schwarz war und die Jury komplett wei\u00df, fast schon eine nebens\u00e4chliche Rolle.<\/p>\n<p>Bei den anderen beiden Kandidaten konnte ich nur Trailer schauen und auf Wikipedia nachlesen: <b>Body Team 12<\/b> begleitet Helfer des Roten Kreuzes, die vor zwei Jahren in einem vom Ebolavirus befallenen Seuchengebiet Leichen bergen mussten. <b>A Girl in the River: The Price of Forgiveness<\/b> hingegen ist eine Art Fortsetzung zu <b>Saving Face<\/b>. Der Film schildert das Martyrium einer jungen Frau, die seit einem Ehrenmord-Anschlag entstellt ist und den T\u00e4tern, namentlich ihrem Onkel und ihrem Vater, aufgrund des Drucks der Gesellschaft verzeihen musste. Und die daraufhin wieder auf freien Fu\u00df gesetzt wurden&#8230;<\/p>\n<p>So oder so gilt <b>Last Day of Freedom<\/b> als Favorit und das auch zurecht. Neben der ungew\u00f6hnlichen Darstellung, die s\u00e4mtliche Szenen in Form von simplen Zeichnungen zeigt, ist es vor allem die Stimme von Bill Babbitt, der am Ende v\u00f6llig zerbricht. Einerseits wollte er das richtige tun und konnte nicht einfach so den Mord, den sein Bruder offenkundig begangen hat, vertuschen. Andererseits ging er davon aus, dass Manny einen fairen Prozess erh\u00e4lt \u2013 und nicht sein Leben aufgrund einer Giftspritze verliert.<\/p>\n<p><span style=\"color: #dfdf30;\"><i><b>Front-runner:<\/b> Last Day of Freedom<br \/>\n<b>Runner-up:<\/b> Claude Lanzmann: Spectres of the Shoah<br \/>\n<b>My vote:<\/b> Last Day of Freedom<br \/>\n<b>Haven&#8217;t seen:<\/b> Body Team 12, A Girl in the River: The Price of Forgiveness<\/i><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Unvermeidliche steht vor der T\u00fcr: Hollywoods gr\u00f6\u00dfte Selbstbeweihr\u00e4ucherungsshow geht in die 88te Runde. Und im Gegensatz zu den Jahren davor k\u00f6nnte es so richtig spannend werden &#8211; theoretisch, zumindest. Auf, auf, das all die h\u00e4sslichen Statistiken gesprengt werden und wir mal ein paar \u00dcberraschungen geboten bekommen!<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,12],"tags":[],"class_list":["post-5313","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-movie","category-movie-awards"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5313","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5313"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5313\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6956,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5313\/revisions\/6956"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5313"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5313"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5313"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}