{"id":4782,"date":"2016-01-13T12:00:46","date_gmt":"2016-01-13T11:00:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theawardian.de\/?p=4782"},"modified":"2016-03-25T18:22:22","modified_gmt":"2016-03-25T17:22:22","slug":"game-89-resident-evil-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theawardian.de\/?p=4782","title":{"rendered":"Game #89: Resident Evil 4"},"content":{"rendered":"<p><i><a href=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/089-Resident_Evil_4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4776\" alt=\"089-Resident_Evil_4\" src=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/089-Resident_Evil_4.jpg\" width=\"600\" height=\"140\" srcset=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/089-Resident_Evil_4.jpg 600w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/089-Resident_Evil_4-300x70.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a>Hersteller: Capcom<br \/>\nDirector: Shinji Mikami<br \/>\nComposers: Misao Senbongi &amp; Shusaku Uchiyama<br \/>\nSystem: GameCube<br \/>\nJahr: 2005<\/i><\/p>\n<p><!--more-->\u201eWoah!\u201c ist immer noch das beste Wort, um meine Eindr\u00fccke \u00fcber <b>Resident Evil 4<\/b> beschreiben. Bevor das Spiel erschien, f\u00fchlte ich mich bez\u00fcglich der Serie wie ein Au\u00dfenseiter. Gleichwohl mich <b>Code Veronica<\/b> mit seiner tollen Story angenehm \u00fcberraschte, konnte ich den Hype rund um die Zombiehatz nie vollst\u00e4ndig nachvollziehen.<\/p>\n<p>O.k., das k\u00f6nnte an meiner globalen Abneigung gegen\u00fcber Untoten ohne Hirn liegen. Aber mit jeder neuen Episode dachte ich mir: Wieso wird dieser Design technisch eher halbgare Mix aus Action und Adventure trotz seiner steifen Steureungsmechanik derart verehrt? Nicht falsch verstehen: Objektiv sind die meisten Episoden richtig gut und haben klar definierte St\u00e4rken. Aber von au\u00dfen betrachtet wirkte es wie eine dieser Serien, deren Fehler \u00f6fters verziehen wurde als jene aus anderen.<\/p>\n<p>Und dann kommt <b>Resident Evil 4<\/b>, das nicht nur einen brutal mutigen Umbruch vollf\u00fchrt und tonnenweise neue Ideen einb\u00fcrgert. Nein: Es macht dies in einer Perfektion, wie man es sonst nur von ausgefeilten Fortsetzungen gewohnt ist, die auf den Errungenschaften ihrer Vorl\u00e4ufer aufbauen. Die gibt es in diesem Fall nicht wirklich, obwohl es sich laut Titel um den offiziell vierten Teil einer Serie handelt.<\/p>\n<p>Die Story ist schnell abgehakt: Ihr kehrt zur\u00fcck in die Rolle von Leon Kennedy, der die entf\u00fchrte Tochter des amerikanischen Pr\u00e4sidenten aus einem beschaulichen spanischen Dorf befreien soll. Dort sto\u00dft er einerseits auf die Sekte Los Illluminados und andererseits nat\u00fcrlich auf zahlreiche Bewohner, die von einem Parasiten infiziert wurden. Und wie ihr euch vorstellen k\u00f6nnt sorgt der nicht gerade f\u00fcr eine erh\u00f6hte Intelligenz&#8230;<\/p>\n<p>Doch hier steckt bereits einer der entscheidenden Unterschiede: Die Infizierten sind keine Zombies im klassischen Sinne. Sie sind zwar dumpf und auf Gewalt aus, aber sie greifen gezielt in Gruppen an und k\u00f6nnen eingeschr\u00e4nkt mit Waffen umgehen. Die Bedrohung ist im Vergleich zu den alten <b>Resident Evil<\/b>-Spielen eine ganz andere und bereichert die Action enorm.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt ist es schwer, hier \u00fcberhaupt noch von einem Action-Adventure zu reden. Die R\u00e4tsel sind mehr oder weniger eine Randnotiz und vermutlich \u00fcberhaupt nur deshalb noch vorhanden, damit \u00fcberhaupt ein spielerischer Bezug zu den Vorg\u00e4ngern vorhanden ist. Alles weitere spielt sich allein aufgrund der ver\u00e4nderten Perspektive v\u00f6llig anders: Anstatt zwischen vorgegebenen Kameraperspektiven zu wechseln, schaut ihr stets \u00fcber Leons Schulter. Weil euer Alter Ego nicht zentral sondern am Rand gezeigt wird, habt ihr insbesondere dank des Breitbildformats stets den \u00dcberblick.<\/p>\n<p><b>Resident Evil 4<\/b> unterscheidet zwischen zwei grunds\u00e4tzlichen Steuerungsmodi: dem Laufen und dem Schie\u00dfen. Beides gleichzeitig ist nicht m\u00f6glich, was von einigen kritisiert wird. Aber selbst hier muss ich ganz klar dagegen halten: Gerade durch diese Trennung f\u00fchlt sich die Schie\u00dferei viel bedrohlicher und viel intensiver an. Ihr k\u00f6nnt hier nicht einfach durch die Gegend rennen und die Infizierten im Vorbeilaufen abknallen. Es mag dahingestellt sein, inwiefern es realistisch ist. Aber rein aus spielerischer Hinsicht ist das Konzept ein absoluter Volltreffer.<\/p>\n<p>Ebenfalls nahezu perfekt ist das Balancing der Waffen: Das Spiel gibt euch immer nur so viel Munition, wie ihr gerade ben\u00f6tigt. Dadurch f\u00fchlt ihr euch st\u00e4ndig etwas hilflos und panisch, weil ihr denkt \u201eHuiuiuiui, ich hab nur noch zwei Patronen&#8230;\u201c. Aber der Zufallsalgorithmus, der das Hinterlassen von Nachschub bestimmt, ist derart geschickt programmiert, dass ihr immer gerade so \u00fcber Wasser gehalten werdet und stets im allerletzten Moment ein Munitionsp\u00e4ckchen bekommt.<\/p>\n<p>Nehmt hinzu das geniale Setting, die f\u00fcr GameCube-Verh\u00e4ltnisse beeindruckende Grafikleistung und einige fantastisch gestaltete Endgegner, die sowohl optisch als auch spielerisch nur so Kreativit\u00e4t spr\u00fchen, und \u2026 ihr fragt euch sicherlich, warum das Spiel auf Platz 89 versauert. Nun, zum einen befinden wir uns inzwischen in einem Territorium, wo meine Euphorie aller noch vorgestellten Spiele nicht zu knapp ausfallen d\u00fcrfte. Zum anderen ist <b>Resident Evil 4<\/b> f\u00fcr mich pers\u00f6nlich einen Tacken zu sp\u00e4t erschienen.<\/p>\n<p>Es erinnert mich mehr an einen Ego-Shooter anstatt ein Action\/Adventures. Doch die Faszination von ersterem Genre bl\u00e4tterte mit dem Siegeszug eines gewissen Brechstangentr\u00e4gers, dessen zweiter Teil in meinen Augen bis heute ungeschlagen ist, St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck ab. Daf\u00fcr nahm mehr und mehr die Liebe zur stetigen Entwicklung der Adventures zu \u2013 ergo genau der Sparte, von der sich <b>Resident Evil 4<\/b> bewusst abwendet.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt w\u00e4re <b>Resident Evil 4<\/b> rein objektiv betrachtet ohne jeden Zweifel das beste Spiel des Jahres 2005&#8230; wenn da nicht knapp zehn Monate sp\u00e4ter ein Titel erscheinen sollte, der in meinen Augen aufgrund seiner Einmaligkeit die gesamte Branche auf den Kopf stellte. Also, insgeheim und nicht offensichtlich, wohlgemerkt. Es w\u00fcrde eh keiner zugeben, dass dem so ist \u2013 und verraten darf ich es euch erst sp\u00e4ter. Sehr viel sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\"  id=\"_ytid_79200\"  width=\"576\" height=\"324\"  data-origwidth=\"576\" data-origheight=\"324\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/0DejFzxHiqU?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Resident_Evil_4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4775\" alt=\"Resident_Evil_4\" src=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Resident_Evil_4-723x1024.jpg\" width=\"576\" height=\"815\" srcset=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Resident_Evil_4-723x1024.jpg 723w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Resident_Evil_4-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Resident_Evil_4.jpg 1530w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hersteller: Capcom Director: Shinji Mikami Composers: Misao Senbongi &amp; Shusaku Uchiyama System: GameCube Jahr: 2005<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,2],"tags":[],"class_list":["post-4782","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-game","category-personal-top-365"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4782","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4782"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4782\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5733,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4782\/revisions\/5733"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4782"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4782"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4782"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}