{"id":4404,"date":"2015-12-14T12:00:40","date_gmt":"2015-12-14T11:00:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theawardian.de\/?p=4404"},"modified":"2016-03-25T05:01:46","modified_gmt":"2016-03-25T04:01:46","slug":"game-119-xenogears","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theawardian.de\/?p=4404","title":{"rendered":"Game #119: Xenogears"},"content":{"rendered":"<p><i><a href=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/119-Xenogears.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4405\" alt=\"119-Xenogears\" src=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/119-Xenogears.jpg\" width=\"600\" height=\"140\" srcset=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/119-Xenogears.jpg 600w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/119-Xenogears-300x70.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a>Hersteller: Squaresoft<br \/>\nDirector: Tetsuya Takahashi<br \/>\nScript: Masato Kato<br \/>\nComposer: Yasunori Mitsuda<br \/>\nSystem: PlayStation<br \/>\nJahr: 1998<\/i><\/p>\n<p><!--more-->Geh heim, Bibel \u2013 hier kommt <b>Xenogears<\/b>: W\u00e4hrend ich mich gerade aus beruflichen Gr\u00fcnden durch das epische und wundersch\u00f6n anzusehende, aber gleichzeitig designtechnisch grausig gestaltete <b>Xenoblade Chronicle X<\/b> ackere, muss ich umso wehm\u00fctiger an Tetsuya Takahashis erste Regiearbeit denken. Denn dort schaffte der Japaner gemeinsam mit dem kongenialen Autor Masato Kato etwas, was die beiden bis heute nicht zu wiederholen vermochten: eine brutal laberlastige Story mit unz\u00e4hligen Nuancen und Details, die niemals langweilig und stets hochinteressant gewesen ist.<\/p>\n<p>Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, dass <b>Xenogears<\/b> die bislang beste Storyleistung in der Geschichte der Videospiele erzielt hat. Allein der Aufwand hinter dem 70 Stundenmonster ist immens: So soll das Spiel die f\u00fcnfte einer auf sechs Episoden angelegten Saga sein. Nein, von den anderen Teilen bekommt ihr praktisch gar nichts mit. Jedoch f\u00fchlt sich die Welt von <b>Xenogears<\/b> um ein Vielfaches authentischer und lebendiger an, eben weil man sp\u00fcrt: Da gab es eine Vergangenheit und da wird es eine Zukunft geben.<\/p>\n<p>Hier macht der Koloss noch lange nicht halt, denn der Plot ist mehr als nur ein typischer Sci-Fi-Anime-Mischmasch. Er bedient sich massiv bei Symbolen, Religionen, Philosophen wie Nietzsche und Psychologen wie Freud oder Jung. Den Charakteren fehlt jedes stereotypische Schwarzwei\u00dfdenken und sie sind menschlicher als es jeder Bewohner dieser, unserer Erde sein k\u00f6nnte. Man nehme allein den Antagonisten Id, der es sich zum Ziel gesetzt hat, jedwedes Leben auszul\u00f6schen: Dahinter steckt keine eigene Person, sondern die zerst\u00f6rerische Pers\u00f6nlichkeit des Protagonisten Fei Fong Wong, die sich aufgrund eines h\u00f6chst traumatischen Ereignisses manifestiert hat und in Ausnahmesituationen zum Vorschein kommt. Und warum will Id s\u00e4mtliches Leben zerst\u00f6ren? Weil er unter seiner eigenen Existenz derart leidet und jedwede Form der potenziellen Wiederbelebung verhindern will.<\/p>\n<p>Id ist nur eines von vielen, vielen, vielen Elementen, aufgrund dessen <b>Xenogears<\/b> der pure Wahnsinn ist. Nochmal: Ich stehe \u00fcberhaupt nicht auf solche schwafellastigen Spiele, die nie auf den Punkt kommen. Aus genau diesem Grunde bin ich auch kein gro\u00dfer Fan s\u00e4mtlicher inoffiziellen Nachfolger, die Takahashi in Form von <b>Xenosaga<\/b> oder eben <b>Xenoblade<\/b> auf die Beine gestellt hat. Aber <b>Xenogears<\/b> trifft genau den richtigen Nerv und profitiert bizarrerweise von einer technischen Unzul\u00e4nglichkeit, n\u00e4mlich der fehlenden Sprachausgabe. Solch Textw\u00fcsten fachgerecht vorzutragen ist eine Mammutaufgabe, die den besten Theaterschauspieler brechen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Was gibt es abseits der Geschichte zu erz\u00e4hlen? Nun, in <b>Xenogears<\/b> steckt ein grundsolides Rollenspiel, bei dem ihr abwechselnd in menschlicher Gestalt und in riesigen Mechs rundenbasierende K\u00e4mpfe bestreitet. Das System ist gut und brauchbar, gleichwohl so manches Gebiet aufgrund der Menge an zufallsgenerierten Gegnern stresst. Aber unterm Strich ist <b>Xenogears<\/b> auch in spielerischer Hinsicht empfehlenswert, wenn auch bei weitem nicht derart einzigartig.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich muss ich ein paar Worte \u00fcber die Musik verlieren, dem unumstrittenen Meisterwerk von Yasunori \u201e<b>Chrono Trigger<\/b>\u201c Mitsuda: Wer es schafft, mit einem gerade mal zwei CD umfassenden Soundtrack den Spieler f\u00fcr \u00fcber 70 Stunden bei Laune zu halten, stets zu motivieren und nicht ein einziges Mal zu nerven, der verdient einen Ehrenplatz in der Top Five der besten Soundtracks aller Zeiten. Stay tuned&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\"  id=\"_ytid_22763\"  width=\"576\" height=\"432\"  data-origwidth=\"576\" data-origheight=\"432\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/NCW0f6iOddQ?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Xenogears.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4406\" alt=\"Xenogears\" src=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Xenogears-1024x883.jpg\" width=\"576\" height=\"496\" srcset=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Xenogears-1024x883.jpg 1024w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Xenogears-300x258.jpg 300w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Xenogears.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hersteller: Squaresoft Director: Tetsuya Takahashi Script: Masato Kato Composer: Yasunori Mitsuda System: PlayStation Jahr: 1998<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,2],"tags":[],"class_list":["post-4404","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-game","category-personal-top-365"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4404","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4404"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4404\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5690,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4404\/revisions\/5690"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4404"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}