{"id":4329,"date":"2015-12-08T12:00:30","date_gmt":"2015-12-08T11:00:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theawardian.de\/?p=4329"},"modified":"2015-12-08T06:58:45","modified_gmt":"2015-12-08T05:58:45","slug":"game-125-m-u-l-e","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theawardian.de\/?p=4329","title":{"rendered":"Game #125: M.U.L.E."},"content":{"rendered":"<p><i><a href=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/125-MULE.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4330\" alt=\"125-MULE\" src=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/125-MULE.jpg\" width=\"600\" height=\"140\" srcset=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/125-MULE.jpg 600w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/125-MULE-300x70.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a>Hersteller: Ozark Softscape<br \/>\nGame Design and Execution: Danielle Berry Bunton (Lead Designer), Bill Bunton, Jim Rushing &amp; Alan Watson<br \/>\nComposer: Roy Glover<br \/>\nSystem: Atari 400\/800, C64<br \/>\nJahr: 1983<\/i><\/p>\n<p><!--more-->Leute, heute ist ein universeller und unumstrittener Klassiker an der Reihe, der ganz oben in der Liste \u201eSpiele, die man mal gespielt haben sollte\u201c steht: <b>M.U.L.E.<\/b>. Ich w\u00fcrde gar soweit gehen, dass es zum Erscheinungszeitpunkt kein besseres Spiel gab.<\/p>\n<p><b>M.U.L.E.<\/b> ist rein spielerisch betrachtet eine Mischung aus Aufbau- und Wirtschaftssimulation. Ihr verwaltet Landparzellen, produziert Rohstoffe, betreibt mit diesen Handel und m\u00fcsst mit unerwarteten Ereignissen klar kommen. Jedoch beschr\u00e4nken sich all genannten Elemente auf das N\u00f6tigste und sind in ein \u00fcbersichtliches Korsett gepresst, weshalb das Spiel eher den Charme eines unbeschwerten Brettspieles vermittelt.<\/p>\n<p>\u201eBrettspiel h\u00f6rt sich jetzt aber auch nicht gerade wie der Knaller an&#8230; wozu braucht man f\u00fcr sowas einen Computer?\u201c &#8211; Ganz einfach: wegen des Echtzeitfaktors, der anno 1983 einer Revolution glich. Ich fange von vorne an: Vier Spieler k\u00e4mpfen auf dem Planeten Irata (lest das Wort mal r\u00fcckw\u00e4rts&#8230;) zw\u00f6lf Runden lang um die Vorherrschaft. Zu Beginn einer Runde darf sich jeder eine von insgesamt 44 Landparzellen aussuchen. Dazu wandert ein K\u00e4stchen von oben links nach unten rechts, w\u00e4hrend jeder Spieler per simplem Tastendruck die gerade ausgew\u00e4hlte Parzelle f\u00fcr sich beanspruchen kann. Dr\u00fccken zwei Spieler gleichzeitig, dann bekommt derjenige den Zuschlag, der gerade schlechter dran ist.<\/p>\n<p>Als N\u00e4chstes agieren die Spieler abwechselnd: Jedem steht eine begrenzte Zeit zur Verf\u00fcgung, in der er\/sie im Zentrum der Welt einen M.U.L.E. kauft, ausr\u00fcstet und ihn in seinem Land installiert. Abh\u00e4ngig von der gew\u00e4hlten Ausr\u00fcstung produziert das Land fortan Energie, Essensrationen, Erze oder (im Falle des h\u00f6chsten Schwierigkeitsgrades) Diamanten. Dabei gilt: Energie gibt es praktisch \u00fcberall, Essen baut man am besten in der N\u00e4he des ind er Mitte verlaufenden Flusses ab, Erze findet ihr in den Bergen und Diamanten&#8230; tja, daf\u00fcr solltet ihr besser mit einer Expertise abchecken, ob euer Land das entsprechende Vorkommen besitzt.<\/p>\n<p>Danach m\u00fcssen alle vier Spieler tatenlos den Produktionsvorgang mit ansehen und ein zuf\u00e4lliges Ereignis abwarten. Selten handelt es sich dabei um etwas positives, h\u00e4ufiger m\u00fcsst ihr mit Pest, St\u00fcrmen oder diebischen Piraten, was sich ebenfalls auf eure so produzierten Rohstoffe oder gar auf eure gebunkerten Vorr\u00e4te auswirkt.<\/p>\n<p>Jede Runde wird mit dem spannendsten und lustigsten Part abgeschlossen: dem Handel. Dort k\u00f6nnen nun die vier Spieler (egal ob sie menschlich sind oder vom Computer gesteuert werden) untereinander ihre Rohstoffe \u201etauschen\u201c. Das geniale hierbei ist der Ablauf: Zu Beginn einer jeden Auktionsrunde m\u00fcssen die Spieler innerhalb von Sekunden entscheiden, ob sie K\u00e4ufer oder Verk\u00e4ufer sein m\u00f6chten. Die jeweiligen Gruppen stehen sich dann gegen\u00fcber und haben erneut eingeschr\u00e4nkt Zeit zur Verf\u00fcgung, in denen sie sich regelrecht entgegen kommen m\u00fcssen. Treffen sie sich irgendwo in der Mitte, dann kommt ein Handel zustande.<\/p>\n<p>Und das war es auch schon: <b>M.U.L.E.<\/b> ist super simpel und w\u00fcrde gr\u00f6\u00dftenteils auch uneingeschr\u00e4nkt als Brettspiel funktionieren (bzw. gibt es seit diesem Jahr (!) gar ein solches). Aber der Echtzeitfaktor und das aktive Lenken einer Spielfigur sorgt f\u00fcr ein v\u00f6llig anderes Erlebnis. Die Steuerung von <b>M.U.L.E.<\/b> ist derart simpel, weshalb das gleichzeitige Spielen von vier Spielern problemlos via zwei Joysticks und einer Tastatur funktioniert.<\/p>\n<p>Danielle Bunton, eine der besten Spieledesigner der 1980er Jahre, war der Zeit enorm voraus und <b>M.U.L.E.<\/b> ist in meinen Augen das beste Beispiel daf\u00fcr. Es ist gewitzt, es ist clever und es ist derart charmant, weshalb selbst so dr\u00f6ge Prozesse wie das Handeln einen Heidenspa\u00df machen. Das Anfertigen des YouTube-Videos hat jedenfalls einen Heidenspa\u00df gemacht und zeigt wunderbar die H\u00f6hen und die Tiefen, die ich in den f\u00fcnf gezeigten Runden durchmachen musste.<\/p>\n<p>Einziger Wermutstropfen: F\u00fcr das Atari-Original fehlte Bunton die Zeit zum Programmieren eines Zufallsgenerators, der die Landparzellen in jeder Runde von Grund auf neu best\u00fcckt. Stattdessen schlummern auf dem Datentr\u00e4ger 128 Karten, aufgrund dessen Profis auf Dauer gesehen einen Vorteil gegen\u00fcber Anf\u00e4ngern haben. In der C64-Umsetzung hingegen ist der Zufallsgenerator drin, gleichwohl das Balancing der daraus entstehenden Karten nicht immer den modernen Anforderungen eines peniblen Spielekritikers entspricht&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\"  id=\"_ytid_10485\"  width=\"576\" height=\"432\"  data-origwidth=\"576\" data-origheight=\"432\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ychnJMXiq5A?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><br \/>\n<span style=\"line-height: 1.5;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/M.U.L.E..jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4331\" alt=\"M.U.L.E.\" src=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/M.U.L.E.-1024x996.jpg\" width=\"576\" height=\"560\" srcset=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/M.U.L.E.-1024x996.jpg 1024w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/M.U.L.E.-300x291.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hersteller: Ozark Softscape Game Design and Execution: Danielle Berry Bunton (Lead Designer), Bill Bunton, Jim Rushing &amp; Alan Watson Composer: Roy Glover System: Atari 400\/800, C64 Jahr: 1983<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,2],"tags":[],"class_list":["post-4329","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-game","category-personal-top-365"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4329","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4329"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4329\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4334,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4329\/revisions\/4334"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4329"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4329"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theawardian.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4329"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}