{"id":3079,"date":"2015-08-30T12:00:24","date_gmt":"2015-08-30T10:00:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.theawardian.de\/?p=3079"},"modified":"2015-08-21T02:34:45","modified_gmt":"2015-08-21T00:34:45","slug":"game-225-defender-of-the-crown","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theawardian.de\/?p=3079","title":{"rendered":"Game #225: Defender of the Crown"},"content":{"rendered":"<p><i><a href=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/225-Defender_of_the_Crown.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3081\" alt=\"225-Defender_of_the_Crown\" src=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/225-Defender_of_the_Crown.jpg\" width=\"600\" height=\"140\" srcset=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/225-Defender_of_the_Crown.jpg 600w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/225-Defender_of_the_Crown-300x70.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a>Hersteller: Cinemaware<br \/>\nDirector: Kellyn Beck<br \/>\nArt Director: James D. Sachs<br \/>\nComposer: Jim Cuomo<br \/>\nSystem: Amiga<br \/>\nJahr: 1986<\/i><\/p>\n<p><!--more-->Ich bin ein Kind der alten Happy-Computer und Power-Play-Generation. Viele der dort gepriesenen Spiele haben sich auch in meinem Favoriten-Kanon etabliert, w\u00e4hrend ich mich andersherum von so genannten Grafikblendern distanzierte. Es hat jedenfalls eine Weile gedauert, bis ich mir den \u201eSpa\u00df\u201c an so manchem \u201eStyle over Substance\u201c-Spiel eingestehen konnte \u2013 was auch f\u00fcr <b>Defender of the Crown<\/b> gilt.<\/p>\n<p>Denn rein spielerisch gesehen steckt hier einiges im Argen: Ihr k\u00e4mpft in einem \u00e4u\u00dferst simplen Strategiespiel um die Krone Englands, indem ihr Soldaten einkauft und Territorien einnehmt. Kleine Actionszenen, in denen ihr einem freundschaftlichen Turnier beiwohnt, die gefangene Maid aus einem feindlichen Schloss befreit oder per Katapult die gegnerische Burgmauer einreist, sorgen kaum f\u00fcr mehr Tiefe. Zudem k\u00f6nnt ihr einmalig Robin Hood (!) pers\u00f6nlich um Hilfe bitten, der euch f\u00fcr ein paar Runden ein paar Mannen zur Verf\u00fcgung stellt. Allein mit denen k\u00f6nnt ihr halb England erobern und das Spiel ruckizucki gewinnen.<\/p>\n<p>Da ich auch kein besonders guter Stratege bin, bleibt eigentlich nur ein Urteil: <b>Defender of the Crown<\/b> ist ein seichtes und viel zu leichtes Spiel, dass schnell langweilig wird&#8230; wenn da nicht diese grenzgeniale Pr\u00e4sentation w\u00e4re.<\/p>\n<p>Ich hoffe inst\u00e4ndig, dass auch die Generation von heute beim Anblick der Bilder eingestehen kann: Ja, es sieht recht schick aus. Ihr wollt gar nicht wissen, wie DAS anno 1986 gewirkt hat. Von der Farbschattierung bis zum Fotorealismus der Charaktere zeigte <b>Defender of the Crown<\/b> eine zuvor ungesehene Grafikpracht, die \u00fcber Jahre hinweg als Referenz galt. Allein der Schattenwurf w\u00e4hrend eines Raubzugs ist un\u00fcbertroffen \u2013 und nur die Animationen rissen einen von der Utopie heraus, hier ein lebensecht aussehendes Spiel vor Augen zu haben.<\/p>\n<p>Die Musik ist technisch zwei Klassen schlechter, aber ebenfalls aufgrund ihres klassischen Stils eine lobende Erw\u00e4hnung wert. Cinemaware machte jedenfalls mit <b>Defender of the Crown<\/b> ihrem Label alle Ehre, ein \u201ecineastisches Spielerlebnis\u201c zu liefern.<\/p>\n<p>Der gute, alte Heinrich Lenhardt gab damals der Grafik 95 und dem Spielspa\u00df 43 Punkte \u2013 von jeweils 100 m\u00f6glichen. Ersteres ist ohne Zweifel berechtigt, bei letzterem verstehe ich zumindest seine Argumentation. Denn die tolle Grafik w\u00fcrde bereits in der betreffenden Einzelwertung gelobt, w\u00e4hrend es mit der Spielsubstanz eher nicht so gut bestellt sei. Doch wie wir heute alle wissen, ist Anspruch kein Muss f\u00fcr Spa\u00df. <b>Defender of the Crown<\/b> ist simpel und leicht \u2013 und trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) habe ich es mehrfach durchgespielt. So wie man eben einen Film mehrfach anschaut, dessen Ende man auch bereits im voraus kennt.<\/p>\n<p>Die C64-Version ist im \u00fcbrigen spielerisch besser, weil dort am Balancing und am Anspruch geschraubt wurde. Ich kann deshalb auch verstehen, warum sie von Manchem als besser eingestuft wird. Aber gleichwohl die Grafik unter den gegebenen Umst\u00e4nden hervorragend adaptiert wurde: Auf dem Amiga ist <b>Defender of the Crown<\/b> eine eigene Hausnummer, die jeden, der es gesehen hat, erschlagen hat. Und dann braucht es auch keine Spieltiefe mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\"  id=\"_ytid_23222\"  width=\"576\" height=\"432\"  data-origwidth=\"576\" data-origheight=\"432\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/kqRJI2GnwrY?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Defender_of_the_Crown.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-3080\" alt=\"Defender_of_the_Crown\" src=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Defender_of_the_Crown-719x1024.jpg\" width=\"576\" height=\"820\" srcset=\"https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Defender_of_the_Crown-719x1024.jpg 719w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Defender_of_the_Crown-210x300.jpg 210w, https:\/\/www.theawardian.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Defender_of_the_Crown.jpg 1776w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hersteller: Cinemaware Director: Kellyn Beck Art Director: James D. 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