• Category Archives Kritik
  • La La Land

    Eigentlich vermeide ich Angaben bezüglich meines Lieblingsgenres. Meine schnöde Ausrede bezüglich solcher Fragen lautet: Ich mag Filme, die gut sind. Doch natürlich gibt es diverse Tendenzen: Mich faszinieren intelligente Science-Fiction-Geschichten, die nicht zu abgehoben sind, zu meinen größten „Guilty Pleasures“ gehören Katastrophenfilme und darüber hinaus ist mir eine originelle Regiearbeit lieber als ein perfekt geschniegeltes Drehbuch.

    Und dann sind da die Love-Storys: Das Genre, das in meinen Augen am schwierigsten umzusetzen ist und mich am meisten umhaut, wenn es funktioniert.

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  • Room

    Was würden wir alles für unsere Kinder tun? Oder besser gefragt: Zu was wären wir bereit? Wie reagieren wir in Ausnahmesituationen, mit denen wir selbst zu kämpfen hätten? Und wenn wir wirklich alles opfern müssten: Tun wir es wirklich des Kindes wegen – oder weil wir den Gedanken nicht ertragen könnten, ohne es zu leben?

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  • Der Marsianer

    Einer der größten Unterschiede zwischen den Oscars und den Golden Globes betrifft die Vergabe der Best-Picture-Auszeichnungen. Die Hollywood Foreign Press Association prämiert seit eh und je das beste Drama und die/das beste Komödie/Musical. Während die Idee an sich reizvoll klingt, birgt sie stets die Sorge der eindeutigen Zuordnung – eben wenn der Film sowohl dramatische als auch lustige Elemente besitzt.

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  • Brooklyn

    Wir leben im Zeitalter des Internets, wo theoretisch jeder jeden kennen lernen kann. Und doch ist es für unsichere Singles schwieriger als je zuvor einen Partner zu finden. Es stellt sich die Frage: Gab es früher zu viele gesellschaftliche Zwänge, aus denen man schlecht entfliehen konnte, oder heute zu viele Möglichkeiten, zwischen denen man sich nicht entscheiden mag?

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  • The Big Short

    Fast jeder, den ich kenne, denkt sich: Irgendwann knallt’s. Irgendwie, irgendwo. Wir bewegen uns in die falsche Richtung, die Katastrophe sei unvermeidlich. Die Ungerechtigkeiten dieser Welt werden immer heftiger, die Schere zwischen Arm und Reich stetig größer. Ich mache mir weniger Gedanken darüber, ob was passiert – sondern mehr, was denn danach ist. Und wie wir damit umgehen können anstatt gleich von vorne herein den Kopf in die „Alles ist scheiße“-Grube zu stecken.

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  • The Revenant

    Ist Leonardo DiCaprios überfällig für einen Oscar? Wer das denkt, der kennt sich nicht wirklich mit der Verleihung und der Prozedur dahinter aus. Zugegeben: Mit fünf Nominierungen für schauspielerische Leistungen und eine als Produzent könnte man mal drüber nachdenken. Aber mit zarten 41 Jahren würde er trotzdem zur „jüngeren“ Garde gehören, die einer solchen Ehre zuteil werden. Fragt mal Al Pacino – der musste warten bis er 52 war.

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  • Star Wars: Das Erwachen der Macht

    Spoiler-Warnung: Der Text ist nur für Leute gedacht, die den Film bereits gesehen haben. Aber mal ernsthaft: Wer hat das denn jetzt noch nicht getan?

    Das Erwachen der Macht ist keine drei Wochen alt und hat trotzdem bereits alle Phasen durchgemacht, die ein hochgezüchteter Hype durchleben kann. Von unbändiger Erwartungen, über hochjauchzendem Jubel á la „Es ist so viel besser als die Prequels“ bis zu niederschmetternden Enttäuschungen der Marke „Nicht mehr als ein Harry Potter im Weltraum“ überschlagt sich das Internet mit positiver wie negativer Meinungsmache, die fast schon an festgefahrene Politlager erinnert. Frei nach dem Motto: Hauptsache man ist gegen die anderen.

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  • Alles steht Kopf

    Lange Zeit galt Pixar als eine feste Größe für grandiose Unterhaltung. Egal ob Toy Story, Findet Nemo oder The Incredibles: Kein anderes Studio versteht es so gut, intelligente Animationsfilme zu gestalten, die gleichzeitig gewitzt, originell und kindgerecht sind. Doch in jüngster Zeit machte sich der verwöhnte Filmfan Sorgen: Die Monster Uni war eine allenfalls nette Fortsetzung, Merida wirkte trotz guter Prämisse unausgegoren in der Ausführung und über Cars 2 möchte man besser gar nichts verlauten.

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  • Selma

    Wann ist es notwendig, uns auf die Vergangenheit aufmerksam zu machen? Haben wir solch Themen wie Holocaust oder Rassenhass nicht zur Genüge aufgearbeitet? Müssten sie nicht längst in all unseren Köpfen manifestiert sein? Und wozu brauchen wir dann noch mehr Filme, die uns auf die Ungerechtigkeiten der letzten Jahrzehnte aufmerksam machen, wenn wir es doch nach all der Scheiße, die in der Geschichte der Menschheit passiert ist, besser wissen MÜSSTEN?

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  • American Sniper

    Eines der größten Probleme, die ein guter Kritiker in meinen Augen bewältigen muss, ist die Akzeptanz von Meinungen, die er in seinem Privatleben nicht tolerieren kann – dies betrifft vorrangig solch heikle Themen wie Religion oder Politik. Denn auch wenn der überzeugte Atheist nicht mit der Botschaft von Cecil B. DeMilles Die zehn Gebote klar kommt, so sollte er in seiner Rolle als Kritiker den Film an sich trotzdem für seine Leistungen würdigen können.

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